Vergnügungspark in Ankara produziert Rekordmenge an Solarstrom 1 318

In Ankara steht einer der größten Freizeitparks der Welt vor seiner Eröffnung. Auch die Photovoltaik-Anlage auf dem Parkplatz steht dieser Größenordnung in nichts nach: Mit einer Leistung von 10,2 Megawatt ist dort der größte Solarcarport weltweit installiert. Die Wechselrichter dafür kommen vom Neckarsulmer Hersteller KACO new energy.

Im Herzen der Türkei entstand in der Hauptstadt Ankara in über sechs Jahren Bauzeit einer der größten Vergnügungsparks der Welt. Mit einer Gesamtfläche von 120 Hektar reiht sich der Ankapark ein in die Top 10 neben den großen Parks von Disney oder Universal. Und er bietet alles, was für einen so großen Park nötig ist: unterschiedliche Themenareale wie eine Urzeitwelt mit lebensgroßen Dinosauriern und nicht weniger als 17 Achterbahnen – mehr als in jedem anderen Park in Asien.

Ein weiterer Superlativ begegnet den Besuchern schon vor Betreten des Parks: Der weltweit größte Solarcarport sorgt für einen schattigen Parkplatz. Mit einer Leistung von 10,2 Megawatt erbringt die Anlage so viel umweltfreundlichen Solarstrom, dass man damit in etwa den Jahresbedarf der lokalen Privathaushalte decken könnte.

Über 200 Wechselrichter aus deutscher Fertigung
Die Wechselrichter für das solare Parkhaus stammen vom deutschen Photovoltaik-Spezialisten KACO new energy. Als Partner des Unternehmens Agon Enerji, welches für die Planung und Ausführung der Photovoltaik-Installation verantwortlich war, lieferte KACO new energy 196 Wechselrichter des Typs blueplanet 50.0 TL3 sowie zehn Powador 60.0 TL3 Wechselrichter.

Nedret Ünlü, Country Manager der türkischen Niederlassung von KACO new energy: „Das Projekt Ankapark ist für uns eine sehr gute Gelegenheit, unsere Position und unsere Bekanntheit auf dem türkischen Markt zu festigen. Agon Enerji hat sich für Wechselrichter von KACO new energy entschieden aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und der guten Wirkungsgrade.“

Kleinere Solarstromanlagen im Kommen
„2017 hat der türkische Photovoltaik-Markt ein Rekordhoch erreicht. Nicht nur große Anlagen wie der Ankapark sind für uns interessant, sondern auch die Situation auf dem türkischen Wohnungsmarkt ist sehr vielversprechend“, so Ünlü weiter. „Wir erwarten hier dieses Jahr ein starkes Wachstum und eine hohe Nachfrage nach unseren Wechselrichtern, da unsere Kunden aus einem breitem Produktangebot wählen können.“

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Wie weit kommt man in der Türkei mit Deutsch? 0 67

Türkisch Deutsch

Als Tourist in einem fremden Land, spricht man in aller Regel nicht die Sprache der Einheimischen. Im Falle der Türkei wäre das Türkisch. Die wenigsten deutschen Urlauber sprechen – bis auf wenige Worte oder mit Hilfe eines Wörterbuches – Türkisch und kommen mit Deutsch oder auch Englisch gut zurecht. Doch wie weit reicht das? Kommt man wirklich den ganzen Urlaub oder während einer Geschäftsreise ohne Türkischkenntnisse aus?

Fakt ist: für rund 90 Prozent der Einwohner der Türkei, ist Türkisch die Muttersprache. Sobald sie Englisch oder Deutsch sprechen, verlassen sie ihr gewohntes Terrain und begeben sich vielfach in einen anderen Kulturbereich. Dennoch erwarten viele Urlauber, dass Zimmermädchen, Kellner und Co. mit ihnen auf Deutsch sprechen können.

In Ferienregionen ist Deutsch meist kein Problem

Sicher, wer in Side, Belek und Co. urlaubt und sich in den Touristenzentren aufhält, kommt mit Deutsch schon recht weit. Im Notfall ist Englisch auch passend und wird meist verstanden. Anders sieht es aber meist in den ländlicheren Regionen aus.

Wer in der Türkei also eine Rundreise macht oder aber abseits der „gängigen Pfade“ unterwegs ist, sollte zumindest ein Türkisch-Wörterbuch dabei haben oder Grundkenntnisse der türkischen Sprache beherrschen. Zumindest „Bitte“, „Danke“ und andere Begriffe sollte man in der Muttersprache der Menschen, mit denen man kommuniziert, beherrschen.

Viele Deutsche haben vor allem mit dem Klang des Türkischen ihre Probleme oder scheitern an den vielen Üs in der Sprache. Doch in Wörterbüchern sind die Begriffe meist auch in Lautschrift notiert, sodass man die Aussprache üben kann. Sprachkurse in Hörbuch-Form und Co. eignen sich zudem auch für den Flug in die Türkei und man kann sich somit ideal auf den eigenen Urlaub einstimmen.

Viele Urlauber sind zudem sehr stolz, wenn sie ihr Bier an der Hotelbar am ersten Abend auf Türkisch bestellen können oder im Restaurant die türkischsprachigen Schilder lesen können.

Muss man wirklich Türkisch sprechen können?

Nein, zwingend muss man kein Türkisch sprechen. Hilfreich ist es aber vielfach in kleineren Dörfern oder auf dem Land – oder auf dem Basar, wenn man handeln möchte.

In den Touristengebieten ist Englisch zudem immer präsent und man kommt damit sehr weit. Viele Türken lernen zudem Deutsch und wollen mit den Urlaubern direkt kommunizieren – vor allem natürlich in Branchen, die vom Tourismus leben. Ein weiterer Grund: viele Türken haben Verwandte im deutschsprachigen Raum und kommen so mit der Sprache direkt in Kontakt. Das hohe Maß an Gastfreundschaft trägt ebenso dazu bei, dass vielfach Deutsch gesprochen wird.

Kurzum: es ist sicherlich sinnvoll, sich vor einem Urlaub in der Türkei ein wenig die Sprache der Türken anzueignen und sich mit wichtigen Begriffen zu befassen. In aller Regel kommen Touristen aber auch mit Deutsch oder zumindest Englisch weiter.

Ein Tipp: ein Wörterbuch sollte trotzdem immer dabei sein und hilft dann auch im Falle eines Falles oder bei drohenden Missverständnissen.

Wie relevant sind die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei? 0 75

Türkei Reisehinweise

Für Reisen in die Türkei gibt es seitens des Auswärtigen Amtes in Deutschland Reisehinweise und auch Sicherheitshinweise. Zur Zeit gelten diese vor allem für Journalisten, die in einigen Fällen keine Akkreditierung bekommen. Aber auch Touristen, die sich abfällig über den türkischen Präsidenten und seine Regierung oder positiv über die Opposition äußern, geraten eventuell in den Fokus der türkischen Behörden.

Gewarnt wird dabei vor allem davor, in sozialen Netzwerken wie Facebook entsprechende Postings zu veröffentlichen, die als Beleidigung gegenüber des Präsidenten aufgefasst werden könnten. In diesem Zusammenhang setze die türkische Justiz einem Tagesschau-Bericht aus dem Oktober 2018 zufolge auf eine „rigorose Strafverfolgung“.

Regierungskritische Meinungsäußerungen sollten vermieden werden

Betroffen sind hiervon vor allem Deutsche, die enge Verbindungen in die Türkei haben oder auch eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Inhalte, die in Deutschland der Meinungsfreiheit unterliegen, könnten in der Türkei dabei auch zu einem Strafverfahren führen, informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite.

Dabei ist unter Umständen auch davon auszugehen, dass Inhalte an die türkischen Behörden weitergegeben werden, die nicht öffentlich gepostet werden. In Frage kommen hierfür zum Beispiel anonyme Denunzianten.

Im besten Fall verzichtet man als im Vorfeld einer Türkei-Reise darauf, sich in den sozialen Netzwerken überhaupt über die Türkei oder ihre Regierung zu äußern. Insbesondere kritische Äußerungen sollten dabei aber in jedem Fall vermieden werden. Wird auch nur die Nähe zu einer regierungskritischen Organisation vermutet – zum Beispiel zur als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung – kann das schwerwiegende Folgen und Konsequenzen nach sich ziehen.

Im schlimmste Falle drohen langjährige Haftstrafen.

Droht deutschen Touristen eine Einreiseverweigerung?

In einigen Fällen wird zusätzlich auch von Einreiseverweigerungen berichtet, sodass deutsche Staatsbürger nicht in die Türkei einreisen dürfen. Gründe hierfür teilt die Türkei generell nicht mit, wie das Auswärtige Amt ausführt. Vermutlich bezieht sich aber auch dieses Vorgehen darauf, dass Informationen anonym weitergegeben wurden.

An der türkischen Grenze wurden zuletzt insbesondere deutsche Staatsbürger mit kurdischem oder alevitischem Familienhintergrund zurückgewiesen.

Reisehinweise für die Türkei ändern sich immer wieder

Nachdem in der Türkei eine Zeit lang auch der Ausnahmezustand herrschte, wurden die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zuletzt immer wieder angepasst. Im Sommer 2018 wurden sie wieder entschärft.

Welches Risiko ist nun generell zu erwarten?

Tendenziell gilt die Annahme, dass Touristen seitens der türkischen Behörden wenig zu befürchten haben. Dies gilt, insofern man sich gegenüber den türkischen Obrigkeiten loyal verhält und sich am besten gar nicht über den Präsidenten oder die politischen Ereignisse die Türkei betreffend äußert.

Wer als Pauschalurlauber in die Türkei reist, ein Vier-Sterne-Hotel mit All Inclusive bewohnt und sich eine Woche lang die Sonne ins Gesicht scheinen lässt, muss kaum mit Repressalien rechnen.

Politisch Aktive sollten hier bereits vorsichtiger sein. In jedem Fall ist vor einer Reise in die Türkei aber ein Blick auf die Webseite des Auswärtigen Amtes anzuraten: Hier sind immer alle aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei zu finden.