Wie trinkt man am besten einen türkischen Raki? 0 1402

Der Raki, das türkische Nationalgetränk, wird aus Rosinen, Anis und Weintrauben gebrannt und ist für die Türken viel mehr als nur ein Schnaps. Zum Raki und dessen Genuss haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele unterschiedliche Traditionen entwickelt, dazu gehören natürlich nette Unterhaltungen, viel Spaß und die Geselligkeit.

Der Raki wird in der Türkei fast immer mit Wasser und Eiswürfeln serviert, einen Fehler sollte man jedoch nie machen, den Raki nur mit Eiswürfel zu mischen, dies hat einen ganz einfachen Grund und zwar kristallisiert der Raki bei zu geringer Temperatur, wenn dies passiert, verliert der Raki seinen typischen lakritzähnlichen Geschmack, durch die Beigabe des Wassers wird dieser Verlust vermieden. Genau wegen diesem Effekt, darf der Raki auch nicht im Eisschrank heruntergekühlt werden.

In der Türkei trinkt man den Raki fast immer als Aperitif, für den richtigen Genuss sollte man darauf achten die korrekten Rakigläser nu benutzen, diese besitzen eine längliche Form. Eine kleine Besonderheit ist das Frosten der Rakigläser.

Raki, in seiner Heimat auch gerne als „Löwenmilch“ betitelt, besitzt etwa 40 bis 50 Prozent Alkohol. Die Bezeichnung Löwenmilch entstand durch den Farbton, den der Raki in Verbindung mit Wasser annimmt.

Achtung, hier folgt nun die einzige korrekte Variante, wie man den Raki anmischen soll: Zu Beginn füllt man ca. 3 Fingerbreit Raki in das Schnapsglas, danach folgt die gleiche Menge Wasser (etwa auf 8 bis 10 Grad gekühlt), erst danach kommen die Eiswürfel in den Schnaps. Wie oben schon erklärt ist diese Reihenfolge wichtig, damit der Geschmack erhalten bleibt, würde man als zweiten Schritt die Eiswürfel hinzugeben würde ein Teil des Geschmacks durch das Kristallisieren verloren gehen.

Am besten schmeckt der Raki im Kreise von Freunden, um nicht unfreundlich zu erscheinen, sollte man immer eine Flasche bestellen, dies ist in der Türkei Gang und Gäbe. Den Raki einschenken sollte immer der Älteste der Anwesenden, dieser achtet, so sagt man, darauf, dass jeder die richtige Menge an Alkohol erhält, ist der Älteste der Meinung es wurde zuviel getrunken, sollte dieser für eine Pause sorgen. Häufig wird zum Raki trinken, eine Auswahl an unterschiedlichen kalten und warmen Vorspeisen serviert. Puren Raki serviert man in der Türkei so gut wie nie.

Das Brennen des Rakis war sehr lange dem Staat vorbehalten, aus diesem Grund findet man so gut wie keine Destillerie die eine lange Tradition besitzen, seitdem das staatliche Monopol aufgehoben wurde, sind eine Vielzahl an Destillerien neu entstanden, auch die Qualität des Rakis hat dadurch deutlich zugenommen. Damit der Raki ein volles Aroma entwickeln kann, wird dieser mittlerweile bis zu drei Mal destilliert und danach in Eichenfässern eingelagert.

Die stattliche Marke Yeni-Raki ist trotz der vielen neuen Destillerien immer noch Marktführer. Der Yeni-Raki wird bereits seit dem Jahr 1944 produziert und werden zu einem fairen Preis angeboten.

Zur Herstellung kann man kurz sagen: Die Weintrauben werden reif abgeerntet, getrocknet, vergoren und abschließend destilliert. Im folgenden Schritt wird dann Anissamen beigemischt, abschließend wird die Mischung ein weiteres Mal destilliert.

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Ayran ist einer der Nationalgetränke der Türkei 0 405

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, vornehmlich aus dem Kaukasus und der Türkei. Es ist ein typisches Erfrischungsgetränk, was auf der Basis von Joghurt, Salz und Wasser hergestellt wird. Im Verhältnis 2 : 1 wird die weiße Flüssigkeit schaumig geschlagen und mit Salz abgeschmeckt. Ganz traditionell wird sogar Schafsmilch benutzt. Die beliebten und häufigsten Sorten verwenden allerdings heute Kuhmilch. Wird der Ayran industriell hergestellt, dann kann auch Milchpermeat verwendet werden. Mittlerweile gilt es als Nationalgetränk in der Türkei. Vielen Gästen wird das Joghurtgetränk als Begrüßung angeboten. Seit dem Low-Carb Hype ist ein Großteil der Sportmagazine voll davon. Es wird versprochen, Ayran ist nicht nur ein Getränk, sondern es verleiht dem Körper Power. Doch wie viel Wahres ist an diesen Aussagen?

Sechs gesunde Gründe

  1. Enthält weniger Kalorien als andere Joghurtdrinks oder sogar Buttermilch. 100 Gramm Ayran besitzen nur 35 Kilokalorien.
  2. Es sind keine Zuckerzusätze vorhanden. Perfekt für eine Low-Carb-Diät.
  3. Der Joghurt wird verdünnt mit Wasser und enthält somit weniger Laktose. Für viele Menschen ein Segen für die Verdauung.
  4. Die Milchsäurebakterien sind sehr gesund für den menschlichen Darm. Die Bakterien wirken probiotisch.
  5. In Milch sind bekanntermaßen viele Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Gut für die Nerven sind das enthaltene Natrium und Kalium. Das Kalzium und Phosphor fördern gesunde Zähne und stabile Knochen.
  6. Nach dem Sport, aufgrund des vielem Schwitzen, sollte der Salzhaushalt aufgefüllt werden. Genau dabei hilft ein leckerer kühler Ayran.

Ganz klassisch wird das Joghurtgetränk in der Türkei zu deftigen, scharfen Fleischgerichten getrunken. Der Milchanteil bindet scharfe Stoffe. Gehen Sie in ein richtiges türkisches Restaurant, wird das Erfrischungsgetränk mit Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinert. Doch es existieren auch noch andere Varianten.

Joghurt trifft auf Obst

Der leichte salzige Geschmack kann den Genießer erst irritieren, doch auch in Verbindung mit Obst passt es wunderbar. In den Kühlregalen werden Sorten wie: Kirsche und Erdbeere angeboten. Doch wollen Sie den Ayran selber herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Fast alle pürierten Früchte passen zu dem Joghurtgetränk. Versuchen Sie es doch einmal mit Feige, Granatapfel oder Banane. Der türkische Joghurt, der zur Herstellung verwendet wird, ist recht säuerlich. Deutschen Joghurtsorten verwenden andere Bakterienstämme. Darum ein Rezept zur Selbstherstellung:

  • Joghurt (2:1)
  • Wasser
  • Pürierte Früchte (zum gleichen Teil wie Wasser)
  • höchstens 2 % Salz
  • entweder 2 tl. Saure Sahne oder ein Spritzer Zitronensaft

Nicht nur in der Türkei

Die Turkvölker verbreiteten dies Getränk unter armenischen Namen „Tan“ und brachten es so nach Russland. Dort ist Tan mit oder ohne Kohlensäure erhältlich. Auch in diesem Land wurde weiter herumexperimentiert. Variante aus Ziegenmilch, mit Dill, Gurkensaft oder anderen Kräutern kamen ins Spiel. Indien und Pakistan trinken eher einen Lassi oder in Afghanistan den Dugh. Selbst bis ins Osmanische Reich ist der flüssige Joghurt vorgedrungen und nennt sich Dhallë.

Gerade im Sommer mögen viele Menschen den erfrischenden Geschmack. Da heute, durch die vielen Einwanderer, die Küche sich verändert, sollte der Ayran nicht nur aus gesundheitlichem Aspekt in den Speiseplan mit aufgenommen werden.

Was macht ein türkisches Frühstück aus? 1 1083

Ihr möchtet einmal in eine neue Kultur eintauchen? Wie geht so etwas besser als traditionelle Gerichte, Lebensmittel und Zutaten auszuprobieren. Wie sieht also das Frühstück in der Türkei aus? Was muss unbedingt auf den Tisch?

Guten Morgen – ersteinmal Frühstück
In der Türkei wird das Frühstück auch Kahvaltı genannt, aber was ist das spezielle, das außergewöhnliche aber auch andere am morgendlichen Ritual der türkischen Mitbürger?
Wichtig ist es den Türken, dass die Lebensmitteln die auf den Tisch kommen, und dies nicht nur auf das Frühstück bezogen, halal sind, also nicht den Regeln des Islams und dessen Rechtsprechung widersprechen.

Typisch traditionelles Essen
Bekannt ist das türkische Frühstück für seinen Tee. Hat ein jemand morgens nicht genügend Zeit ausreichend zu frühstücken, werden meist jedoch trotzdem ein türkischer Tee getrunken und etwas Brot mit einem Käsebelag verdrückt. Meist ist man verwundert wenn man zum ersten Mal einen türkischen Frühstückstisch sieht. Man kann sich unter einer großen Auswahl auf dem reichlich gedeckten Tisch für seine Lieblingsspeisen entscheiden.

Türkischer Tee

Alle an den Tisch, ihr Lieben
Morgens gibt es auf türkischen Frühstückstischen immer schon eine große Auswahl an Gemüse aber auch Obst. Man kann aus Paprika, Honigmelonen, Datteln, Erik, einer Pflaumenart, die die Türken gerne mit Salz verzehren, aber auch Peperoni seine Favoriten wählen. Aber auch Oliven dürfen auf dem Tisch nicht fehlen. Eine weitere Grundlage des Frühstückes ist natürlich der Cay, der schwarze türkische Tee der meist aus tulpenförmigen Gläsern genossen wird. Wer jedoch lieber Kaffee trinkt, kann sich über eine Kahve, ähnlich einem Mokka, freuen. Weiter geht´s und so kann man sich durch verschiedene Wurst-, aber auch Käsesorten durchprobieren oder sich für einen Börek, einer Art von einem Strudelteig, traditionell mit Schafskäse, Gemüse oder Hackfleisch, entscheiden. Auch Eier sind morgens sehr beliebt. Entweder entscheidet man sich für ein normales, hartgekochtes Ei oder für ein Rührei, entweder mit Knoblauchwurst (Sucuklu Yumurta) oder mit einem Mix aus Paprika, Zwiebeln, sowie Tomaten (Menemen). Aber auch Sucuk, Schafskäse (Beyaz Peynir), Würstchen (Sosis), Honig (Bal), verschiedenste Marmelade-Sorten ( Reçel Çeşitleri) oder ein stark gewürztes Dörrfleisch vom Rind (Pastırma) stehen auf dem Tisch bereit.

Wie zelebriert man das morgendliche Ritual?
Jeder bedient sich nach Lust und Laune von der prall gefüllten türkischen Tafel. Egal worauf man Lust hat, man findet immer etwas was einem vom Tisch her anstrahlt. Normalerweise reißt sich ein jeder ein Stück fein geschnittenes Fladenbrot ab und belegt es sich, je nach dem auf was man Hunger hat. Die Gabel in der anderen Hand, wird das Fladenbrot so gefüllt. Besonders beliebt sind hierbei die Oliven, die niemals bei einem türkischen Frühstück fehlen dürfen.

Der schwarze Tee oder auch der Kahve, der Kaffee werden im Laufe des Frühstückes immer wieder nachgefüllt und am Ende oft lachend der Kaffeesatz aus der Tasse gelesen. Dies geschieht meist jedoch nur zum Spaß und ist amüsant mitzuerleben. Versuchen Sie doch auch einmal Ihren Frühstückstisch mit türkischen Köstlichkeiten zu füllen. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, seien Sie spontan und genießen Sie das fröhliche Miteinander. Das ist auch der wichtigste Part des türkischen Frühstücks !