Wie trinkt man am besten einen türkischen Raki? 0 2961

Der Raki, das türkische Nationalgetränk, wird aus Rosinen, Anis und Weintrauben gebrannt und ist für die Türken viel mehr als nur ein Schnaps. Zum Raki und dessen Genuss haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele unterschiedliche Traditionen entwickelt, dazu gehören natürlich nette Unterhaltungen, viel Spaß und die Geselligkeit.

Der Raki wird in der Türkei fast immer mit Wasser und Eiswürfeln serviert, einen Fehler sollte man jedoch nie machen, den Raki nur mit Eiswürfel zu mischen, dies hat einen ganz einfachen Grund und zwar kristallisiert der Raki bei zu geringer Temperatur, wenn dies passiert, verliert der Raki seinen typischen lakritzähnlichen Geschmack, durch die Beigabe des Wassers wird dieser Verlust vermieden. Genau wegen diesem Effekt, darf der Raki auch nicht im Eisschrank heruntergekühlt werden.

In der Türkei trinkt man den Raki fast immer als Aperitif, für den richtigen Genuss sollte man darauf achten die korrekten Rakigläser nu benutzen, diese besitzen eine längliche Form. Eine kleine Besonderheit ist das Frosten der Rakigläser.

Raki, in seiner Heimat auch gerne als „Löwenmilch“ betitelt, besitzt etwa 40 bis 50 Prozent Alkohol. Die Bezeichnung Löwenmilch entstand durch den Farbton, den der Raki in Verbindung mit Wasser annimmt.

Achtung, hier folgt nun die einzige korrekte Variante, wie man den Raki anmischen soll: Zu Beginn füllt man ca. 3 Fingerbreit Raki in das Schnapsglas, danach folgt die gleiche Menge Wasser (etwa auf 8 bis 10 Grad gekühlt), erst danach kommen die Eiswürfel in den Schnaps. Wie oben schon erklärt ist diese Reihenfolge wichtig, damit der Geschmack erhalten bleibt, würde man als zweiten Schritt die Eiswürfel hinzugeben würde ein Teil des Geschmacks durch das Kristallisieren verloren gehen.

Am besten schmeckt der Raki im Kreise von Freunden, um nicht unfreundlich zu erscheinen, sollte man immer eine Flasche bestellen, dies ist in der Türkei Gang und Gäbe. Den Raki einschenken sollte immer der Älteste der Anwesenden, dieser achtet, so sagt man, darauf, dass jeder die richtige Menge an Alkohol erhält, ist der Älteste der Meinung es wurde zuviel getrunken, sollte dieser für eine Pause sorgen. Häufig wird zum Raki trinken, eine Auswahl an unterschiedlichen kalten und warmen Vorspeisen serviert. Puren Raki serviert man in der Türkei so gut wie nie.

Das Brennen des Rakis war sehr lange dem Staat vorbehalten, aus diesem Grund findet man so gut wie keine Destillerie die eine lange Tradition besitzen, seitdem das staatliche Monopol aufgehoben wurde, sind eine Vielzahl an Destillerien neu entstanden, auch die Qualität des Rakis hat dadurch deutlich zugenommen. Damit der Raki ein volles Aroma entwickeln kann, wird dieser mittlerweile bis zu drei Mal destilliert und danach in Eichenfässern eingelagert.

Die stattliche Marke Yeni-Raki ist trotz der vielen neuen Destillerien immer noch Marktführer. Der Yeni-Raki wird bereits seit dem Jahr 1944 produziert und werden zu einem fairen Preis angeboten.

Zur Herstellung kann man kurz sagen: Die Weintrauben werden reif abgeerntet, getrocknet, vergoren und abschließend destilliert. Im folgenden Schritt wird dann Anissamen beigemischt, abschließend wird die Mischung ein weiteres Mal destilliert.

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Diese Gewürze sind in der türkischen Küche wichtig 0 1475

Gewürze

Jedes Land hat seine Traditionen – auch in der Küche. Und in jedem Land spielen bei den kulinarischen Köstlichkeiten andere Zutaten und auch Gewürze eine Rolle. In der Türkei – so könnte man annehmen – ist dies Knoblauch. Doch weit gefehlt. Die türkische Kulinarik hat weit mehr zu bieten als Knoblauchsauce und Co.

Im Folgenden ist eine Übersicht über wichtige Gewürze der türkischen Küche zu finden.

Und es wird auch geklärt, warum man türkische Gewürze besser direkt aus der Türkei mitbringt, statt sie beim türkischen Markt ums Eck zu kaufen.

Gewürze, die für türkische Spezialitäten wichtig sind

Es gibt eine ganze Reihe an türkischen Gewürzen, die aus der dortigen Küche kaum wegzudenken sind und die man als Tourist und Einheimischer auf jedem Basar und Markt kaufen kann.

Kleiner Tipp: Gewürze kauft man am besten dort, wo auch die Einheimischen kaufen. Denn die für Touristen abgepackten Gewürze sind oftmals nicht so frisch oder in gleich hoher Qualität.

Pul Biber ist beispielsweise eines dieser Gewürze. Damit kann man beinahe jedem Gericht eine gewisse Schärfe verleihen, so auch dem Döner. Die Frische erkennt man bei Pul Biber ganz einfach: zwischen den Fingern verreiben – färben sich diese rot, sind die Chiliflocken wirklich frisch.

Auch das Gewürz Nane braucht man für Tzatziki (und damit oftmals für den Döner). Nane sind eigentlich Minzeblätter, die frisch oder getrocknet auch zu Tee verarbeitet werden können. Dann hilft das Gewürz zum Beispiel bei Magenschmerzen.

Sesam ist in der Türkei besonders wichtig. Beispielsweise auf dem Börek. In der Türkei bezeichnet man den Sesam als Susam und er ist wohl in jedem Gewürzregal in der Türkei zu finden.

Zusätzlich wird in der türkischen Küche auch gerne mit Kimyon gewürzt. Ob für Hummus – aus Kichererbsen zubereitet – oder auch für andere Gerichte. Außerdem kommt gemahlener Kreuzkümmel – türkisch Cumin – vielfach bei Fleisch und Frikadellen zum Einsatz.

Bulgursalat lässt sich ideal mit Granatapfel-Sirup verfeinern. Der Sirup Nar eksisi sosu kommt dafür auch in Frage, er schmeckt zudem noch intensiver als Balsamico-Essig.

Nicht zu vergessen ist außerdem der Schwarzkümmel. Cörek otu wird dieser in der Türkei genannt und man findet ihn beispielsweise auf dem Fladenbrot. Der Prophet Mohammed soll darüber gesagt haben: Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“

Petersilie darf in der türkischen Küche natürlich nicht fehlen. Sie wird als Maydanoz bezeichnet und ist vielseitig einsetzbar. In beinahe jedem Gericht ist sie zu finden. Dabei wird Petersilie frisch, getrocknet, als Pulver oder auch gehackt verwendet.

Wer lieber auf eine Gewürzmischung setzen möchte, kann sich mit Baharat eindecken. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl an Gewürzen in Einem. Unter anderem sind Petersilie, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Pfeffer und Minze enthalten. Vielfach aber auch Thymian und Zimt. Baharat kann man perfekt zum Würzen von Grillfleisch verwenden oder auch für Reis und Gemüse.

Gewürze besser frisch kaufen – aber warum?

Natürlich, vor Ort im türkischen Laden um die Ecke bekommt man die meisten Kräuter auch ganz einfach und kann diese komfortabel kaufen. Abgepackt, manchmal frisch.

Doch besser ist es, sie direkt aus der Türkei mitzubringen. Hier sind sie in aller Regel deutlich frischer und meist auch in besserer Qualität erhältlich. Sie müssen zudem nicht die Zeit des Exports überstehen. Oft merkt man den Unterschied beim Aroma – einfach mal daran riechen ist also in jedem Fall erlaubt.

Türkische Leckereien und Spezialitäten für den ganzen Tag 1 580

Baklava

Die Türkei bietet nicht nur in Sachen Kultur und Lebensstil eine ganze Reihe an Unterschieden zu Deutschland und anderen Staaten – auch im Bereich der Spezialitäten gibt es eine ganze Reihe an Feinheiten und Leckereien.

Dabei legt die türkische Küche viel Wert auf guten Geschmack. Ob beim Frühstück, beim Mittag oder auch zum Abendessen. Die Türkei hat allerdings weit mehr als Knoblauchsauce oder Köfte zu bieten.

Die nachfolgenden Speisen gehören auf jeden Fall zu Leckereien, die man in der Türkei probieren sollte. Oder aber man bereitet sie zuhause selber zu.

Menemen zum echten türkischen Frühstück

Menemen gibt es in türkischen Hotels eher selten, dafür aber in lokalen Restaurants umso häufiger. Das Gericht Menemen kann einfach selber gemacht werden. Dafür gibt man geschnittene Zwiebeln, Tomaten und Paprika in eine Pfanne und brät sie mit etwas Öl an. Salz, Pfeffer und ein Ei kommen dazu. Gut verrührt ist Menemen dann bereits fertig.

Türkische Pide – lecker in allen Variationen

Pide ist eine Art Fladenbrot und wird auf ganz unterschiedliche Arten gegessen. Dabei sind zum Beispiel diese Variationen möglich:

  • Mantarli Pide: belegt mit Pilzen und Käse
  • Kasarli Pide: geformt wie ein Auge und belegt mit Käse und Eiern
  • Sucuk Pide: belegt mit türkischen Peperoni
  • Karasik Pide: belegt mit Gemüse und Fleisch
  • Kiymali Pide: belegt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomatenstücken
  • Kusbasi Pide: belegt mit kleinen Fleischstücken und Käse

Eine eher deutsche Version ist die Dönerli Pide. Diese wird mit Dönerfleisch oder Kebab belegt und mit Käse überbacken.

Simit – die türkische Brezel

In vielen Orten und Städten findet man Simit Stände. Dort werden die typischen türkischen Brezeln verkauft. Diese Spezialität gibt es beinahe in der ganzen Türkei. Verkauft wird sie meist für ein bis zwei türkische Lira.

Pilaw als Beilage mit Reis und Gemüse

Pilaw ist ein Reisgericht. Verwendet wird hierfür Langkornreis. Hinzu kommen Zwiebeln, Gemüse, Fisch oder Fleisch und Brühe. Im ganzen Orient ist Pilaw bekannt. In der Türkei wird die Gemüse-Variante als Beilage serviert. Ab und an wird statt Reis auch Bulgur verwendet.

Türkische Suppe: Linsensuppe Mercimek Corbasi

Auch Suppen zählen zur türkischen Kulinarik. Die Mercimek Corbasi ist eine Linsensuppe. Sie wird allerdings überall anders zubereitet – mal mit Minze, mal mit Jogurt, mal mit Pfeffer. Auch andere Varianten sind möglich, sodass Mercimek Corbasi immer anders schmeckt.

Kumpir – Streetfood auf Türkisch

Kumpir ist eine große Kartoffel, die gebacken und mit Füllung serviert wird. Als Füllung kommen Käse, Gurken, Wurst, Mais und anderes Gemüse in Frage. Dazu gibt es eine Soße. Auch bei der Kumpir ist es so, dass sie überall anders serviert wird.

Türkisches Dessert: Baklava

Baklava ist eine typisch türkische Nachspeise oder auch Süßspeise. Sie wird aus Blätterteig und Honig hergestellt, dazu kommen auch Pistazien hinein. Ab und an wird Baklava auch mit Rosenwasser verfeinert. Wer Baklava kaufen möchte, sollte dies nicht auf Basaren tun. Die beste Qualität findet man in speziellen Geschäften – das merkt man schnell am Geschmack.

In der Türkei gibt es also einiges zum Schlemmen. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Gerichte, die es zu probieren gibt. Am besten findet man daher einfach selber heraus, welche türkischen Spezialitäten sich wirklich lohnen.