Was macht ein türkisches Frühstück aus? 1 1084

Ihr möchtet einmal in eine neue Kultur eintauchen? Wie geht so etwas besser als traditionelle Gerichte, Lebensmittel und Zutaten auszuprobieren. Wie sieht also das Frühstück in der Türkei aus? Was muss unbedingt auf den Tisch?

Guten Morgen – ersteinmal Frühstück
In der Türkei wird das Frühstück auch Kahvaltı genannt, aber was ist das spezielle, das außergewöhnliche aber auch andere am morgendlichen Ritual der türkischen Mitbürger?
Wichtig ist es den Türken, dass die Lebensmitteln die auf den Tisch kommen, und dies nicht nur auf das Frühstück bezogen, halal sind, also nicht den Regeln des Islams und dessen Rechtsprechung widersprechen.

Typisch traditionelles Essen
Bekannt ist das türkische Frühstück für seinen Tee. Hat ein jemand morgens nicht genügend Zeit ausreichend zu frühstücken, werden meist jedoch trotzdem ein türkischer Tee getrunken und etwas Brot mit einem Käsebelag verdrückt. Meist ist man verwundert wenn man zum ersten Mal einen türkischen Frühstückstisch sieht. Man kann sich unter einer großen Auswahl auf dem reichlich gedeckten Tisch für seine Lieblingsspeisen entscheiden.

Türkischer Tee

Alle an den Tisch, ihr Lieben
Morgens gibt es auf türkischen Frühstückstischen immer schon eine große Auswahl an Gemüse aber auch Obst. Man kann aus Paprika, Honigmelonen, Datteln, Erik, einer Pflaumenart, die die Türken gerne mit Salz verzehren, aber auch Peperoni seine Favoriten wählen. Aber auch Oliven dürfen auf dem Tisch nicht fehlen. Eine weitere Grundlage des Frühstückes ist natürlich der Cay, der schwarze türkische Tee der meist aus tulpenförmigen Gläsern genossen wird. Wer jedoch lieber Kaffee trinkt, kann sich über eine Kahve, ähnlich einem Mokka, freuen. Weiter geht´s und so kann man sich durch verschiedene Wurst-, aber auch Käsesorten durchprobieren oder sich für einen Börek, einer Art von einem Strudelteig, traditionell mit Schafskäse, Gemüse oder Hackfleisch, entscheiden. Auch Eier sind morgens sehr beliebt. Entweder entscheidet man sich für ein normales, hartgekochtes Ei oder für ein Rührei, entweder mit Knoblauchwurst (Sucuklu Yumurta) oder mit einem Mix aus Paprika, Zwiebeln, sowie Tomaten (Menemen). Aber auch Sucuk, Schafskäse (Beyaz Peynir), Würstchen (Sosis), Honig (Bal), verschiedenste Marmelade-Sorten ( Reçel Çeşitleri) oder ein stark gewürztes Dörrfleisch vom Rind (Pastırma) stehen auf dem Tisch bereit.

Wie zelebriert man das morgendliche Ritual?
Jeder bedient sich nach Lust und Laune von der prall gefüllten türkischen Tafel. Egal worauf man Lust hat, man findet immer etwas was einem vom Tisch her anstrahlt. Normalerweise reißt sich ein jeder ein Stück fein geschnittenes Fladenbrot ab und belegt es sich, je nach dem auf was man Hunger hat. Die Gabel in der anderen Hand, wird das Fladenbrot so gefüllt. Besonders beliebt sind hierbei die Oliven, die niemals bei einem türkischen Frühstück fehlen dürfen.

Der schwarze Tee oder auch der Kahve, der Kaffee werden im Laufe des Frühstückes immer wieder nachgefüllt und am Ende oft lachend der Kaffeesatz aus der Tasse gelesen. Dies geschieht meist jedoch nur zum Spaß und ist amüsant mitzuerleben. Versuchen Sie doch auch einmal Ihren Frühstückstisch mit türkischen Köstlichkeiten zu füllen. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, seien Sie spontan und genießen Sie das fröhliche Miteinander. Das ist auch der wichtigste Part des türkischen Frühstücks !

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Türkische Pizza (Lahmacun) selber machen 0 969

Die türkische Pizza, auch Lahmacun („Teig mit Fleisch“) genannt, ist ein traditionelles, leicht zuzubereitendes Gericht in der Türkei. Jedoch gibt es Lahmacun nicht nur in der Türkei, sondern im gesamten Nahen Osten ist diese Speise unter vielen anderen Namen zu finden.

Doch wie bereitet man die leckeren türkischen Pizzen zu? Um die türkische Pizza zuzubereiten, werden im ersten Schritt folgende Zutaten benötigt:

Zuerst die Zutaten für den Teig:
– 500g Mehl
– Eine Packung Hefe
– Ein Teelöffel Salz
– Zirka 250-300ml lauwarmes Wasser
– 40ml Olivenöl
– Eine Prise Zucker

Bei den Beilagen kann man, je nach Geschmack, oder was noch im Kühlschrank vorhanden, ist, beliebig variieren. Eine (Basis-) Möglichkeit wäre folgende:
– 500g Lammfaschiertes, auch Rindfleisch ist alternativ möglich
– Eine große Zwiebel
– Drei Knoblauchzehen
– Sechs bis acht kleine Tomaten, oder eine große Dose geschälte Tomaten
– Zwei Esslöffel Tomatenmark
– Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Sumak und Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian)

Zusätzlich zu den „einfachen/klassischen“ Zutaten, können noch Peperoni, frische Paprika (in Streifen geschnitten), Schafskäse, oder auch Salat hinzugefügt werden. Hier sind der Fantasie und den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt.

Für die Teigzubereitung, die ganze Packung Hefe mit dem lauwarmen Wasser verrühren und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit, Mehl, Salz, Zucker und Olivenöl vermischen, dann nach und nach mit der Hefe vermengen und alles zusammen gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig in eine Schüssel, die mit einem Tuch bedeckt, oder mit einem Deckel leicht zugedeckt wird, für zirka eine Stunde an einem warmen Ort (im Winter am besten nahe der Heizung, im Sommer in der Sonne) stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Danach für die Beilagen der türkischen Pizza, die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und würfelig schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch darin anrösten. Das Faschierte hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder einer Zange zerteilen. Anschließend die Tomaten ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark und ungefähr 50ml Wasser der Pfanne hinzufügen. Die Füllung mit den Gewürzen und Kräuter vervollständigen und zugleich auch abschmecken. Dann noch zwischen 10 und 20 Minuten köcheln lassen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig – er sollte nun aufgegangen sein und ungefähr die doppelte Größe haben – darauf dünn ausrollen. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl beimengen, ist er zu trocken, noch etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen. Den Teig in zirka acht bis zehn gleichgroße Fladen aufteilen, etwas in die Länge ziehen und die ovalen Formen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Fülle nun gleichmäßig, mittig auf die Teigstücke verteilen.
Im Anschluss die Backbleche jeweils 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Pizzen schön knusprig und der Teig goldbraun ist. Noch besser schmeckt die türkische Pizza natürlich, wenn sie in einem echten Pizzaofen rausgebacken wird.

Wenn die Pizzen fertig sind, eventuell nochmals etwas nachwürzen, beziehungsweise frische Petersilie und Basilikumblätter darauf verteilen. Auch eine Joghurtsauce oder ein Kräuterdip kann dazu gereicht werden. Traditionell wird das Lahmacun mit einer Zitronenscheibe serviert.

Die Pizzen schmecken auch als kalter Snack ausgezeichnet und sind ideal zum Mitnehmen geeignet. Hierfür können sie auch, wie ein Sandwich, zusammengeklappt oder zusammengerollt werden. Je länger das türkische Lahmacun steht, desto weicher werden sie allerdings, dadurch intensiviert sich aber häufig auch der Geschmack.

Ayran ist einer der Nationalgetränke der Türkei 0 405

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, vornehmlich aus dem Kaukasus und der Türkei. Es ist ein typisches Erfrischungsgetränk, was auf der Basis von Joghurt, Salz und Wasser hergestellt wird. Im Verhältnis 2 : 1 wird die weiße Flüssigkeit schaumig geschlagen und mit Salz abgeschmeckt. Ganz traditionell wird sogar Schafsmilch benutzt. Die beliebten und häufigsten Sorten verwenden allerdings heute Kuhmilch. Wird der Ayran industriell hergestellt, dann kann auch Milchpermeat verwendet werden. Mittlerweile gilt es als Nationalgetränk in der Türkei. Vielen Gästen wird das Joghurtgetränk als Begrüßung angeboten. Seit dem Low-Carb Hype ist ein Großteil der Sportmagazine voll davon. Es wird versprochen, Ayran ist nicht nur ein Getränk, sondern es verleiht dem Körper Power. Doch wie viel Wahres ist an diesen Aussagen?

Sechs gesunde Gründe

  1. Enthält weniger Kalorien als andere Joghurtdrinks oder sogar Buttermilch. 100 Gramm Ayran besitzen nur 35 Kilokalorien.
  2. Es sind keine Zuckerzusätze vorhanden. Perfekt für eine Low-Carb-Diät.
  3. Der Joghurt wird verdünnt mit Wasser und enthält somit weniger Laktose. Für viele Menschen ein Segen für die Verdauung.
  4. Die Milchsäurebakterien sind sehr gesund für den menschlichen Darm. Die Bakterien wirken probiotisch.
  5. In Milch sind bekanntermaßen viele Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Gut für die Nerven sind das enthaltene Natrium und Kalium. Das Kalzium und Phosphor fördern gesunde Zähne und stabile Knochen.
  6. Nach dem Sport, aufgrund des vielem Schwitzen, sollte der Salzhaushalt aufgefüllt werden. Genau dabei hilft ein leckerer kühler Ayran.

Ganz klassisch wird das Joghurtgetränk in der Türkei zu deftigen, scharfen Fleischgerichten getrunken. Der Milchanteil bindet scharfe Stoffe. Gehen Sie in ein richtiges türkisches Restaurant, wird das Erfrischungsgetränk mit Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinert. Doch es existieren auch noch andere Varianten.

Joghurt trifft auf Obst

Der leichte salzige Geschmack kann den Genießer erst irritieren, doch auch in Verbindung mit Obst passt es wunderbar. In den Kühlregalen werden Sorten wie: Kirsche und Erdbeere angeboten. Doch wollen Sie den Ayran selber herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Fast alle pürierten Früchte passen zu dem Joghurtgetränk. Versuchen Sie es doch einmal mit Feige, Granatapfel oder Banane. Der türkische Joghurt, der zur Herstellung verwendet wird, ist recht säuerlich. Deutschen Joghurtsorten verwenden andere Bakterienstämme. Darum ein Rezept zur Selbstherstellung:

  • Joghurt (2:1)
  • Wasser
  • Pürierte Früchte (zum gleichen Teil wie Wasser)
  • höchstens 2 % Salz
  • entweder 2 tl. Saure Sahne oder ein Spritzer Zitronensaft

Nicht nur in der Türkei

Die Turkvölker verbreiteten dies Getränk unter armenischen Namen „Tan“ und brachten es so nach Russland. Dort ist Tan mit oder ohne Kohlensäure erhältlich. Auch in diesem Land wurde weiter herumexperimentiert. Variante aus Ziegenmilch, mit Dill, Gurkensaft oder anderen Kräutern kamen ins Spiel. Indien und Pakistan trinken eher einen Lassi oder in Afghanistan den Dugh. Selbst bis ins Osmanische Reich ist der flüssige Joghurt vorgedrungen und nennt sich Dhallë.

Gerade im Sommer mögen viele Menschen den erfrischenden Geschmack. Da heute, durch die vielen Einwanderer, die Küche sich verändert, sollte der Ayran nicht nur aus gesundheitlichem Aspekt in den Speiseplan mit aufgenommen werden.