Diese Gewürze sind in der türkischen Küche wichtig 0 882

Gewürze

Jedes Land hat seine Traditionen – auch in der Küche. Und in jedem Land spielen bei den kulinarischen Köstlichkeiten andere Zutaten und auch Gewürze eine Rolle. In der Türkei – so könnte man annehmen – ist dies Knoblauch. Doch weit gefehlt. Die türkische Kulinarik hat weit mehr zu bieten als Knoblauchsauce und Co.

Im Folgenden ist eine Übersicht über wichtige Gewürze der türkischen Küche zu finden.

Und es wird auch geklärt, warum man türkische Gewürze besser direkt aus der Türkei mitbringt, statt sie beim türkischen Markt ums Eck zu kaufen.

Gewürze, die für türkische Spezialitäten wichtig sind

Es gibt eine ganze Reihe an türkischen Gewürzen, die aus der dortigen Küche kaum wegzudenken sind und die man als Tourist und Einheimischer auf jedem Basar und Markt kaufen kann.

Kleiner Tipp: Gewürze kauft man am besten dort, wo auch die Einheimischen kaufen. Denn die für Touristen abgepackten Gewürze sind oftmals nicht so frisch oder in gleich hoher Qualität.

Pul Biber ist beispielsweise eines dieser Gewürze. Damit kann man beinahe jedem Gericht eine gewisse Schärfe verleihen, so auch dem Döner. Die Frische erkennt man bei Pul Biber ganz einfach: zwischen den Fingern verreiben – färben sich diese rot, sind die Chiliflocken wirklich frisch.

Auch das Gewürz Nane braucht man für Tzatziki (und damit oftmals für den Döner). Nane sind eigentlich Minzeblätter, die frisch oder getrocknet auch zu Tee verarbeitet werden können. Dann hilft das Gewürz zum Beispiel bei Magenschmerzen.

Sesam ist in der Türkei besonders wichtig. Beispielsweise auf dem Börek. In der Türkei bezeichnet man den Sesam als Susam und er ist wohl in jedem Gewürzregal in der Türkei zu finden.

Zusätzlich wird in der türkischen Küche auch gerne mit Kimyon gewürzt. Ob für Hummus – aus Kichererbsen zubereitet – oder auch für andere Gerichte. Außerdem kommt gemahlener Kreuzkümmel – türkisch Cumin – vielfach bei Fleisch und Frikadellen zum Einsatz.

Bulgursalat lässt sich ideal mit Granatapfel-Sirup verfeinern. Der Sirup Nar eksisi sosu kommt dafür auch in Frage, er schmeckt zudem noch intensiver als Balsamico-Essig.

Nicht zu vergessen ist außerdem der Schwarzkümmel. Cörek otu wird dieser in der Türkei genannt und man findet ihn beispielsweise auf dem Fladenbrot. Der Prophet Mohammed soll darüber gesagt haben: Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“

Petersilie darf in der türkischen Küche natürlich nicht fehlen. Sie wird als Maydanoz bezeichnet und ist vielseitig einsetzbar. In beinahe jedem Gericht ist sie zu finden. Dabei wird Petersilie frisch, getrocknet, als Pulver oder auch gehackt verwendet.

Wer lieber auf eine Gewürzmischung setzen möchte, kann sich mit Baharat eindecken. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl an Gewürzen in Einem. Unter anderem sind Petersilie, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Pfeffer und Minze enthalten. Vielfach aber auch Thymian und Zimt. Baharat kann man perfekt zum Würzen von Grillfleisch verwenden oder auch für Reis und Gemüse.

Gewürze besser frisch kaufen – aber warum?

Natürlich, vor Ort im türkischen Laden um die Ecke bekommt man die meisten Kräuter auch ganz einfach und kann diese komfortabel kaufen. Abgepackt, manchmal frisch.

Doch besser ist es, sie direkt aus der Türkei mitzubringen. Hier sind sie in aller Regel deutlich frischer und meist auch in besserer Qualität erhältlich. Sie müssen zudem nicht die Zeit des Exports überstehen. Oft merkt man den Unterschied beim Aroma – einfach mal daran riechen ist also in jedem Fall erlaubt.

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Türkische Pizza (Lahmacun) selber machen 0 1214

Die türkische Pizza, auch Lahmacun („Teig mit Fleisch“) genannt, ist ein traditionelles, leicht zuzubereitendes Gericht in der Türkei. Jedoch gibt es Lahmacun nicht nur in der Türkei, sondern im gesamten Nahen Osten ist diese Speise unter vielen anderen Namen zu finden.

Doch wie bereitet man die leckeren türkischen Pizzen zu? Um die türkische Pizza zuzubereiten, werden im ersten Schritt folgende Zutaten benötigt:

Zuerst die Zutaten für den Teig:
– 500g Mehl
– Eine Packung Hefe
– Ein Teelöffel Salz
– Zirka 250-300ml lauwarmes Wasser
– 40ml Olivenöl
– Eine Prise Zucker

Bei den Beilagen kann man, je nach Geschmack, oder was noch im Kühlschrank vorhanden, ist, beliebig variieren. Eine (Basis-) Möglichkeit wäre folgende:
– 500g Lammfaschiertes, auch Rindfleisch ist alternativ möglich
– Eine große Zwiebel
– Drei Knoblauchzehen
– Sechs bis acht kleine Tomaten, oder eine große Dose geschälte Tomaten
– Zwei Esslöffel Tomatenmark
– Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Sumak und Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian)

Zusätzlich zu den „einfachen/klassischen“ Zutaten, können noch Peperoni, frische Paprika (in Streifen geschnitten), Schafskäse, oder auch Salat hinzugefügt werden. Hier sind der Fantasie und den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt.

Für die Teigzubereitung, die ganze Packung Hefe mit dem lauwarmen Wasser verrühren und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit, Mehl, Salz, Zucker und Olivenöl vermischen, dann nach und nach mit der Hefe vermengen und alles zusammen gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig in eine Schüssel, die mit einem Tuch bedeckt, oder mit einem Deckel leicht zugedeckt wird, für zirka eine Stunde an einem warmen Ort (im Winter am besten nahe der Heizung, im Sommer in der Sonne) stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Danach für die Beilagen der türkischen Pizza, die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und würfelig schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch darin anrösten. Das Faschierte hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder einer Zange zerteilen. Anschließend die Tomaten ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark und ungefähr 50ml Wasser der Pfanne hinzufügen. Die Füllung mit den Gewürzen und Kräuter vervollständigen und zugleich auch abschmecken. Dann noch zwischen 10 und 20 Minuten köcheln lassen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig – er sollte nun aufgegangen sein und ungefähr die doppelte Größe haben – darauf dünn ausrollen. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl beimengen, ist er zu trocken, noch etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen. Den Teig in zirka acht bis zehn gleichgroße Fladen aufteilen, etwas in die Länge ziehen und die ovalen Formen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Fülle nun gleichmäßig, mittig auf die Teigstücke verteilen.
Im Anschluss die Backbleche jeweils 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Pizzen schön knusprig und der Teig goldbraun ist. Noch besser schmeckt die türkische Pizza natürlich, wenn sie in einem echten Pizzaofen rausgebacken wird.

Wenn die Pizzen fertig sind, eventuell nochmals etwas nachwürzen, beziehungsweise frische Petersilie und Basilikumblätter darauf verteilen. Auch eine Joghurtsauce oder ein Kräuterdip kann dazu gereicht werden. Traditionell wird das Lahmacun mit einer Zitronenscheibe serviert.

Die Pizzen schmecken auch als kalter Snack ausgezeichnet und sind ideal zum Mitnehmen geeignet. Hierfür können sie auch, wie ein Sandwich, zusammengeklappt oder zusammengerollt werden. Je länger das türkische Lahmacun steht, desto weicher werden sie allerdings, dadurch intensiviert sich aber häufig auch der Geschmack.

Ayran ist einer der Nationalgetränke der Türkei 0 601

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, vornehmlich aus dem Kaukasus und der Türkei. Es ist ein typisches Erfrischungsgetränk, was auf der Basis von Joghurt, Salz und Wasser hergestellt wird. Im Verhältnis 2 : 1 wird die weiße Flüssigkeit schaumig geschlagen und mit Salz abgeschmeckt. Ganz traditionell wird sogar Schafsmilch benutzt. Die beliebten und häufigsten Sorten verwenden allerdings heute Kuhmilch. Wird der Ayran industriell hergestellt, dann kann auch Milchpermeat verwendet werden. Mittlerweile gilt es als Nationalgetränk in der Türkei. Vielen Gästen wird das Joghurtgetränk als Begrüßung angeboten. Seit dem Low-Carb Hype ist ein Großteil der Sportmagazine voll davon. Es wird versprochen, Ayran ist nicht nur ein Getränk, sondern es verleiht dem Körper Power. Doch wie viel Wahres ist an diesen Aussagen?

Sechs gesunde Gründe

  1. Enthält weniger Kalorien als andere Joghurtdrinks oder sogar Buttermilch. 100 Gramm Ayran besitzen nur 35 Kilokalorien.
  2. Es sind keine Zuckerzusätze vorhanden. Perfekt für eine Low-Carb-Diät.
  3. Der Joghurt wird verdünnt mit Wasser und enthält somit weniger Laktose. Für viele Menschen ein Segen für die Verdauung.
  4. Die Milchsäurebakterien sind sehr gesund für den menschlichen Darm. Die Bakterien wirken probiotisch.
  5. In Milch sind bekanntermaßen viele Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Gut für die Nerven sind das enthaltene Natrium und Kalium. Das Kalzium und Phosphor fördern gesunde Zähne und stabile Knochen.
  6. Nach dem Sport, aufgrund des vielem Schwitzen, sollte der Salzhaushalt aufgefüllt werden. Genau dabei hilft ein leckerer kühler Ayran.

Ganz klassisch wird das Joghurtgetränk in der Türkei zu deftigen, scharfen Fleischgerichten getrunken. Der Milchanteil bindet scharfe Stoffe. Gehen Sie in ein richtiges türkisches Restaurant, wird das Erfrischungsgetränk mit Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinert. Doch es existieren auch noch andere Varianten.

Joghurt trifft auf Obst

Der leichte salzige Geschmack kann den Genießer erst irritieren, doch auch in Verbindung mit Obst passt es wunderbar. In den Kühlregalen werden Sorten wie: Kirsche und Erdbeere angeboten. Doch wollen Sie den Ayran selber herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Fast alle pürierten Früchte passen zu dem Joghurtgetränk. Versuchen Sie es doch einmal mit Feige, Granatapfel oder Banane. Der türkische Joghurt, der zur Herstellung verwendet wird, ist recht säuerlich. Deutschen Joghurtsorten verwenden andere Bakterienstämme. Darum ein Rezept zur Selbstherstellung:

  • Joghurt (2:1)
  • Wasser
  • Pürierte Früchte (zum gleichen Teil wie Wasser)
  • höchstens 2 % Salz
  • entweder 2 tl. Saure Sahne oder ein Spritzer Zitronensaft

Nicht nur in der Türkei

Die Turkvölker verbreiteten dies Getränk unter armenischen Namen „Tan“ und brachten es so nach Russland. Dort ist Tan mit oder ohne Kohlensäure erhältlich. Auch in diesem Land wurde weiter herumexperimentiert. Variante aus Ziegenmilch, mit Dill, Gurkensaft oder anderen Kräutern kamen ins Spiel. Indien und Pakistan trinken eher einen Lassi oder in Afghanistan den Dugh. Selbst bis ins Osmanische Reich ist der flüssige Joghurt vorgedrungen und nennt sich Dhallë.

Gerade im Sommer mögen viele Menschen den erfrischenden Geschmack. Da heute, durch die vielen Einwanderer, die Küche sich verändert, sollte der Ayran nicht nur aus gesundheitlichem Aspekt in den Speiseplan mit aufgenommen werden.