Diese Gewürze sind in der türkischen Küche wichtig 0 171

Gewürze

Jedes Land hat seine Traditionen – auch in der Küche. Und in jedem Land spielen bei den kulinarischen Köstlichkeiten andere Zutaten und auch Gewürze eine Rolle. In der Türkei – so könnte man annehmen – ist dies Knoblauch. Doch weit gefehlt. Die türkische Kulinarik hat weit mehr zu bieten als Knoblauchsauce und Co.

Im Folgenden ist eine Übersicht über wichtige Gewürze der türkischen Küche zu finden.

Und es wird auch geklärt, warum man türkische Gewürze besser direkt aus der Türkei mitbringt, statt sie beim türkischen Markt ums Eck zu kaufen.

Gewürze, die für türkische Spezialitäten wichtig sind

Es gibt eine ganze Reihe an türkischen Gewürzen, die aus der dortigen Küche kaum wegzudenken sind und die man als Tourist und Einheimischer auf jedem Basar und Markt kaufen kann.

Kleiner Tipp: Gewürze kauft man am besten dort, wo auch die Einheimischen kaufen. Denn die für Touristen abgepackten Gewürze sind oftmals nicht so frisch oder in gleich hoher Qualität.

Pul Biber ist beispielsweise eines dieser Gewürze. Damit kann man beinahe jedem Gericht eine gewisse Schärfe verleihen, so auch dem Döner. Die Frische erkennt man bei Pul Biber ganz einfach: zwischen den Fingern verreiben – färben sich diese rot, sind die Chiliflocken wirklich frisch.

Auch das Gewürz Nane braucht man für Tzatziki (und damit oftmals für den Döner). Nane sind eigentlich Minzeblätter, die frisch oder getrocknet auch zu Tee verarbeitet werden können. Dann hilft das Gewürz zum Beispiel bei Magenschmerzen.

Sesam ist in der Türkei besonders wichtig. Beispielsweise auf dem Börek. In der Türkei bezeichnet man den Sesam als Susam und er ist wohl in jedem Gewürzregal in der Türkei zu finden.

Zusätzlich wird in der türkischen Küche auch gerne mit Kimyon gewürzt. Ob für Hummus – aus Kichererbsen zubereitet – oder auch für andere Gerichte. Außerdem kommt gemahlener Kreuzkümmel – türkisch Cumin – vielfach bei Fleisch und Frikadellen zum Einsatz.

Bulgursalat lässt sich ideal mit Granatapfel-Sirup verfeinern. Der Sirup Nar eksisi sosu kommt dafür auch in Frage, er schmeckt zudem noch intensiver als Balsamico-Essig.

Nicht zu vergessen ist außerdem der Schwarzkümmel. Cörek otu wird dieser in der Türkei genannt und man findet ihn beispielsweise auf dem Fladenbrot. Der Prophet Mohammed soll darüber gesagt haben: Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“

Petersilie darf in der türkischen Küche natürlich nicht fehlen. Sie wird als Maydanoz bezeichnet und ist vielseitig einsetzbar. In beinahe jedem Gericht ist sie zu finden. Dabei wird Petersilie frisch, getrocknet, als Pulver oder auch gehackt verwendet.

Wer lieber auf eine Gewürzmischung setzen möchte, kann sich mit Baharat eindecken. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl an Gewürzen in Einem. Unter anderem sind Petersilie, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Pfeffer und Minze enthalten. Vielfach aber auch Thymian und Zimt. Baharat kann man perfekt zum Würzen von Grillfleisch verwenden oder auch für Reis und Gemüse.

Gewürze besser frisch kaufen – aber warum?

Natürlich, vor Ort im türkischen Laden um die Ecke bekommt man die meisten Kräuter auch ganz einfach und kann diese komfortabel kaufen. Abgepackt, manchmal frisch.

Doch besser ist es, sie direkt aus der Türkei mitzubringen. Hier sind sie in aller Regel deutlich frischer und meist auch in besserer Qualität erhältlich. Sie müssen zudem nicht die Zeit des Exports überstehen. Oft merkt man den Unterschied beim Aroma – einfach mal daran riechen ist also in jedem Fall erlaubt.

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Was macht ein türkisches Frühstück aus? 1 1083

Ihr möchtet einmal in eine neue Kultur eintauchen? Wie geht so etwas besser als traditionelle Gerichte, Lebensmittel und Zutaten auszuprobieren. Wie sieht also das Frühstück in der Türkei aus? Was muss unbedingt auf den Tisch?

Guten Morgen – ersteinmal Frühstück
In der Türkei wird das Frühstück auch Kahvaltı genannt, aber was ist das spezielle, das außergewöhnliche aber auch andere am morgendlichen Ritual der türkischen Mitbürger?
Wichtig ist es den Türken, dass die Lebensmitteln die auf den Tisch kommen, und dies nicht nur auf das Frühstück bezogen, halal sind, also nicht den Regeln des Islams und dessen Rechtsprechung widersprechen.

Typisch traditionelles Essen
Bekannt ist das türkische Frühstück für seinen Tee. Hat ein jemand morgens nicht genügend Zeit ausreichend zu frühstücken, werden meist jedoch trotzdem ein türkischer Tee getrunken und etwas Brot mit einem Käsebelag verdrückt. Meist ist man verwundert wenn man zum ersten Mal einen türkischen Frühstückstisch sieht. Man kann sich unter einer großen Auswahl auf dem reichlich gedeckten Tisch für seine Lieblingsspeisen entscheiden.

Türkischer Tee

Alle an den Tisch, ihr Lieben
Morgens gibt es auf türkischen Frühstückstischen immer schon eine große Auswahl an Gemüse aber auch Obst. Man kann aus Paprika, Honigmelonen, Datteln, Erik, einer Pflaumenart, die die Türken gerne mit Salz verzehren, aber auch Peperoni seine Favoriten wählen. Aber auch Oliven dürfen auf dem Tisch nicht fehlen. Eine weitere Grundlage des Frühstückes ist natürlich der Cay, der schwarze türkische Tee der meist aus tulpenförmigen Gläsern genossen wird. Wer jedoch lieber Kaffee trinkt, kann sich über eine Kahve, ähnlich einem Mokka, freuen. Weiter geht´s und so kann man sich durch verschiedene Wurst-, aber auch Käsesorten durchprobieren oder sich für einen Börek, einer Art von einem Strudelteig, traditionell mit Schafskäse, Gemüse oder Hackfleisch, entscheiden. Auch Eier sind morgens sehr beliebt. Entweder entscheidet man sich für ein normales, hartgekochtes Ei oder für ein Rührei, entweder mit Knoblauchwurst (Sucuklu Yumurta) oder mit einem Mix aus Paprika, Zwiebeln, sowie Tomaten (Menemen). Aber auch Sucuk, Schafskäse (Beyaz Peynir), Würstchen (Sosis), Honig (Bal), verschiedenste Marmelade-Sorten ( Reçel Çeşitleri) oder ein stark gewürztes Dörrfleisch vom Rind (Pastırma) stehen auf dem Tisch bereit.

Wie zelebriert man das morgendliche Ritual?
Jeder bedient sich nach Lust und Laune von der prall gefüllten türkischen Tafel. Egal worauf man Lust hat, man findet immer etwas was einem vom Tisch her anstrahlt. Normalerweise reißt sich ein jeder ein Stück fein geschnittenes Fladenbrot ab und belegt es sich, je nach dem auf was man Hunger hat. Die Gabel in der anderen Hand, wird das Fladenbrot so gefüllt. Besonders beliebt sind hierbei die Oliven, die niemals bei einem türkischen Frühstück fehlen dürfen.

Der schwarze Tee oder auch der Kahve, der Kaffee werden im Laufe des Frühstückes immer wieder nachgefüllt und am Ende oft lachend der Kaffeesatz aus der Tasse gelesen. Dies geschieht meist jedoch nur zum Spaß und ist amüsant mitzuerleben. Versuchen Sie doch auch einmal Ihren Frühstückstisch mit türkischen Köstlichkeiten zu füllen. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, seien Sie spontan und genießen Sie das fröhliche Miteinander. Das ist auch der wichtigste Part des türkischen Frühstücks !

Wie trinkt man am besten einen türkischen Raki? 0 1401

Der Raki, das türkische Nationalgetränk, wird aus Rosinen, Anis und Weintrauben gebrannt und ist für die Türken viel mehr als nur ein Schnaps. Zum Raki und dessen Genuss haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele unterschiedliche Traditionen entwickelt, dazu gehören natürlich nette Unterhaltungen, viel Spaß und die Geselligkeit.

Der Raki wird in der Türkei fast immer mit Wasser und Eiswürfeln serviert, einen Fehler sollte man jedoch nie machen, den Raki nur mit Eiswürfel zu mischen, dies hat einen ganz einfachen Grund und zwar kristallisiert der Raki bei zu geringer Temperatur, wenn dies passiert, verliert der Raki seinen typischen lakritzähnlichen Geschmack, durch die Beigabe des Wassers wird dieser Verlust vermieden. Genau wegen diesem Effekt, darf der Raki auch nicht im Eisschrank heruntergekühlt werden.

In der Türkei trinkt man den Raki fast immer als Aperitif, für den richtigen Genuss sollte man darauf achten die korrekten Rakigläser nu benutzen, diese besitzen eine längliche Form. Eine kleine Besonderheit ist das Frosten der Rakigläser.

Raki, in seiner Heimat auch gerne als „Löwenmilch“ betitelt, besitzt etwa 40 bis 50 Prozent Alkohol. Die Bezeichnung Löwenmilch entstand durch den Farbton, den der Raki in Verbindung mit Wasser annimmt.

Achtung, hier folgt nun die einzige korrekte Variante, wie man den Raki anmischen soll: Zu Beginn füllt man ca. 3 Fingerbreit Raki in das Schnapsglas, danach folgt die gleiche Menge Wasser (etwa auf 8 bis 10 Grad gekühlt), erst danach kommen die Eiswürfel in den Schnaps. Wie oben schon erklärt ist diese Reihenfolge wichtig, damit der Geschmack erhalten bleibt, würde man als zweiten Schritt die Eiswürfel hinzugeben würde ein Teil des Geschmacks durch das Kristallisieren verloren gehen.

Am besten schmeckt der Raki im Kreise von Freunden, um nicht unfreundlich zu erscheinen, sollte man immer eine Flasche bestellen, dies ist in der Türkei Gang und Gäbe. Den Raki einschenken sollte immer der Älteste der Anwesenden, dieser achtet, so sagt man, darauf, dass jeder die richtige Menge an Alkohol erhält, ist der Älteste der Meinung es wurde zuviel getrunken, sollte dieser für eine Pause sorgen. Häufig wird zum Raki trinken, eine Auswahl an unterschiedlichen kalten und warmen Vorspeisen serviert. Puren Raki serviert man in der Türkei so gut wie nie.

Das Brennen des Rakis war sehr lange dem Staat vorbehalten, aus diesem Grund findet man so gut wie keine Destillerie die eine lange Tradition besitzen, seitdem das staatliche Monopol aufgehoben wurde, sind eine Vielzahl an Destillerien neu entstanden, auch die Qualität des Rakis hat dadurch deutlich zugenommen. Damit der Raki ein volles Aroma entwickeln kann, wird dieser mittlerweile bis zu drei Mal destilliert und danach in Eichenfässern eingelagert.

Die stattliche Marke Yeni-Raki ist trotz der vielen neuen Destillerien immer noch Marktführer. Der Yeni-Raki wird bereits seit dem Jahr 1944 produziert und werden zu einem fairen Preis angeboten.

Zur Herstellung kann man kurz sagen: Die Weintrauben werden reif abgeerntet, getrocknet, vergoren und abschließend destilliert. Im folgenden Schritt wird dann Anissamen beigemischt, abschließend wird die Mischung ein weiteres Mal destilliert.