Diese Besonderheiten der Türkei müssen Sie kennen 1 149

Fußball Türkei

Wer in die Türkei reist, sollte sich im besten Fall schon vorab mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut machen. Dabei geht es nicht nur um religiöse und kulturelle Unterschiede, sondern ganz konkret auch um Besonderheiten. Denn auch die gibt es in der Türkei. Im Folgenden sind einige davon zu finden.

Die lautere Hupe hat oft Recht

Vor allem in den Großstädten wie Istanbul herrscht auf den Straßen oft ein größeres Chaos, als man es aus Deutschland kennt. Stau und Gehupe gehört zum Alltag einfach dazu. Die Verkehrsregeln werden dabei oft gar nicht so stark beachtet – gleiches gilt für Schilder oder auch Fußgängerüberwege. Hier sollte man auf jeden Fall vorsichtig sein und an einer Ampel oder am Zebrastreifen nicht „auf gut Glück“ losgehen.

In den Autos gibt es Sicherheitsgurte, oftmals werden diese aber nicht angelegt. Mit der Sicherheit hat man es nicht überall so. Das fällt auch auf, wenn man Motorradfahrer ohne Helm sieht.

In der Türkei scheint das aber kaum Probleme zu bereiten. Die Menschen vor Ort gehen damit um als sei es normal. Selbst Fußgänger arrangieren sich damit und warten nicht auf grün, sondern laufen zwischen den fahrenden Autos flink umher. Für Reisende kann es helfen, sich am Verhalten der Einwohner zu orientieren.

Fußball ist ein großes Event für Türken

Wie auch in Deutschland regiert auch in der Türkei der König Fußball. Die Begeisterung für den Ballsport ist sehr groß und vor allem unter Männern immer ein Thema, über das man sprechen kann. Das gilt in den großen Städten umso mehr, vor allem bei Derbys zwischen den Istanbuler Vereinen Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce.

In vielen Bars und Kneipen sind Plätze dann nur schwer zu bekommen und überall findet man TV-Geräte oder große Leinwände. Und immer mit dabei: Fangesänge in voller Lautstärke!

Und für Urlauber ist es ebenfalls ganz einfach, Anschluss unter Fußballfans zu finden. Denn auch die deutsche Bundesliga wird in der Türkei verfolgt und gerne gesehen.

Gastfreundschaft wird groß geschrieben

Gastfreundschaft ist in der Türkei ein sehr wichtiger Faktor. Fremde werden freundlich empfangen und nicht selten auch zu Einheimischen eingeladen. An der Tür sollte man dann auf jeden Fall die Schuhe ausziehen, ehe man das Haus betritt.

Und Essen und Trinken wird solange serviert, bis man aufgibt und dies auch deutlich signalisiert.

Ganz allgemein kommen sich die Türken auch körperlich näher. Das beginnt bei den Wangenküssen zur Begrüßung, auch unter guten Bekannten sowie unter Männern.

Raki und typische türkische Speisen gibt es in der warmen Jahreszeit oft auch unter Freunden direkt auf der Straße. Vor allem die Frauen treffen sich dann zum quatschen. Wer sich als Besucher darauf einlassen kann – und seine eigene Distanz ablegt -, kann auf diese Weise schnell neue Kontakte knüpfen und hat auch die Chance, die türkische Kultur hautnah zu erleben.

Kamelkämpfe gehören zur türkischen Tradition

Kulturell muss man sich in der Türkei ganz generell auf einige Besonderheiten einstellen. So gehört der Kamelkampf in der Türkei zur Tradition dazu. Das klingt zunächst gefährlich bis brutal, allerdings ist es durchaus harmloser als man annehmen könnte.

Die Kamele werden bei drohenden Verletzungen direkt voneinander getrennt. Ernsthafte Verletzungen sind daher sehr selten. Aber viele Menschen aus den Dörfern, aber auch Touristen, wohnen den Events oftmals bei. Häufig gibt es dazu große Picknicke, bei denen allerlei Spezialitäten aufgefahren werden.

Ölringen – Sport mit jahrhundertelanger Geschichte

Das Ölringen ist in der Türkei ebenfalls eine Tradition. Im 14. Jahrhundert hat der Sport seine Wurzeln. In Edirne finden zum Beispiel Jahr für Jahr Amateurwettkämpfe statt. In Lederhosen gekleidet und mit Olivenöl eingeriebene Männer versuchen sich hier, sich gegenseitig niederzuringen. Vor allem für Besucher ist dieses Spektakel oftmals mehr als skurril.

Bauchtanz erleben und bestaunen

Gemächlicher geht es da schon beim Bauchtanz dazu, der zu einem Aufenthalt in der Türkei schon beinahe dazugehört. Anders als beim arabischen Bauchtanz ist der türkische Bauchtanz vom Tragen hoher Absatzschuhe geprägt.

Kurioser Aspekt dabei: Obwohl überall in der Türkei Bauchtanz praktiziert wird, ist er gesellschaftlich oft verpönt. Er ist überall zu sehen, dennoch haben Bauchtänzerinnen häufig einen ähnlichen Ruf wie hierzulande Prostituierte.

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Braucht man spezielle Impfungen für die Türkei-Reise? 0 43

Impfungen

Die Türkei ist ein europäisches Land, zumindest zum Teil. Das bedeutet generell, in Europa ausreichende Impfungen bieten auch am Bosporus ausreichenden Schutz. Zumindest kann man das annehmen. Aber wie ist es wirklich? Braucht man spezielle Impfungen, wenn man in die Türkei reist?

Hier gibt es aktuelle Informationen rund um das Thema Impfschutz und erforderliche Reiseimpfungen vor einem Aufenthalt in der Türkei.

Vorab wichtig: es gibt keine besonderen Vorschriften für Impfungen, die Reisende in die Türkei beachten sollten. Allerdings sind generell Impfungen gegen Tetanus, Hepatitis A und auch Diphterie zu empfehlen. Wer länger bleibt und engen Kontakt zu Einheimischen halten will, sollte sich auch gegen Hepatitis B impfen lassen.

Und wer auf Campingplätzen übernachten will, sollte auch eine Typhus Impfung in Betracht ziehen. Zusätzlich empfehlen einige Ärzte auch die Polio-Impfung.

Malaria in einigen Gegenden der Türkei

In einigen Gegenden der Türkei bricht zudem immer mal wieder Malaria aus. Vor allem in Bereichen Anatoliens ist das zwischen Mai und Oktober häufiger der Fall. In jedem Fall sollte man sich hier mit Anti-Mückenspray wappnen. Spezielle Malaria Medikamente können zudem vorsorglich eingenommen oder mit in die Türkei genommen werden. Denn eine Impfung gegen Malaria gibt es bisher noch nicht.

Um sich zudem vor dem gelegentlich auftretenden Krim-Kongo-Fieber zu schützen, sind Zeckenschutzmittel empfehlenswert.

Tollwut-Gefahr: Streunende Hunde besser meiden

Die Tollwut sollten Türkei-Reisende nicht unterschätzen. Vor allem streunende Hunde übertragen sie. Wer gebissen wird, sollte also dringend einen Arzt aufsuchen. Besser ist es häufig, sich vor der Reise gegen Tollwut impfen zu lassen.

Allgemeine Erkrankungen treten zudem oftmals durch Leitungswasser auf. In den Tourismuszentren ist das zwar meist nicht so, außerhalb sollte man aber eher auf das Trinken von Leitungswasser verzichten und dieses auch nicht zum Zähneputzen verwenden. Die bessere Alternative ist hier Wasser aus Flaschen.

Kurzum: generell gibt es für die Türkei keine besonderen Impfvorschriften, allerdings durchaus Impfungen, die man auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte.

Darauf sollte man in der Türkei besser verzichten – No Gos in der Türkei 0 134

Bikini Türkei

Es gibt in der Türkei für Touristen viel zu erleben und beinahe überall kann man etwas entdecken und eine andere Kultur kennenlernen. Doch es gibt – wie auch überall sonst auf der Welt – Dinge, auf die man besser verzichtet. Einige der No Gos in der Türkei werden hier vorgestellt.

So kann man auch einen rundum entspannten Urlaub verbringen.

Flirts sind nicht unbedingt angebracht

Türkische Frauen verhalten sich europäischen Männern gegenüber meist reserviert und wirken schnell arrogant. Auf der anderen Seite können sich deutsche Frauen vor Flirts meist kaum retten. Sie fallen damit aber schnell in ein Raster und gelten als einfach zu haben.

Heißt: Flirts sollte man mit Fremden besser vermeiden und sich etwas reservierter geben. Das sorgt vor allem dafür, dass es am Ende keinerlei Missverständnisse gibt.

Münzen und Fossilien sind keine Souvenirs

Auf das Mitnehmen von alten Münzen oder Fossilien sollte man besser verzichten. Sie gelten – wie auch Steine von Ausgrabungsstätten – als Kulturgut und dürfen nicht ausgeführt werden. Wird man erwischt, landet man schnell im Gefängnis und es drohen Strafen von bis zu zehn Jahren!

Beim Essen ist Schnäuzen nicht erwünscht

Wenn beim Essen die Nase juckt, sollte man sich in der Türkei nicht direkt am Tisch die Nase putzen. Das gehört sich in diesem Land nicht. Stattdessen steht man auf und geht vom Tisch weg. Im besten Fall sucht man zum Schnäuzen die Toiletten auf.

Ebenso sollte man in Restaurants nicht im Bikini oder der Badeshorts auftauchen. Lange Hosen bei Männern und bedeckte Schultern bei Frauen sollten es schon sein. Eine Ausnahme bilden natürlich vielfach Strandbars.

Stichwort Kleidung.

Auch beim Stadtbummel ist der Bikini meist die falsche Wahl. Aber das wäre auch zuhause wohl der Fall. Dennoch gibt es immer wieder Touristen, die freizügig bekleidet durch Innenstädte, über Basare oder durch Einkaufszentren bummeln. Besser nicht!

Knutschen und Fummeln in der Öffentlichkeit lieber unterlassen

Zwar stören sich viele Türken nicht daran, wenn verliebte Urlauber unterwegs turteln, sich küssen und streicheln – doch in der Türkei ist ein solches Verhalten in der Öffentlichkeit eher unüblich.

Daher sollte man die körperliche Nähe besser ins Hotelzimmer verlagern.

In der Türkei gibt es also einige No Gos oder zumindest Verhaltensweisen, die man öffentlich besser vermeidet. Sich ein wenig anpassen ist dabei gar nicht so schwer und man kann so auf jeden Fall einen erholsamen und entspannten Aufenthalt in der Türkei verleben.