Türkische Leckereien und Spezialitäten für den ganzen Tag 1 98

Baklava

Die Türkei bietet nicht nur in Sachen Kultur und Lebensstil eine ganze Reihe an Unterschieden zu Deutschland und anderen Staaten – auch im Bereich der Spezialitäten gibt es eine ganze Reihe an Feinheiten und Leckereien.

Dabei legt die türkische Küche viel Wert auf guten Geschmack. Ob beim Frühstück, beim Mittag oder auch zum Abendessen. Die Türkei hat allerdings weit mehr als Knoblauchsauce oder Köfte zu bieten.

Die nachfolgenden Speisen gehören auf jeden Fall zu Leckereien, die man in der Türkei probieren sollte. Oder aber man bereitet sie zuhause selber zu.

Menemen zum echten türkischen Frühstück

Menemen gibt es in türkischen Hotels eher selten, dafür aber in lokalen Restaurants umso häufiger. Das Gericht Menemen kann einfach selber gemacht werden. Dafür gibt man geschnittene Zwiebeln, Tomaten und Paprika in eine Pfanne und brät sie mit etwas Öl an. Salz, Pfeffer und ein Ei kommen dazu. Gut verrührt ist Menemen dann bereits fertig.

Türkische Pide – lecker in allen Variationen

Pide ist eine Art Fladenbrot und wird auf ganz unterschiedliche Arten gegessen. Dabei sind zum Beispiel diese Variationen möglich:

  • Mantarli Pide: belegt mit Pilzen und Käse
  • Kasarli Pide: geformt wie ein Auge und belegt mit Käse und Eiern
  • Sucuk Pide: belegt mit türkischen Peperoni
  • Karasik Pide: belegt mit Gemüse und Fleisch
  • Kiymali Pide: belegt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomatenstücken
  • Kusbasi Pide: belegt mit kleinen Fleischstücken und Käse

Eine eher deutsche Version ist die Dönerli Pide. Diese wird mit Dönerfleisch oder Kebab belegt und mit Käse überbacken.

Simit – die türkische Brezel

In vielen Orten und Städten findet man Simit Stände. Dort werden die typischen türkischen Brezeln verkauft. Diese Spezialität gibt es beinahe in der ganzen Türkei. Verkauft wird sie meist für ein bis zwei türkische Lira.

Pilaw als Beilage mit Reis und Gemüse

Pilaw ist ein Reisgericht. Verwendet wird hierfür Langkornreis. Hinzu kommen Zwiebeln, Gemüse, Fisch oder Fleisch und Brühe. Im ganzen Orient ist Pilaw bekannt. In der Türkei wird die Gemüse-Variante als Beilage serviert. Ab und an wird statt Reis auch Bulgur verwendet.

Türkische Suppe: Linsensuppe Mercimek Corbasi

Auch Suppen zählen zur türkischen Kulinarik. Die Mercimek Corbasi ist eine Linsensuppe. Sie wird allerdings überall anders zubereitet – mal mit Minze, mal mit Jogurt, mal mit Pfeffer. Auch andere Varianten sind möglich, sodass Mercimek Corbasi immer anders schmeckt.

Kumpir – Streetfood auf Türkisch

Kumpir ist eine große Kartoffel, die gebacken und mit Füllung serviert wird. Als Füllung kommen Käse, Gurken, Wurst, Mais und anderes Gemüse in Frage. Dazu gibt es eine Soße. Auch bei der Kumpir ist es so, dass sie überall anders serviert wird.

Türkisches Dessert: Baklava

Baklava ist eine typisch türkische Nachspeise oder auch Süßspeise. Sie wird aus Blätterteig und Honig hergestellt, dazu kommen auch Pistazien hinein. Ab und an wird Baklava auch mit Rosenwasser verfeinert. Wer Baklava kaufen möchte, sollte dies nicht auf Basaren tun. Die beste Qualität findet man in speziellen Geschäften – das merkt man schnell am Geschmack.

In der Türkei gibt es also einiges zum Schlemmen. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Gerichte, die es zu probieren gibt. Am besten findet man daher einfach selber heraus, welche türkischen Spezialitäten sich wirklich lohnen.

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Wie trinkt man am besten einen türkischen Raki? 0 1132

Der Raki, das türkische Nationalgetränk, wird aus Rosinen, Anis und Weintrauben gebrannt und ist für die Türken viel mehr als nur ein Schnaps. Zum Raki und dessen Genuss haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele unterschiedliche Traditionen entwickelt, dazu gehören natürlich nette Unterhaltungen, viel Spaß und die Geselligkeit.

Der Raki wird in der Türkei fast immer mit Wasser und Eiswürfeln serviert, einen Fehler sollte man jedoch nie machen, den Raki nur mit Eiswürfel zu mischen, dies hat einen ganz einfachen Grund und zwar kristallisiert der Raki bei zu geringer Temperatur, wenn dies passiert, verliert der Raki seinen typischen lakritzähnlichen Geschmack, durch die Beigabe des Wassers wird dieser Verlust vermieden. Genau wegen diesem Effekt, darf der Raki auch nicht im Eisschrank heruntergekühlt werden.

In der Türkei trinkt man den Raki fast immer als Aperitif, für den richtigen Genuss sollte man darauf achten die korrekten Rakigläser nu benutzen, diese besitzen eine längliche Form. Eine kleine Besonderheit ist das Frosten der Rakigläser.

Raki, in seiner Heimat auch gerne als „Löwenmilch“ betitelt, besitzt etwa 40 bis 50 Prozent Alkohol. Die Bezeichnung Löwenmilch entstand durch den Farbton, den der Raki in Verbindung mit Wasser annimmt.

Achtung, hier folgt nun die einzige korrekte Variante, wie man den Raki anmischen soll: Zu Beginn füllt man ca. 3 Fingerbreit Raki in das Schnapsglas, danach folgt die gleiche Menge Wasser (etwa auf 8 bis 10 Grad gekühlt), erst danach kommen die Eiswürfel in den Schnaps. Wie oben schon erklärt ist diese Reihenfolge wichtig, damit der Geschmack erhalten bleibt, würde man als zweiten Schritt die Eiswürfel hinzugeben würde ein Teil des Geschmacks durch das Kristallisieren verloren gehen.

Am besten schmeckt der Raki im Kreise von Freunden, um nicht unfreundlich zu erscheinen, sollte man immer eine Flasche bestellen, dies ist in der Türkei Gang und Gäbe. Den Raki einschenken sollte immer der Älteste der Anwesenden, dieser achtet, so sagt man, darauf, dass jeder die richtige Menge an Alkohol erhält, ist der Älteste der Meinung es wurde zuviel getrunken, sollte dieser für eine Pause sorgen. Häufig wird zum Raki trinken, eine Auswahl an unterschiedlichen kalten und warmen Vorspeisen serviert. Puren Raki serviert man in der Türkei so gut wie nie.

Das Brennen des Rakis war sehr lange dem Staat vorbehalten, aus diesem Grund findet man so gut wie keine Destillerie die eine lange Tradition besitzen, seitdem das staatliche Monopol aufgehoben wurde, sind eine Vielzahl an Destillerien neu entstanden, auch die Qualität des Rakis hat dadurch deutlich zugenommen. Damit der Raki ein volles Aroma entwickeln kann, wird dieser mittlerweile bis zu drei Mal destilliert und danach in Eichenfässern eingelagert.

Die stattliche Marke Yeni-Raki ist trotz der vielen neuen Destillerien immer noch Marktführer. Der Yeni-Raki wird bereits seit dem Jahr 1944 produziert und werden zu einem fairen Preis angeboten.

Zur Herstellung kann man kurz sagen: Die Weintrauben werden reif abgeerntet, getrocknet, vergoren und abschließend destilliert. Im folgenden Schritt wird dann Anissamen beigemischt, abschließend wird die Mischung ein weiteres Mal destilliert.