Türkische Leckereien und Spezialitäten für den ganzen Tag 1 433

Baklava

Die Türkei bietet nicht nur in Sachen Kultur und Lebensstil eine ganze Reihe an Unterschieden zu Deutschland und anderen Staaten – auch im Bereich der Spezialitäten gibt es eine ganze Reihe an Feinheiten und Leckereien.

Dabei legt die türkische Küche viel Wert auf guten Geschmack. Ob beim Frühstück, beim Mittag oder auch zum Abendessen. Die Türkei hat allerdings weit mehr als Knoblauchsauce oder Köfte zu bieten.

Die nachfolgenden Speisen gehören auf jeden Fall zu Leckereien, die man in der Türkei probieren sollte. Oder aber man bereitet sie zuhause selber zu.

Menemen zum echten türkischen Frühstück

Menemen gibt es in türkischen Hotels eher selten, dafür aber in lokalen Restaurants umso häufiger. Das Gericht Menemen kann einfach selber gemacht werden. Dafür gibt man geschnittene Zwiebeln, Tomaten und Paprika in eine Pfanne und brät sie mit etwas Öl an. Salz, Pfeffer und ein Ei kommen dazu. Gut verrührt ist Menemen dann bereits fertig.

Türkische Pide – lecker in allen Variationen

Pide ist eine Art Fladenbrot und wird auf ganz unterschiedliche Arten gegessen. Dabei sind zum Beispiel diese Variationen möglich:

  • Mantarli Pide: belegt mit Pilzen und Käse
  • Kasarli Pide: geformt wie ein Auge und belegt mit Käse und Eiern
  • Sucuk Pide: belegt mit türkischen Peperoni
  • Karasik Pide: belegt mit Gemüse und Fleisch
  • Kiymali Pide: belegt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomatenstücken
  • Kusbasi Pide: belegt mit kleinen Fleischstücken und Käse

Eine eher deutsche Version ist die Dönerli Pide. Diese wird mit Dönerfleisch oder Kebab belegt und mit Käse überbacken.

Simit – die türkische Brezel

In vielen Orten und Städten findet man Simit Stände. Dort werden die typischen türkischen Brezeln verkauft. Diese Spezialität gibt es beinahe in der ganzen Türkei. Verkauft wird sie meist für ein bis zwei türkische Lira.

Pilaw als Beilage mit Reis und Gemüse

Pilaw ist ein Reisgericht. Verwendet wird hierfür Langkornreis. Hinzu kommen Zwiebeln, Gemüse, Fisch oder Fleisch und Brühe. Im ganzen Orient ist Pilaw bekannt. In der Türkei wird die Gemüse-Variante als Beilage serviert. Ab und an wird statt Reis auch Bulgur verwendet.

Türkische Suppe: Linsensuppe Mercimek Corbasi

Auch Suppen zählen zur türkischen Kulinarik. Die Mercimek Corbasi ist eine Linsensuppe. Sie wird allerdings überall anders zubereitet – mal mit Minze, mal mit Jogurt, mal mit Pfeffer. Auch andere Varianten sind möglich, sodass Mercimek Corbasi immer anders schmeckt.

Kumpir – Streetfood auf Türkisch

Kumpir ist eine große Kartoffel, die gebacken und mit Füllung serviert wird. Als Füllung kommen Käse, Gurken, Wurst, Mais und anderes Gemüse in Frage. Dazu gibt es eine Soße. Auch bei der Kumpir ist es so, dass sie überall anders serviert wird.

Türkisches Dessert: Baklava

Baklava ist eine typisch türkische Nachspeise oder auch Süßspeise. Sie wird aus Blätterteig und Honig hergestellt, dazu kommen auch Pistazien hinein. Ab und an wird Baklava auch mit Rosenwasser verfeinert. Wer Baklava kaufen möchte, sollte dies nicht auf Basaren tun. Die beste Qualität findet man in speziellen Geschäften – das merkt man schnell am Geschmack.

In der Türkei gibt es also einiges zum Schlemmen. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Gerichte, die es zu probieren gibt. Am besten findet man daher einfach selber heraus, welche türkischen Spezialitäten sich wirklich lohnen.

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Türkische Pizza (Lahmacun) selber machen 0 1214

Die türkische Pizza, auch Lahmacun („Teig mit Fleisch“) genannt, ist ein traditionelles, leicht zuzubereitendes Gericht in der Türkei. Jedoch gibt es Lahmacun nicht nur in der Türkei, sondern im gesamten Nahen Osten ist diese Speise unter vielen anderen Namen zu finden.

Doch wie bereitet man die leckeren türkischen Pizzen zu? Um die türkische Pizza zuzubereiten, werden im ersten Schritt folgende Zutaten benötigt:

Zuerst die Zutaten für den Teig:
– 500g Mehl
– Eine Packung Hefe
– Ein Teelöffel Salz
– Zirka 250-300ml lauwarmes Wasser
– 40ml Olivenöl
– Eine Prise Zucker

Bei den Beilagen kann man, je nach Geschmack, oder was noch im Kühlschrank vorhanden, ist, beliebig variieren. Eine (Basis-) Möglichkeit wäre folgende:
– 500g Lammfaschiertes, auch Rindfleisch ist alternativ möglich
– Eine große Zwiebel
– Drei Knoblauchzehen
– Sechs bis acht kleine Tomaten, oder eine große Dose geschälte Tomaten
– Zwei Esslöffel Tomatenmark
– Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Sumak und Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian)

Zusätzlich zu den „einfachen/klassischen“ Zutaten, können noch Peperoni, frische Paprika (in Streifen geschnitten), Schafskäse, oder auch Salat hinzugefügt werden. Hier sind der Fantasie und den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt.

Für die Teigzubereitung, die ganze Packung Hefe mit dem lauwarmen Wasser verrühren und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit, Mehl, Salz, Zucker und Olivenöl vermischen, dann nach und nach mit der Hefe vermengen und alles zusammen gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig in eine Schüssel, die mit einem Tuch bedeckt, oder mit einem Deckel leicht zugedeckt wird, für zirka eine Stunde an einem warmen Ort (im Winter am besten nahe der Heizung, im Sommer in der Sonne) stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Danach für die Beilagen der türkischen Pizza, die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und würfelig schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch darin anrösten. Das Faschierte hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder einer Zange zerteilen. Anschließend die Tomaten ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark und ungefähr 50ml Wasser der Pfanne hinzufügen. Die Füllung mit den Gewürzen und Kräuter vervollständigen und zugleich auch abschmecken. Dann noch zwischen 10 und 20 Minuten köcheln lassen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig – er sollte nun aufgegangen sein und ungefähr die doppelte Größe haben – darauf dünn ausrollen. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl beimengen, ist er zu trocken, noch etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen. Den Teig in zirka acht bis zehn gleichgroße Fladen aufteilen, etwas in die Länge ziehen und die ovalen Formen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Fülle nun gleichmäßig, mittig auf die Teigstücke verteilen.
Im Anschluss die Backbleche jeweils 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Pizzen schön knusprig und der Teig goldbraun ist. Noch besser schmeckt die türkische Pizza natürlich, wenn sie in einem echten Pizzaofen rausgebacken wird.

Wenn die Pizzen fertig sind, eventuell nochmals etwas nachwürzen, beziehungsweise frische Petersilie und Basilikumblätter darauf verteilen. Auch eine Joghurtsauce oder ein Kräuterdip kann dazu gereicht werden. Traditionell wird das Lahmacun mit einer Zitronenscheibe serviert.

Die Pizzen schmecken auch als kalter Snack ausgezeichnet und sind ideal zum Mitnehmen geeignet. Hierfür können sie auch, wie ein Sandwich, zusammengeklappt oder zusammengerollt werden. Je länger das türkische Lahmacun steht, desto weicher werden sie allerdings, dadurch intensiviert sich aber häufig auch der Geschmack.

Ayran ist einer der Nationalgetränke der Türkei 0 601

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, vornehmlich aus dem Kaukasus und der Türkei. Es ist ein typisches Erfrischungsgetränk, was auf der Basis von Joghurt, Salz und Wasser hergestellt wird. Im Verhältnis 2 : 1 wird die weiße Flüssigkeit schaumig geschlagen und mit Salz abgeschmeckt. Ganz traditionell wird sogar Schafsmilch benutzt. Die beliebten und häufigsten Sorten verwenden allerdings heute Kuhmilch. Wird der Ayran industriell hergestellt, dann kann auch Milchpermeat verwendet werden. Mittlerweile gilt es als Nationalgetränk in der Türkei. Vielen Gästen wird das Joghurtgetränk als Begrüßung angeboten. Seit dem Low-Carb Hype ist ein Großteil der Sportmagazine voll davon. Es wird versprochen, Ayran ist nicht nur ein Getränk, sondern es verleiht dem Körper Power. Doch wie viel Wahres ist an diesen Aussagen?

Sechs gesunde Gründe

  1. Enthält weniger Kalorien als andere Joghurtdrinks oder sogar Buttermilch. 100 Gramm Ayran besitzen nur 35 Kilokalorien.
  2. Es sind keine Zuckerzusätze vorhanden. Perfekt für eine Low-Carb-Diät.
  3. Der Joghurt wird verdünnt mit Wasser und enthält somit weniger Laktose. Für viele Menschen ein Segen für die Verdauung.
  4. Die Milchsäurebakterien sind sehr gesund für den menschlichen Darm. Die Bakterien wirken probiotisch.
  5. In Milch sind bekanntermaßen viele Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Gut für die Nerven sind das enthaltene Natrium und Kalium. Das Kalzium und Phosphor fördern gesunde Zähne und stabile Knochen.
  6. Nach dem Sport, aufgrund des vielem Schwitzen, sollte der Salzhaushalt aufgefüllt werden. Genau dabei hilft ein leckerer kühler Ayran.

Ganz klassisch wird das Joghurtgetränk in der Türkei zu deftigen, scharfen Fleischgerichten getrunken. Der Milchanteil bindet scharfe Stoffe. Gehen Sie in ein richtiges türkisches Restaurant, wird das Erfrischungsgetränk mit Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinert. Doch es existieren auch noch andere Varianten.

Joghurt trifft auf Obst

Der leichte salzige Geschmack kann den Genießer erst irritieren, doch auch in Verbindung mit Obst passt es wunderbar. In den Kühlregalen werden Sorten wie: Kirsche und Erdbeere angeboten. Doch wollen Sie den Ayran selber herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Fast alle pürierten Früchte passen zu dem Joghurtgetränk. Versuchen Sie es doch einmal mit Feige, Granatapfel oder Banane. Der türkische Joghurt, der zur Herstellung verwendet wird, ist recht säuerlich. Deutschen Joghurtsorten verwenden andere Bakterienstämme. Darum ein Rezept zur Selbstherstellung:

  • Joghurt (2:1)
  • Wasser
  • Pürierte Früchte (zum gleichen Teil wie Wasser)
  • höchstens 2 % Salz
  • entweder 2 tl. Saure Sahne oder ein Spritzer Zitronensaft

Nicht nur in der Türkei

Die Turkvölker verbreiteten dies Getränk unter armenischen Namen „Tan“ und brachten es so nach Russland. Dort ist Tan mit oder ohne Kohlensäure erhältlich. Auch in diesem Land wurde weiter herumexperimentiert. Variante aus Ziegenmilch, mit Dill, Gurkensaft oder anderen Kräutern kamen ins Spiel. Indien und Pakistan trinken eher einen Lassi oder in Afghanistan den Dugh. Selbst bis ins Osmanische Reich ist der flüssige Joghurt vorgedrungen und nennt sich Dhallë.

Gerade im Sommer mögen viele Menschen den erfrischenden Geschmack. Da heute, durch die vielen Einwanderer, die Küche sich verändert, sollte der Ayran nicht nur aus gesundheitlichem Aspekt in den Speiseplan mit aufgenommen werden.