Wie relevant sind die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei? 0 128

Türkei Reisehinweise

Für Reisen in die Türkei gibt es seitens des Auswärtigen Amtes in Deutschland Reisehinweise und auch Sicherheitshinweise. Zur Zeit gelten diese vor allem für Journalisten, die in einigen Fällen keine Akkreditierung bekommen. Aber auch Touristen, die sich abfällig über den türkischen Präsidenten und seine Regierung oder positiv über die Opposition äußern, geraten eventuell in den Fokus der türkischen Behörden.

Gewarnt wird dabei vor allem davor, in sozialen Netzwerken wie Facebook entsprechende Postings zu veröffentlichen, die als Beleidigung gegenüber des Präsidenten aufgefasst werden könnten. In diesem Zusammenhang setze die türkische Justiz einem Tagesschau-Bericht aus dem Oktober 2018 zufolge auf eine „rigorose Strafverfolgung“.

Regierungskritische Meinungsäußerungen sollten vermieden werden

Betroffen sind hiervon vor allem Deutsche, die enge Verbindungen in die Türkei haben oder auch eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Inhalte, die in Deutschland der Meinungsfreiheit unterliegen, könnten in der Türkei dabei auch zu einem Strafverfahren führen, informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite.

Dabei ist unter Umständen auch davon auszugehen, dass Inhalte an die türkischen Behörden weitergegeben werden, die nicht öffentlich gepostet werden. In Frage kommen hierfür zum Beispiel anonyme Denunzianten.

Im besten Fall verzichtet man als im Vorfeld einer Türkei-Reise darauf, sich in den sozialen Netzwerken überhaupt über die Türkei oder ihre Regierung zu äußern. Insbesondere kritische Äußerungen sollten dabei aber in jedem Fall vermieden werden. Wird auch nur die Nähe zu einer regierungskritischen Organisation vermutet – zum Beispiel zur als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung – kann das schwerwiegende Folgen und Konsequenzen nach sich ziehen.

Im schlimmste Falle drohen langjährige Haftstrafen.

Droht deutschen Touristen eine Einreiseverweigerung?

In einigen Fällen wird zusätzlich auch von Einreiseverweigerungen berichtet, sodass deutsche Staatsbürger nicht in die Türkei einreisen dürfen. Gründe hierfür teilt die Türkei generell nicht mit, wie das Auswärtige Amt ausführt. Vermutlich bezieht sich aber auch dieses Vorgehen darauf, dass Informationen anonym weitergegeben wurden.

An der türkischen Grenze wurden zuletzt insbesondere deutsche Staatsbürger mit kurdischem oder alevitischem Familienhintergrund zurückgewiesen.

Reisehinweise für die Türkei ändern sich immer wieder

Nachdem in der Türkei eine Zeit lang auch der Ausnahmezustand herrschte, wurden die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zuletzt immer wieder angepasst. Im Sommer 2018 wurden sie wieder entschärft.

Welches Risiko ist nun generell zu erwarten?

Tendenziell gilt die Annahme, dass Touristen seitens der türkischen Behörden wenig zu befürchten haben. Dies gilt, insofern man sich gegenüber den türkischen Obrigkeiten loyal verhält und sich am besten gar nicht über den Präsidenten oder die politischen Ereignisse die Türkei betreffend äußert.

Wer als Pauschalurlauber in die Türkei reist, ein Vier-Sterne-Hotel mit All Inclusive bewohnt und sich eine Woche lang die Sonne ins Gesicht scheinen lässt, muss kaum mit Repressalien rechnen.

Politisch Aktive sollten hier bereits vorsichtiger sein. In jedem Fall ist vor einer Reise in die Türkei aber ein Blick auf die Webseite des Auswärtigen Amtes anzuraten: Hier sind immer alle aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei zu finden.

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Malls in der Türkei erfreuen sich großer Beliebtheit 0 43

In der Türkei kann man auf dem Basar oder Markt alles kaufen, was das Herz begehrt. Und dazu locken in den Touristenorten und großen Städten auch viele Geschäfte und Läden dazu ein, einiges an Geld auszugeben und sich etwas zu gönnen. Vor allem Touristen schlagen hier oft zu, feilschen und freuen sich am Ende über einen deutlich heruntergehandelten Preis.

Doch auch große Malls werden in der Türkei immer beliebter und locken zahlreiche Besucher und Kunden an. Hier gibt es oftmals eine Vielzahl an Geschäften – von Lebensmitteln über Spielwaren bis hin zu Mode und Co. bekommen die Kunden hier alles geboten, was das Shopping-Herz erfreut. Rund 400 Einkaufszentren gibt es in der Türkei derzeit bereits – die Anzahl nimmt dabei mehr und mehr zu.

Mehr Kunden kommen in die großen Shopping Zentren in der Türkei

Und dazu kommen auch mehr und mehr Kunden in die Malls. Im Jahr 2019 rechnen die Betreiber mit ungefähr 2,4 Milliarden Besuchern in den Zentren. Das gab der Präsident der Shopping-Zentren in der Türkei jetzt bekannt. Im Jahr 2018 waren es 2,3 Milliarden Besucher.

Der Umsatz soll demnach ebenfalls ansteigen. 160 Milliarden Lira sollen es in diesem Jahr werden. Das entspricht einem Euro-Wert von rund 25 Milliarden und ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg (130 Milliarden türkische Lira, ca. 20,3 Milliarden Euro).

Die Einkaufszentren richten sich in der Türkei dabei nicht nur an Einheimische, sondern auch an Touristen. Man freue sich regelrecht, dass viele Touristen während ihrer Urlaube auch die Malls besuchen würden um hier einzukaufen.

Ausrichtung der Malls wird immer wieder angepasst

Die türkischen Malls seien dabei nicht (mehr) nur ein Ort zum Einkaufen, sondern laden auch dazu ein, zu essen und zu trinken oder um Kultur zu erleben. Auch Kino und Entertainment gehören bereits jetzt an vielen Orten mit dazu.

Während die Besucherzahlen Anfang 2019 noch leicht nach unten gingen, stiegen sie in der Folge wieder an. Zudem erwartet der Verbandspräsident einen erneuten Anstieg vor dem Ende der Ferien und auch kurz vor Silvester. Somit dürften die 2,4 Milliarden Besucher dann in diesem Jahr auch erreicht werden.

Dieses Potential sorge auch bei Investoren dafür, dass nach neuen Orten für Einkaufszentren geschaut wird und dass diese bereit sind, neue Malls zu eröffnen. Dabei wird auch darauf geachtet, dass es einen passenden Mix für alle potentiellen Kunden gibt und dass es neben Shopping und Co. auch alternative Angebote in den Einkaufstempeln gibt.

So wichtig ist die Türkei für die deutsche Wirtschaft 0 34

Die Türkei ist für die Menschen in Deutschland in aller erster Linie eines: ein Urlaubsland. Doch auch auf anderer Ebene ist die Türkei für Deutschland von großer Bedeutung. So wird aus Deutschland einiges in die Türkei exportiert – ebenso gibt es aber auch zahlreiche Importe aus der Türkei nach Deutschland.

Das Land am Bosporus spielt daher für die deutsche Wirtschaft eine wichtige Rolle.

Was wird in die Türkei exportiert?

Deutschland exportiert in die Türkei in erster Linie Autos. Der PKW-Export ist ein wichtiger Faktor. Im Jahr 2015 waren es zum Beispiel rund PKW im Wert von rund 3468 Millionen Euro. Dazu kommen Bauteile für PKW und Automobile, diese machten 2015 einen Wert von insgesamt 1243,6 Millionen Euro aus.

Danach folgen Motoren und Motorteile, die ebenfalls in großem Wert in die Türkei exportiert werden. Insgesamt exportiert Deutschland pro Jahr Waren im Wert von mehr als 22 Milliarden Euro in die Türkei – Tendenz steigend.

Was wird aus der Türkei nach Deutschland importiert?

Ebenso wichtig ist die Türkei für die deutsche Wirtschaft aber auch aufgrund der Importe, die ins Land kommen. Wichtigster Faktor hierbei: ebenfalls Motorteile und KFZ-Bauteile. Zusammen kommt dies auf einen Wert von rund 1800 Millionen Euro im Jahr 2015.

T-Shirts folgen im Anschluss, danach kommen PKW. Ebenfalls werden aus der Türkei aber auch Nüsse und Früchte in großer Menge nach Deutschland importiert. Alleine zubereitete Früchte und Nüsse machten im Jahr 2015 einen Wert von rund 450 Millionen Euro aus.

Somit ist die Türkei für Deutschland nicht nur als Urlaubsparadies mit zahlreichen Facetten besonders wichtig, sondern spielt auch für die Wirtschaft hierzulande eine große Rolle. Dinge, die man ansonsten als Urlauber vielleicht nicht immer auf dem Schirm hat…