Was muss ich als Autofahrer in der Türkei beachten? 0 320

Wenn Sie in der Türkei sich unabhängig bewegen möchten, dann ist dafür ein eigenes Auto die beste Wahl. Sie können nun jedes Ziel schnell erreichen und sind nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxen angewiesen. Auf diese Weise sparen Sie viel Geld. Zusätzlich nutzen Sie die Zeit optimal aus und sind beispielsweise pünktlicher, wenn Sie einen Geschäftstermin einhalten müssen. Da das Straßennetz im Land gut ausgebaut ist, erreichen Sie auch die abgelegensten Orte innerhalb kürzester Zeit. Außerdem setzt sich die Regierung für den Ausbau der Autobahnen ein. Da in der Türkei insgesamt weniger Autos angemeldet sind, kommt es bei den Fahrten zu weniger Staus und das Stressniveau liegt niedriger. Trotzdem müssen Sie wissen, welche landesspezifischen Regeln gelten, damit es zu keinen Schwierigkeiten mit den Behörden oder der Polizei kommt.

Allgemeine Voraussetzungen

Damit Sie in der Türkei ein geliehenes Fahrzeug lenken dürfen, müssen Sie mindestens 21 Jahre alt sein. Zusätzlich müssen Sie nachweisen, dass Sie seit mindestens 12 Monaten in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind. Ferner gilt eine allgemeine Gurtpflicht. Halten Sie sich an diese nicht, drohen empfindliche Strafen. Kinder bis zu einem Gewicht von 36 kg dürfen Sie nur in einem geeigneten Kindersitz befördern. Wie in den meisten Ländern gilt auch hier Rechtsverkehr.

Geschwindigkeitsregelungen

Diese sind leicht überschaubar, da es allgemein nur drei Regelungen gibt. Bewegen Sie sich innerhalb einer Ortschaft fort, so dürfen Sie eine Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten. Für den überregionalen Verkehr auf Landstraßen gilt ein Tempolimit, das bei 90 km/h liegt. Auch auf den Autobahnen ist eine Maximalgeschwindigkeit vorgeschrieben. Hier dürfen Sie nicht mehr als 110 km/h fahren.

Beachtenswertes

Auch wenn die Türkei ein modernes Land ist, unterscheiden sich die Regionen sehr. In den großen Ballungszentren herrscht auf den Straßen reger Betrieb, weshalb Sie hier besonders vorsichtig agieren müssen. Viele einheimische Verkehrsteilnehmer missachten bestimmte Regelungen, weshalb die Unfallgefahr hier höher ist. Auch ländliche Regionen bieten Tücke, die oftmals zu Unfällen führen. In diesen Gebieten herrscht eine rege Landwirtschaft, weshalb viele Traktoren und andere Maschinen ihnen auf den Straßen begegnen. Zusätzlich sind Tiere eine weitere Gefahr.

In Istanbul sind zusätzlich die beiden Brücken über den Bosporus kostenpflichtig. Eine von der Entfernung abhängige Maut entfällt ebenfalls auf sechs Autobahnen.

Das Parken in der Türkei

Die meisten angebotenen Parkplätze sind für Sie kostenlos. Doch die Behörden achten darauf, dass Sie nur gekennzeichnete Flächen für das Abstellen nutzen. Halten Sie sich nicht an diese Regelung, so drohen empfindliche Bußgelder. Zusätzlich verfügen die Großstädte über viele gekennzeichnete Parkmöglichkeiten und jedoch oftmals kostenpflichtige Parkhäuser, in denen das Fahrzeug sicher aufbewahrt ist. Diese befinden sich in den meisten Fällen in der Nähe des Stadtzentrums, weshalb Fußwege kurz ausfallen.

Das Tanken

Hier müssen Sie beachten, dass das Netz an Tankstellen nicht so gut ausgebaut ist, wie in anderen europäischen Ländern. Daher achten Sie immer darauf, dass genügend Sprit im Tank ist. Allgemein können Sie zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr tanken. An Autobahnen gibt es Zapfstellen, die 24 Stunden geöffnet haben. Zusätzlich sind die Preise für einen Liter Benzin günstiger als zum Beispiel in Deutschland.

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Türkei-Touristen können von schwacher Lira profitieren 0 116

Lira schwach

Die türkische Währung ist nach wie vor im Sinkflug und immer wieder erreicht sie neue Tiefstwerte. Was für die Wirtschaft in der Türkei und für die Türken selber ein großer Nachteil ist, bietet für Urlauber und Touristen ein großes Potential.

Denn Reisen in die Türkei sind so günstig wie fast noch nie. Die Zimmerpreise sinken und eine Nacht im 5-Sterne-Hotel ist vielerorts schon für weniger als 70 Euro zu haben. Doch auch vor Ort kann man viel Geld sparen und von der schwächelnden Lira profitieren.

Hier gibt es einige Tipps und Hinweise, wo man besonders einfach sparen kann.

Hotelzimmer für kleines Geld buchen

Einen Türkei-Urlaub kann man komfortabel online buchen – und dabei fällt auf, dass die Preise in vielen Hotels niedriger liegen, als man es gewohnt ist. Unter 70 Euro für ein Zimmer im Luxus-Hotel – das lohnt sich! Und die Schnäppchen werden sogar noch lukrativer, wenn man auf ein wenig Luxus verzichten kann oder will.

Zimmer in Vier-Sterne-Hotels sind noch preiswerter, aber auch Pensionen und Ferienhäuser locken mit niedrigen Preisen.

Wer All Inclusive buchen will, kann aber ebenso einfach sparen. Eine Woche zum Teil für rund 200 Euro. Und das Hotel liegt dann vielfach auch noch direkt am Strand! Der nächste Urlaub ist dann gar nicht mehr so fern.

Die niedrigen Lira-Kurse sorgen dafür, dass man als Urlauber einfach sparen kann und günstig und dennoch gut untergebracht ist. Doch nicht nur bei den Hotels und Pensionen gibt es Sparpotential. Auch in anderen Bereichen kann man einfach von niedrigen Preisen ausgehen.

Selbstverpflegung ist preiswert und lecker

Neben den Hotels sind auch Restaurants und Cafés vielerorts gezwungen, ihre Preise anzupassen. So kann man für wenige Euro schon gut Essen gehen, ein frisches türkisches Frühstück genießen oder abends in einer Bar einen Cocktail trinken.

Da stellt sich durchaus die Frage, ob es dieses Jahr tatsächlich eine All Inclusive Reise sein muss.

Ein Tipp: Einfach Halbpension oder nur Frühstück buchen. Die anderen Mahlzeiten kann man dann direkt in der Umgebung einnehmen – und so Land und Leute noch intensiver kennenlernen.

Getränke bekommt man zudem in kleinen Supermärkten preiswert.

Vielfach kann man sich sogar den Wechsel in Lira sparen, da viele Türken inzwischen eher dem Euro vertrauen und die heimische Währung unbeliebter wird. Das bringt Urlauber auch in die Situation, beim Handeln und Feilschen einen Vorteil zu haben.

Eine Hose oder ein Kleid kann man so für rund zehn Euro kaufen – Schnäppchen warten somit beinahe an jeder Ecke.

Braucht man spezielle Impfungen für die Türkei-Reise? 0 84

Impfungen

Die Türkei ist ein europäisches Land, zumindest zum Teil. Das bedeutet generell, in Europa ausreichende Impfungen bieten auch am Bosporus ausreichenden Schutz. Zumindest kann man das annehmen. Aber wie ist es wirklich? Braucht man spezielle Impfungen, wenn man in die Türkei reist?

Hier gibt es aktuelle Informationen rund um das Thema Impfschutz und erforderliche Reiseimpfungen vor einem Aufenthalt in der Türkei.

Vorab wichtig: es gibt keine besonderen Vorschriften für Impfungen, die Reisende in die Türkei beachten sollten. Allerdings sind generell Impfungen gegen Tetanus, Hepatitis A und auch Diphterie zu empfehlen. Wer länger bleibt und engen Kontakt zu Einheimischen halten will, sollte sich auch gegen Hepatitis B impfen lassen.

Und wer auf Campingplätzen übernachten will, sollte auch eine Typhus Impfung in Betracht ziehen. Zusätzlich empfehlen einige Ärzte auch die Polio-Impfung.

Malaria in einigen Gegenden der Türkei

In einigen Gegenden der Türkei bricht zudem immer mal wieder Malaria aus. Vor allem in Bereichen Anatoliens ist das zwischen Mai und Oktober häufiger der Fall. In jedem Fall sollte man sich hier mit Anti-Mückenspray wappnen. Spezielle Malaria Medikamente können zudem vorsorglich eingenommen oder mit in die Türkei genommen werden. Denn eine Impfung gegen Malaria gibt es bisher noch nicht.

Um sich zudem vor dem gelegentlich auftretenden Krim-Kongo-Fieber zu schützen, sind Zeckenschutzmittel empfehlenswert.

Tollwut-Gefahr: Streunende Hunde besser meiden

Die Tollwut sollten Türkei-Reisende nicht unterschätzen. Vor allem streunende Hunde übertragen sie. Wer gebissen wird, sollte also dringend einen Arzt aufsuchen. Besser ist es häufig, sich vor der Reise gegen Tollwut impfen zu lassen.

Allgemeine Erkrankungen treten zudem oftmals durch Leitungswasser auf. In den Tourismuszentren ist das zwar meist nicht so, außerhalb sollte man aber eher auf das Trinken von Leitungswasser verzichten und dieses auch nicht zum Zähneputzen verwenden. Die bessere Alternative ist hier Wasser aus Flaschen.

Kurzum: generell gibt es für die Türkei keine besonderen Impfvorschriften, allerdings durchaus Impfungen, die man auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte.