Malls in der Türkei erfreuen sich großer Beliebtheit 0 107

In der Türkei kann man auf dem Basar oder Markt alles kaufen, was das Herz begehrt. Und dazu locken in den Touristenorten und großen Städten auch viele Geschäfte und Läden dazu ein, einiges an Geld auszugeben und sich etwas zu gönnen. Vor allem Touristen schlagen hier oft zu, feilschen und freuen sich am Ende über einen deutlich heruntergehandelten Preis.

Doch auch große Malls werden in der Türkei immer beliebter und locken zahlreiche Besucher und Kunden an. Hier gibt es oftmals eine Vielzahl an Geschäften – von Lebensmitteln über Spielwaren bis hin zu Mode und Co. bekommen die Kunden hier alles geboten, was das Shopping-Herz erfreut. Rund 400 Einkaufszentren gibt es in der Türkei derzeit bereits – die Anzahl nimmt dabei mehr und mehr zu.

Mehr Kunden kommen in die großen Shopping Zentren in der Türkei

Und dazu kommen auch mehr und mehr Kunden in die Malls. Im Jahr 2019 rechnen die Betreiber mit ungefähr 2,4 Milliarden Besuchern in den Zentren. Das gab der Präsident der Shopping-Zentren in der Türkei jetzt bekannt. Im Jahr 2018 waren es 2,3 Milliarden Besucher.

Der Umsatz soll demnach ebenfalls ansteigen. 160 Milliarden Lira sollen es in diesem Jahr werden. Das entspricht einem Euro-Wert von rund 25 Milliarden und ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg (130 Milliarden türkische Lira, ca. 20,3 Milliarden Euro).

Die Einkaufszentren richten sich in der Türkei dabei nicht nur an Einheimische, sondern auch an Touristen. Man freue sich regelrecht, dass viele Touristen während ihrer Urlaube auch die Malls besuchen würden um hier einzukaufen.

Ausrichtung der Malls wird immer wieder angepasst

Die türkischen Malls seien dabei nicht (mehr) nur ein Ort zum Einkaufen, sondern laden auch dazu ein, zu essen und zu trinken oder um Kultur zu erleben. Auch Kino und Entertainment gehören bereits jetzt an vielen Orten mit dazu.

Während die Besucherzahlen Anfang 2019 noch leicht nach unten gingen, stiegen sie in der Folge wieder an. Zudem erwartet der Verbandspräsident einen erneuten Anstieg vor dem Ende der Ferien und auch kurz vor Silvester. Somit dürften die 2,4 Milliarden Besucher dann in diesem Jahr auch erreicht werden.

Dieses Potential sorge auch bei Investoren dafür, dass nach neuen Orten für Einkaufszentren geschaut wird und dass diese bereit sind, neue Malls zu eröffnen. Dabei wird auch darauf geachtet, dass es einen passenden Mix für alle potentiellen Kunden gibt und dass es neben Shopping und Co. auch alternative Angebote in den Einkaufstempeln gibt.

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Mit dem Zug die Türkei entdecken 0 130

Die Eisenbahn ist auch in der Türkei ein Fortbewegungsmittel, mit dem sich das Land erkunden und kennenlernen lässt. Dabei kann man auf bestimmten Routen sogar direkt in den Iran reisen – natürlich aber auch Istanbul oder die Hauptstadt Ankara besuchen.

Was für Züge fahren in der Türkei?

Die allermeisten Züge werden in der Türkei von der staatlichen Eisenbahn betrieben. Die TCDD ist Betreiber des Schienennetzes. Verbindungen gibt es dabei beinahe überall in der Türkei, zwischen den größeren Städten in jedem Fall. Dabei wird zwischen einigen Zugkategorien unterschieden. Regionalzüge – die Bölgesel – fahren auf einer Vielzahl an Strecken in der Türkei. Dazu gibt es noch folgende Zugkategorien:

  • Hauptstreckenzug (Anahat) – diese Züge bieten schnelle Verbindungen zwischen größeren Städten
  • Highspeed-Züge (Yüksek Hizli) – bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnell und als Verbindung zwischen Istanbul, Ankara und Konya unterwegs
  • Bosphorus Express – mit diesem Zug kann man Rumänien und Bulgarien erreichen, teilweise werden auch Busse eingesetzt
  • Blauer Nachtzug (Mavi Tren) – von Ankara und Konya fährt man damit nach Izmir

Ein Hinweis: in einigen Zügen kann man auch das Fahrrad mitnehmen. Man sollte sich vorab immer informieren, ob dafür eine besondere Fahrkarte erforderlich ist.

Muss man in der Türkei im Zug reservieren?

Generell sind in türkischen Zügen keine Reservierungen notwendig. Lediglich auf einzelnen Strecken ist dies ratsam. Zwischen Istanbul und Ankara oder auf anderen Langstrecken sollte man über eine Reservierung nachdenken.

Reservierungen sind dabei bis zu 15 Tage im Voraus möglich und können am Bahnhof beispielsweise an den Ticket-Automaten vorgenommen werden. Auch am Schalter lassen sich Plätze reservieren.

Wie lange fahren die Züge auf wichtigen türkischen Strecken?

Die Fahrtzeit richtet sich immer nach Abfahrtsort und Ziel. Einige der wichtigen Routen der Türkei und die Fahrtzeiten sind hier aufgelistet:

  • Von Istanbul nach Konya: rund 4 Stunden und 30 Minuten
  • Von Istanbul nach Ankara: ungefähr 4 Stunden und 20 Minuten
  • Von Ankara nach Izmir per Nachtzug: rund 15 Stunden
  • Von Istanbul nach Izmir: ungefähr 9 Stunden (inklusive Fährüberfahrt)

Von Istanbul nach Bukarest in Rumänien ist man ungefähr 14 Stunden unterwegs. In die bulgarische Hauptstadt Sofia sind es etwas mehr als fünf Stunden. Reservierungen sind für diese Strecken erforderlich.

Günstig Zug fahren für Urlauber in der Türkei

Touristen können in der Türkei ebenfalls mit der Bahn reisen und auf diese Weise Land und Leute kennenlernen. Dafür gibt es mit den Interrail Pässen für die Türkei auch Sparmöglichkeiten. Ab 51 Euro lassen sich per Interrail die Strecken der Türkei nutzen – für Jugendliche, Rentner und Familien gibt es zusätzliche Rabatte.

Möchte man nicht nur die Türkei erleben, eignet sich auch ein Global Pass. Dieser kostet ab 208 Euro und macht das Zugfahren in 30 Ländern in Europa möglich – auch in der Türkei.

Zinssenkung in der Türkei kann Inflation beflügeln 0 112

Der neue Notenbank-Chef der Türkei, Murat Uysal, hat die Zinsen in der Türkei deutlich gesenkt. Für die Lira und für die Inflation kann das schwerwiegende Folgen haben. Laut Uysal sollen die geldpolitischen Mittel der Türkei nach wie vor unabhängig genutzt werden, damit die Preise stabil gehalten werden können. Davon ist inzwischen aber nicht mehr unbedingt auszugehen.

Der Leitzins in der Türkei wurde in der vergangenen Woche um 4,25 Prozent gesenkt, liegt nun bei 19,75 Prozent. Beobachter hatten im Vorfeld gerade einmal mit einer Senkung um 2,5 Prozentpunkte gerechnet.

Was bedeutet das für die Lira?

Für die türkische Lira könnte die Senkung deutlich Folgen haben. Direkt nach der Senkung verlor die Währung bereits 0,4 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar. Danach ging es aber ein Stück ins Plus.

Der Kursgewinn wird laut Analysten durch ein gesteigertes Interesse an Anlagemöglichkeiten erklärt. Aber: eine solche Phase kann auch schnell wieder vorbei sein. Bei der Commerzbank kann man die Markt-Reaktion indes nicht nachvollziehen.

Es wird inzwischen gar ein Boomerang Effekt befürchtet. Die Inflationsrate der Türkei lag zuletzt bei rund 16 Prozent. Im Oktober 2018 waren es noch rund 25 Prozent. Die Wirtschaft hatte sich also erholt.

In den kommenden Monaten könnte die Inflation nun also wieder zunehmen und die Wirtschaft in der Türkei ins Wanken bringen. Der türkische Präsident Erdogan fordert in der Zwischenzeit weitere Zinssenkungen.

Was bedeutet die Senkung der Zinsen für Touristen?

Für Touristen dürfte die Senkung des Leitzinses zunächst einmal keine großen Veränderungen bedeuten. Schwächelt die türkische Wirtschaft allerdings wieder deutlicher, bedeutet das unter Umständen Preisvorteile für Urlauber.

Wenn die Lira an Wert verliert, hat der Euro einen höheren Wert und in der Türkei lassen sich eventuell vermehrt Schnäppchen machen. Nicht nur der Urlaub an sich könnte auf diese Weise preiswerter möglich sein, auch könnten die Preise in Restaurants, Cafés und Co. sinken.

Was für Urlauber dann einen erschwinglichen und preiswerten Urlaub bedeutet, kann für türkische Gastronomen, Hotelbetreiber und Co. zu einem Problem werden. Sie sind auf die Einnahmen angewiesen. Sinken diese, brechen auch die Gewinne ein.

Wer sich nicht mehr halten kann, muss schließen oder Personal entlassen. Das wiederum könnte die Auswahl an Hotels oder auch den dort gebotenen Service beeinflussen.

In dieser Hinsicht hat die Senkung des Leitzinses in der Türkei – vor allem auf lange Sicht – mitunter doch einen Effekt auf alle, die das Land besuchen und beispielsweise nur für einen längeren Urlaub vor Ort sind.