Raki, Cay und mehr: türkische Nationalgetränke 0 253

Die Türkei bietet nicht nur kulturell eine ganze Menge, auch die türkische Küche ist bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dabei sind es nicht nur die vielen leckeren Speisen, die man oft auch in Deutschland kennt, sondern auch einige Getränke.

Heiß und kalt, mit oder ohne Alkohol. Davon gibt es einige – hier gibt es eine Übersicht.

Anisschnaps aus der Türkei: Raki

Der Raki ist eines der Nationalgetränke in der Türkei. Es handelt sich dabei um einen Anisschnaps, der meist mit Wasser gemischt wird. Dadurch erhält er seine milchige Farbe. Diese führt dazu, dass Raki umgangssprachlich auch als Löwenmilch bekannt ist.

Touristen trinken Raki als klassischen Schnaps, Einheimische genießen den Anisschnaps vor allem zu einer Mezze-Platte, die es in vielen Fischrestaurants gibt.

Das türkische Getränk schlechthin: Cay

Cay ist der bekannte und vielerorts geschätzte türkische Schwarztee. Dieser hat seinen Ursprung in der türkischen Schwarzmeerregion und stammt aus der Provinz Rize. Hier wird er seit mehr als 100 Jahren angebaut.

Der Cay wird in der Türkei beinahe überall getrunken, auf Basaren, in Cafés oder in eigenen Teegärten. Er wird zwischendurch getrunken und ist somit beinahe allgegenwärtig. Auch bei Touristen ist der türkische Tee sehr beliebt und wird daher auch in vielen Hotels angeboten. Zubereitet wird Cay typischerweise im Caydanlik, der dem russischen Samowar sehr ähnlich ist.

Keine Milch, aber beliebt: Ayran

Ayran besteht aus Jogurt, Salz und Wasser und hat in der türkischen Kultur die längste Geschichte.

Ayran gilt innerhalb der Türkei als sehr gesund und wird bevorzugt zu den türkischen Fleischgerichten wie Köfte oder Adana Kebab getrunken.

Vor allem in Europa gibt es Ayran inzwischen auch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Pfirsich.

Auch in der Türkei geschätzt: Wein

Sarap ist der typische türkische Wein, der seine Geschichte bereits seit tausenden Jahren erzählen kann. Funde türkischer Weinreben sind mehr als 5.000 Jahre alt.

Kein Wunder also, dass der Wein in der Türkei ebenso zum Leben dazugehört. Wer zu Besuch ist, sollte einmal einen echten türkischen Wein kosten – das lohnt sich!

Zimt und Orchideenpulver: Salep

Aus Zimt, Orchideenpulver und Milch wird Salep zubereitet. Seinen Ursprung hat das Heißgetränk in der osmanischen Küche der Paläste. Wer keinen Mokka, Tee oder Kakao trinken möchte, kann an kalten Tagen perfekt zum Salep greifen und sich damit wohlschmeckend aufwärmen.

Serviert wird das Getränk vielerorts auch in Cafés, man kann ihn aber auch selber zubereiten.

Türkisches Bier ohne viel Alkohol: Boza

Aus Hirse wird das türkische Bier Boza gebraut, das lediglich ein Prozent Alkohol enthält. Es schmeckt süßlich und prickelnd und war in ähnlicher Form bereits in der Antike bekannt.

Es ist davon auszugehen, dass Boza seinen Weg durch Nomaden in die Türkei fand.

Der unbekannte Klassiker: Kirschsaft

Viele Menschen wissen nicht, dass Kirschen ursprünglich aus der Türkei kommen. Daher ist es oft auch verwunderlich, dass der Saft der Kirsche in der Türkei so beliebt ist.

Insbesondere in den türkischen Supermärkten findet man eine Vielzahl an Getränken, die aus Kirschsaft bestehen. Sie sind sehr beliebt und schmecken vielfach sehr fruchtig.

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Türkische Leckereien und Spezialitäten für den ganzen Tag 1 491

Baklava

Die Türkei bietet nicht nur in Sachen Kultur und Lebensstil eine ganze Reihe an Unterschieden zu Deutschland und anderen Staaten – auch im Bereich der Spezialitäten gibt es eine ganze Reihe an Feinheiten und Leckereien.

Dabei legt die türkische Küche viel Wert auf guten Geschmack. Ob beim Frühstück, beim Mittag oder auch zum Abendessen. Die Türkei hat allerdings weit mehr als Knoblauchsauce oder Köfte zu bieten.

Die nachfolgenden Speisen gehören auf jeden Fall zu Leckereien, die man in der Türkei probieren sollte. Oder aber man bereitet sie zuhause selber zu.

Menemen zum echten türkischen Frühstück

Menemen gibt es in türkischen Hotels eher selten, dafür aber in lokalen Restaurants umso häufiger. Das Gericht Menemen kann einfach selber gemacht werden. Dafür gibt man geschnittene Zwiebeln, Tomaten und Paprika in eine Pfanne und brät sie mit etwas Öl an. Salz, Pfeffer und ein Ei kommen dazu. Gut verrührt ist Menemen dann bereits fertig.

Türkische Pide – lecker in allen Variationen

Pide ist eine Art Fladenbrot und wird auf ganz unterschiedliche Arten gegessen. Dabei sind zum Beispiel diese Variationen möglich:

  • Mantarli Pide: belegt mit Pilzen und Käse
  • Kasarli Pide: geformt wie ein Auge und belegt mit Käse und Eiern
  • Sucuk Pide: belegt mit türkischen Peperoni
  • Karasik Pide: belegt mit Gemüse und Fleisch
  • Kiymali Pide: belegt mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomatenstücken
  • Kusbasi Pide: belegt mit kleinen Fleischstücken und Käse

Eine eher deutsche Version ist die Dönerli Pide. Diese wird mit Dönerfleisch oder Kebab belegt und mit Käse überbacken.

Simit – die türkische Brezel

In vielen Orten und Städten findet man Simit Stände. Dort werden die typischen türkischen Brezeln verkauft. Diese Spezialität gibt es beinahe in der ganzen Türkei. Verkauft wird sie meist für ein bis zwei türkische Lira.

Pilaw als Beilage mit Reis und Gemüse

Pilaw ist ein Reisgericht. Verwendet wird hierfür Langkornreis. Hinzu kommen Zwiebeln, Gemüse, Fisch oder Fleisch und Brühe. Im ganzen Orient ist Pilaw bekannt. In der Türkei wird die Gemüse-Variante als Beilage serviert. Ab und an wird statt Reis auch Bulgur verwendet.

Türkische Suppe: Linsensuppe Mercimek Corbasi

Auch Suppen zählen zur türkischen Kulinarik. Die Mercimek Corbasi ist eine Linsensuppe. Sie wird allerdings überall anders zubereitet – mal mit Minze, mal mit Jogurt, mal mit Pfeffer. Auch andere Varianten sind möglich, sodass Mercimek Corbasi immer anders schmeckt.

Kumpir – Streetfood auf Türkisch

Kumpir ist eine große Kartoffel, die gebacken und mit Füllung serviert wird. Als Füllung kommen Käse, Gurken, Wurst, Mais und anderes Gemüse in Frage. Dazu gibt es eine Soße. Auch bei der Kumpir ist es so, dass sie überall anders serviert wird.

Türkisches Dessert: Baklava

Baklava ist eine typisch türkische Nachspeise oder auch Süßspeise. Sie wird aus Blätterteig und Honig hergestellt, dazu kommen auch Pistazien hinein. Ab und an wird Baklava auch mit Rosenwasser verfeinert. Wer Baklava kaufen möchte, sollte dies nicht auf Basaren tun. Die beste Qualität findet man in speziellen Geschäften – das merkt man schnell am Geschmack.

In der Türkei gibt es also einiges zum Schlemmen. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Gerichte, die es zu probieren gibt. Am besten findet man daher einfach selber heraus, welche türkischen Spezialitäten sich wirklich lohnen.

Türkische Pizza (Lahmacun) selber machen 0 1283

Die türkische Pizza, auch Lahmacun („Teig mit Fleisch“) genannt, ist ein traditionelles, leicht zuzubereitendes Gericht in der Türkei. Jedoch gibt es Lahmacun nicht nur in der Türkei, sondern im gesamten Nahen Osten ist diese Speise unter vielen anderen Namen zu finden.

Doch wie bereitet man die leckeren türkischen Pizzen zu? Um die türkische Pizza zuzubereiten, werden im ersten Schritt folgende Zutaten benötigt:

Zuerst die Zutaten für den Teig:
– 500g Mehl
– Eine Packung Hefe
– Ein Teelöffel Salz
– Zirka 250-300ml lauwarmes Wasser
– 40ml Olivenöl
– Eine Prise Zucker

Bei den Beilagen kann man, je nach Geschmack, oder was noch im Kühlschrank vorhanden, ist, beliebig variieren. Eine (Basis-) Möglichkeit wäre folgende:
– 500g Lammfaschiertes, auch Rindfleisch ist alternativ möglich
– Eine große Zwiebel
– Drei Knoblauchzehen
– Sechs bis acht kleine Tomaten, oder eine große Dose geschälte Tomaten
– Zwei Esslöffel Tomatenmark
– Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Sumak und Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian)

Zusätzlich zu den „einfachen/klassischen“ Zutaten, können noch Peperoni, frische Paprika (in Streifen geschnitten), Schafskäse, oder auch Salat hinzugefügt werden. Hier sind der Fantasie und den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt.

Für die Teigzubereitung, die ganze Packung Hefe mit dem lauwarmen Wasser verrühren und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit, Mehl, Salz, Zucker und Olivenöl vermischen, dann nach und nach mit der Hefe vermengen und alles zusammen gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig in eine Schüssel, die mit einem Tuch bedeckt, oder mit einem Deckel leicht zugedeckt wird, für zirka eine Stunde an einem warmen Ort (im Winter am besten nahe der Heizung, im Sommer in der Sonne) stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Danach für die Beilagen der türkischen Pizza, die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und würfelig schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch darin anrösten. Das Faschierte hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder einer Zange zerteilen. Anschließend die Tomaten ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark und ungefähr 50ml Wasser der Pfanne hinzufügen. Die Füllung mit den Gewürzen und Kräuter vervollständigen und zugleich auch abschmecken. Dann noch zwischen 10 und 20 Minuten köcheln lassen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig – er sollte nun aufgegangen sein und ungefähr die doppelte Größe haben – darauf dünn ausrollen. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl beimengen, ist er zu trocken, noch etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen. Den Teig in zirka acht bis zehn gleichgroße Fladen aufteilen, etwas in die Länge ziehen und die ovalen Formen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Fülle nun gleichmäßig, mittig auf die Teigstücke verteilen.
Im Anschluss die Backbleche jeweils 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Pizzen schön knusprig und der Teig goldbraun ist. Noch besser schmeckt die türkische Pizza natürlich, wenn sie in einem echten Pizzaofen rausgebacken wird.

Wenn die Pizzen fertig sind, eventuell nochmals etwas nachwürzen, beziehungsweise frische Petersilie und Basilikumblätter darauf verteilen. Auch eine Joghurtsauce oder ein Kräuterdip kann dazu gereicht werden. Traditionell wird das Lahmacun mit einer Zitronenscheibe serviert.

Die Pizzen schmecken auch als kalter Snack ausgezeichnet und sind ideal zum Mitnehmen geeignet. Hierfür können sie auch, wie ein Sandwich, zusammengeklappt oder zusammengerollt werden. Je länger das türkische Lahmacun steht, desto weicher werden sie allerdings, dadurch intensiviert sich aber häufig auch der Geschmack.