Rezept für Baklava – Baklava selber machen 0 29

In der Türkei (und anderen Ländern) ist Baklava eine beliebte Süßspeise. Vielerorts wird sie nach einem ähnlichen Rezept zubereitet, das sich lediglich in Einzelheiten unterscheidet. Dennoch kann es sein, dass Baklava jedes Mal anders schmeckt. Mal süßer, mal weniger süß…

Und das Gute: Baklava kann man auch zuhause recht einfach selber machen und kann die Leckerei bequem nachbacken.

Für gutes Baklava ist vor allem ein guter Filoteig notwendig, genauso kann aber auch ein hochwertiger Yufkateig verwendet werden. Dieser sollte – wenn man ihn fertig kauft – nicht zu trocken aussehen. Der Teig muss noch elastisch sein und darf nicht brüchig werden.

Die Zubereitung ist meist gleich

Auch wenn vereinzelt Blätterteig genutzt wird, ist die Zubereitung für Baklava in vielen Fällen nahezu gleich und es gibt kaum Unterschiede. Der Teig wird in vielen Schichten übereinander gebracht und mit der Füllung „ausstaffiert“. Und nach dem Backen wird Baklava in den allermeisten Fällen mit Sirup oder auch Honig geradezu getränkt.

Lecker ist Baklava auf jeden Fall, aber auch mächtig.

Baklava Rezept

Zutaten und Zubereitung

Folgende Zutaten werden für Baklava gebraucht:

  • 500 Gramm Filoteig
  • 200 Gramm fein gehackte oder grob gemahlene Nüsse
  • ein Teelöffel Zimt
  • 200 Gramm Butter oder Ghee

Daraus wird die Grundlage hergestellt. Die Mandeln und den Zimt mischt man und stellt dies zunächst zur Seite. Dann wird das Fett geschmolzen und der Backofen kann auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden.

Anschließend wiegt man 200 Gramm Filoteig ab und schichtet erst einmal zwei Lagen auf dem Boden einer backofenfesten Form. Darauf kommt die flüssige Butter, bis alles bedeckt ist. Nun wieder Filoteig, Butter und so weiter bis die 200 Gramm Filoteig aufgebraucht sind.

Darauf kommt nun die Mischung aus Nüssen und Zimt, ehe die restlichen 300 Gramm Filoteig mit der Butter wieder wie vorher beschrieben verarbeitet werden. Die Oberfläche wird am Ende noch einmal mit Butter bestrichen, ehe man dann mit einem Messer Linien für das Schneiden vorzeichnen kann. Bereits jetzt schneidet man das Baklava in die gewünschte Form.

Ehe es in den Ofen geht, wird das Baklava mit etwas Wasser besprüht. Das verhindert, dass der Teig allzu stark aufgeht und sorgt für eine knusprige Oberfläche. Für 30 bis 40 Minuten kommt die Form nun in den Ofen.

In dieser Zeit kann der Sirup vorbereitet werden.

Für den Sirup braucht man:

  • 300 Gramm Zucker
  • einen Teelöffel Zitronensaft
  • 200 Milliliter Wasser
  • auf Wunsch: 20 ml Rosenwasser

Der Zucker wird in einem Topf mit Wasser verrührt und aufgekocht, sodass sich der Zucker auflöst. Die Mischung muss dann etwas einreduzieren, bevor der Zitronensaft und das Rosenwasser hinzugegeben werden.

Wenn das Baklava aus dem Ofen geholt wurde, gießt man das überschüssige Fett vorsichtig ab und gießt dann noch heiß den Sirup darüber. Nach dem Abkühlen kann das Baklava dann direkt verzehrt werden.

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Türkische Pizza (Lahmacun) selber machen 0 1055

Die türkische Pizza, auch Lahmacun („Teig mit Fleisch“) genannt, ist ein traditionelles, leicht zuzubereitendes Gericht in der Türkei. Jedoch gibt es Lahmacun nicht nur in der Türkei, sondern im gesamten Nahen Osten ist diese Speise unter vielen anderen Namen zu finden.

Doch wie bereitet man die leckeren türkischen Pizzen zu? Um die türkische Pizza zuzubereiten, werden im ersten Schritt folgende Zutaten benötigt:

Zuerst die Zutaten für den Teig:
– 500g Mehl
– Eine Packung Hefe
– Ein Teelöffel Salz
– Zirka 250-300ml lauwarmes Wasser
– 40ml Olivenöl
– Eine Prise Zucker

Bei den Beilagen kann man, je nach Geschmack, oder was noch im Kühlschrank vorhanden, ist, beliebig variieren. Eine (Basis-) Möglichkeit wäre folgende:
– 500g Lammfaschiertes, auch Rindfleisch ist alternativ möglich
– Eine große Zwiebel
– Drei Knoblauchzehen
– Sechs bis acht kleine Tomaten, oder eine große Dose geschälte Tomaten
– Zwei Esslöffel Tomatenmark
– Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Sumak und Kräuter (zum Beispiel Petersilie, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian)

Zusätzlich zu den „einfachen/klassischen“ Zutaten, können noch Peperoni, frische Paprika (in Streifen geschnitten), Schafskäse, oder auch Salat hinzugefügt werden. Hier sind der Fantasie und den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt.

Für die Teigzubereitung, die ganze Packung Hefe mit dem lauwarmen Wasser verrühren und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit, Mehl, Salz, Zucker und Olivenöl vermischen, dann nach und nach mit der Hefe vermengen und alles zusammen gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig in eine Schüssel, die mit einem Tuch bedeckt, oder mit einem Deckel leicht zugedeckt wird, für zirka eine Stunde an einem warmen Ort (im Winter am besten nahe der Heizung, im Sommer in der Sonne) stehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. Danach für die Beilagen der türkischen Pizza, die Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und würfelig schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und gehackte Zwiebel und Knoblauch darin anrösten. Das Faschierte hinzugeben und mit einem Kochlöffel oder einer Zange zerteilen. Anschließend die Tomaten ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark und ungefähr 50ml Wasser der Pfanne hinzufügen. Die Füllung mit den Gewürzen und Kräuter vervollständigen und zugleich auch abschmecken. Dann noch zwischen 10 und 20 Minuten köcheln lassen.

Eine Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig – er sollte nun aufgegangen sein und ungefähr die doppelte Größe haben – darauf dünn ausrollen. Wenn der Teig sehr klebt, noch etwas Mehl beimengen, ist er zu trocken, noch etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen. Den Teig in zirka acht bis zehn gleichgroße Fladen aufteilen, etwas in die Länge ziehen und die ovalen Formen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Fülle nun gleichmäßig, mittig auf die Teigstücke verteilen.
Im Anschluss die Backbleche jeweils 15 Minuten in den Backofen geben, bis die Pizzen schön knusprig und der Teig goldbraun ist. Noch besser schmeckt die türkische Pizza natürlich, wenn sie in einem echten Pizzaofen rausgebacken wird.

Wenn die Pizzen fertig sind, eventuell nochmals etwas nachwürzen, beziehungsweise frische Petersilie und Basilikumblätter darauf verteilen. Auch eine Joghurtsauce oder ein Kräuterdip kann dazu gereicht werden. Traditionell wird das Lahmacun mit einer Zitronenscheibe serviert.

Die Pizzen schmecken auch als kalter Snack ausgezeichnet und sind ideal zum Mitnehmen geeignet. Hierfür können sie auch, wie ein Sandwich, zusammengeklappt oder zusammengerollt werden. Je länger das türkische Lahmacun steht, desto weicher werden sie allerdings, dadurch intensiviert sich aber häufig auch der Geschmack.

Ayran ist einer der Nationalgetränke der Türkei 0 475

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, vornehmlich aus dem Kaukasus und der Türkei. Es ist ein typisches Erfrischungsgetränk, was auf der Basis von Joghurt, Salz und Wasser hergestellt wird. Im Verhältnis 2 : 1 wird die weiße Flüssigkeit schaumig geschlagen und mit Salz abgeschmeckt. Ganz traditionell wird sogar Schafsmilch benutzt. Die beliebten und häufigsten Sorten verwenden allerdings heute Kuhmilch. Wird der Ayran industriell hergestellt, dann kann auch Milchpermeat verwendet werden. Mittlerweile gilt es als Nationalgetränk in der Türkei. Vielen Gästen wird das Joghurtgetränk als Begrüßung angeboten. Seit dem Low-Carb Hype ist ein Großteil der Sportmagazine voll davon. Es wird versprochen, Ayran ist nicht nur ein Getränk, sondern es verleiht dem Körper Power. Doch wie viel Wahres ist an diesen Aussagen?

Sechs gesunde Gründe

  1. Enthält weniger Kalorien als andere Joghurtdrinks oder sogar Buttermilch. 100 Gramm Ayran besitzen nur 35 Kilokalorien.
  2. Es sind keine Zuckerzusätze vorhanden. Perfekt für eine Low-Carb-Diät.
  3. Der Joghurt wird verdünnt mit Wasser und enthält somit weniger Laktose. Für viele Menschen ein Segen für die Verdauung.
  4. Die Milchsäurebakterien sind sehr gesund für den menschlichen Darm. Die Bakterien wirken probiotisch.
  5. In Milch sind bekanntermaßen viele Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Gut für die Nerven sind das enthaltene Natrium und Kalium. Das Kalzium und Phosphor fördern gesunde Zähne und stabile Knochen.
  6. Nach dem Sport, aufgrund des vielem Schwitzen, sollte der Salzhaushalt aufgefüllt werden. Genau dabei hilft ein leckerer kühler Ayran.

Ganz klassisch wird das Joghurtgetränk in der Türkei zu deftigen, scharfen Fleischgerichten getrunken. Der Milchanteil bindet scharfe Stoffe. Gehen Sie in ein richtiges türkisches Restaurant, wird das Erfrischungsgetränk mit Minze, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinert. Doch es existieren auch noch andere Varianten.

Joghurt trifft auf Obst

Der leichte salzige Geschmack kann den Genießer erst irritieren, doch auch in Verbindung mit Obst passt es wunderbar. In den Kühlregalen werden Sorten wie: Kirsche und Erdbeere angeboten. Doch wollen Sie den Ayran selber herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Fast alle pürierten Früchte passen zu dem Joghurtgetränk. Versuchen Sie es doch einmal mit Feige, Granatapfel oder Banane. Der türkische Joghurt, der zur Herstellung verwendet wird, ist recht säuerlich. Deutschen Joghurtsorten verwenden andere Bakterienstämme. Darum ein Rezept zur Selbstherstellung:

  • Joghurt (2:1)
  • Wasser
  • Pürierte Früchte (zum gleichen Teil wie Wasser)
  • höchstens 2 % Salz
  • entweder 2 tl. Saure Sahne oder ein Spritzer Zitronensaft

Nicht nur in der Türkei

Die Turkvölker verbreiteten dies Getränk unter armenischen Namen „Tan“ und brachten es so nach Russland. Dort ist Tan mit oder ohne Kohlensäure erhältlich. Auch in diesem Land wurde weiter herumexperimentiert. Variante aus Ziegenmilch, mit Dill, Gurkensaft oder anderen Kräutern kamen ins Spiel. Indien und Pakistan trinken eher einen Lassi oder in Afghanistan den Dugh. Selbst bis ins Osmanische Reich ist der flüssige Joghurt vorgedrungen und nennt sich Dhallë.

Gerade im Sommer mögen viele Menschen den erfrischenden Geschmack. Da heute, durch die vielen Einwanderer, die Küche sich verändert, sollte der Ayran nicht nur aus gesundheitlichem Aspekt in den Speiseplan mit aufgenommen werden.