Wichtige türkische Feiertage auf einen Blick 0 147

Während in Deutschland Weihnachten und Ostern gefeiert wird, sind die Feiertage in der Türkei deutlich weniger christlich geprägt. Immerhin ist die Türkei ein Land, in dem der Islam die Oberhand hat und dementsprechend sind auch die Feiertage andere. Hier gibt es eine Übersicht über wichtige türkische Feiertage mitsamt ihrer Bedeutung.

Neujahr in der Türkei

Am 1. Januar wird in der Türkei der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Beinahe so wie in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt. Yılbaşı spielt für viele Türken eine wichtige Rolle.

Feiertag der Nationalen Souveränität und des Kindes

Erst am 23. April steht in der Türkei dann der nächste Feiertag an. Der Feiertag der Nationalen Souveränität und des Kindes erinnert an die Eröffnung der Nationalversammlung. Außerdem wird die Souveränität der Fundamente der Republik in der Türkei gefeiert.

Tag der Arbeit und Solidarität

Wie auch in Deutschland wird in der Türkei der Tag der Arbeit (und Solidarität) gefeiert. Am 1. Mai wird der Emek ve Dayanışma Günü begangen.

Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Atatürk

Am 19. Mai steht die Jugend, der Sport und das Gedenken an Atatürk im Mittelpunkt in der Türkei. An diesem Tag kam Atatürk in Samsun an und der türkische Befreiungskrieg hat begonnen.

Tag des Sieges

Der entscheidende Sieg im Befreiungskrieg wurde am 30. August erzielt. Dafür gibt es mit dem Tag des Sieges – türkisch Zafer Bayramı – einen eigenen Feiertag.

Fest des Fastenbrechens

Das Fest des Fastenbrechens ist in der Türkei ein Feiertag, der nach dem islamischen Kalender gefeiert wird und im gregorianischen Kalender somit immer zu anderen Terminen stattfindet. Mit diesem Fest wird das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert.

Feiertag der Veteranen

Beim Feiertag der Veteranen am 19. September handelt es sich in der Türkei um keinen gesetzlichen Feiertag. Dennoch wird an diesem Tag den Kriegsveteranen und Kriegshelden gedacht.

Feiertag der Republik

Der Feiertag der Republik wird am 29. Oktober in der Türkei gefeiert. Cumhuriyet Bayramı erinnert an das Ausrufen der türkischen Republik durch Atatürk im Jahr 1923.

Opferfest

Auch das Opferfest ist ein fixer Feiertag im islamischen Kalender, im gregorianischen Kalender jedoch beweglich. Es handelt sich beim Opferfest um den höchsten Feiertag des Islams. Der Feiertag erinnert wird in Gedenken an den Propheten Ibrahim gefeiert, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern.

Gedenktag für Demokratie und Freiheiten

Der Gedenktag für Demokratie und Freiheiten ist ein noch junger Feiertag in der Türkei. Er erinnert an den Putschversuch im Jahr 2016 und wird am 15. Juli begangen. Er hat den Hintergrund, den Opfern des Putschversuches zu Gedenken.

Zu den jeweiligen Feiertagen finden in der Türkei vielfach auch in ländlichen Bereichen Veranstaltungen statt. Ringkämpfe sind beliebt oder auch andere Sportevents. Zudem gibt es häufig auch Militärparaden oder Fackelumzüge.

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Mit dem Zug die Türkei entdecken 0 128

Die Eisenbahn ist auch in der Türkei ein Fortbewegungsmittel, mit dem sich das Land erkunden und kennenlernen lässt. Dabei kann man auf bestimmten Routen sogar direkt in den Iran reisen – natürlich aber auch Istanbul oder die Hauptstadt Ankara besuchen.

Was für Züge fahren in der Türkei?

Die allermeisten Züge werden in der Türkei von der staatlichen Eisenbahn betrieben. Die TCDD ist Betreiber des Schienennetzes. Verbindungen gibt es dabei beinahe überall in der Türkei, zwischen den größeren Städten in jedem Fall. Dabei wird zwischen einigen Zugkategorien unterschieden. Regionalzüge – die Bölgesel – fahren auf einer Vielzahl an Strecken in der Türkei. Dazu gibt es noch folgende Zugkategorien:

  • Hauptstreckenzug (Anahat) – diese Züge bieten schnelle Verbindungen zwischen größeren Städten
  • Highspeed-Züge (Yüksek Hizli) – bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnell und als Verbindung zwischen Istanbul, Ankara und Konya unterwegs
  • Bosphorus Express – mit diesem Zug kann man Rumänien und Bulgarien erreichen, teilweise werden auch Busse eingesetzt
  • Blauer Nachtzug (Mavi Tren) – von Ankara und Konya fährt man damit nach Izmir

Ein Hinweis: in einigen Zügen kann man auch das Fahrrad mitnehmen. Man sollte sich vorab immer informieren, ob dafür eine besondere Fahrkarte erforderlich ist.

Muss man in der Türkei im Zug reservieren?

Generell sind in türkischen Zügen keine Reservierungen notwendig. Lediglich auf einzelnen Strecken ist dies ratsam. Zwischen Istanbul und Ankara oder auf anderen Langstrecken sollte man über eine Reservierung nachdenken.

Reservierungen sind dabei bis zu 15 Tage im Voraus möglich und können am Bahnhof beispielsweise an den Ticket-Automaten vorgenommen werden. Auch am Schalter lassen sich Plätze reservieren.

Wie lange fahren die Züge auf wichtigen türkischen Strecken?

Die Fahrtzeit richtet sich immer nach Abfahrtsort und Ziel. Einige der wichtigen Routen der Türkei und die Fahrtzeiten sind hier aufgelistet:

  • Von Istanbul nach Konya: rund 4 Stunden und 30 Minuten
  • Von Istanbul nach Ankara: ungefähr 4 Stunden und 20 Minuten
  • Von Ankara nach Izmir per Nachtzug: rund 15 Stunden
  • Von Istanbul nach Izmir: ungefähr 9 Stunden (inklusive Fährüberfahrt)

Von Istanbul nach Bukarest in Rumänien ist man ungefähr 14 Stunden unterwegs. In die bulgarische Hauptstadt Sofia sind es etwas mehr als fünf Stunden. Reservierungen sind für diese Strecken erforderlich.

Günstig Zug fahren für Urlauber in der Türkei

Touristen können in der Türkei ebenfalls mit der Bahn reisen und auf diese Weise Land und Leute kennenlernen. Dafür gibt es mit den Interrail Pässen für die Türkei auch Sparmöglichkeiten. Ab 51 Euro lassen sich per Interrail die Strecken der Türkei nutzen – für Jugendliche, Rentner und Familien gibt es zusätzliche Rabatte.

Möchte man nicht nur die Türkei erleben, eignet sich auch ein Global Pass. Dieser kostet ab 208 Euro und macht das Zugfahren in 30 Ländern in Europa möglich – auch in der Türkei.

Zinssenkung in der Türkei kann Inflation beflügeln 0 105

Der neue Notenbank-Chef der Türkei, Murat Uysal, hat die Zinsen in der Türkei deutlich gesenkt. Für die Lira und für die Inflation kann das schwerwiegende Folgen haben. Laut Uysal sollen die geldpolitischen Mittel der Türkei nach wie vor unabhängig genutzt werden, damit die Preise stabil gehalten werden können. Davon ist inzwischen aber nicht mehr unbedingt auszugehen.

Der Leitzins in der Türkei wurde in der vergangenen Woche um 4,25 Prozent gesenkt, liegt nun bei 19,75 Prozent. Beobachter hatten im Vorfeld gerade einmal mit einer Senkung um 2,5 Prozentpunkte gerechnet.

Was bedeutet das für die Lira?

Für die türkische Lira könnte die Senkung deutlich Folgen haben. Direkt nach der Senkung verlor die Währung bereits 0,4 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar. Danach ging es aber ein Stück ins Plus.

Der Kursgewinn wird laut Analysten durch ein gesteigertes Interesse an Anlagemöglichkeiten erklärt. Aber: eine solche Phase kann auch schnell wieder vorbei sein. Bei der Commerzbank kann man die Markt-Reaktion indes nicht nachvollziehen.

Es wird inzwischen gar ein Boomerang Effekt befürchtet. Die Inflationsrate der Türkei lag zuletzt bei rund 16 Prozent. Im Oktober 2018 waren es noch rund 25 Prozent. Die Wirtschaft hatte sich also erholt.

In den kommenden Monaten könnte die Inflation nun also wieder zunehmen und die Wirtschaft in der Türkei ins Wanken bringen. Der türkische Präsident Erdogan fordert in der Zwischenzeit weitere Zinssenkungen.

Was bedeutet die Senkung der Zinsen für Touristen?

Für Touristen dürfte die Senkung des Leitzinses zunächst einmal keine großen Veränderungen bedeuten. Schwächelt die türkische Wirtschaft allerdings wieder deutlicher, bedeutet das unter Umständen Preisvorteile für Urlauber.

Wenn die Lira an Wert verliert, hat der Euro einen höheren Wert und in der Türkei lassen sich eventuell vermehrt Schnäppchen machen. Nicht nur der Urlaub an sich könnte auf diese Weise preiswerter möglich sein, auch könnten die Preise in Restaurants, Cafés und Co. sinken.

Was für Urlauber dann einen erschwinglichen und preiswerten Urlaub bedeutet, kann für türkische Gastronomen, Hotelbetreiber und Co. zu einem Problem werden. Sie sind auf die Einnahmen angewiesen. Sinken diese, brechen auch die Gewinne ein.

Wer sich nicht mehr halten kann, muss schließen oder Personal entlassen. Das wiederum könnte die Auswahl an Hotels oder auch den dort gebotenen Service beeinflussen.

In dieser Hinsicht hat die Senkung des Leitzinses in der Türkei – vor allem auf lange Sicht – mitunter doch einen Effekt auf alle, die das Land besuchen und beispielsweise nur für einen längeren Urlaub vor Ort sind.