Derzeit keine Hitzewelle in der Türkei erwartet 0 36

Während hier in Deutschland und allgemein Mitteleuropa zur Zeit durchaus hohe Temperaturen herrschen und vielerorts von einer Hitzewelle gesprochen wird, lässt es sich in der Türkei derweil gut aushalten. Sommerliche Temperaturen gibt es, von einer Hitzewelle ist dort allerdings nicht zu sprechen.

In Deutschland werden derzeit vielerorts mehr als 35 Grad Celsius gemessen, in Alanya werden im Vergleich dazu im Verlauf der Woche maximal 32 Grad Celsius erwartet. Hinzu kommt, dass die meisten Touristen das Klima in der Türkei ganz anders wahrnehmen und mit den dortigen 32 Grad besser zurechtkommen als mit den hiesigen Temperaturen. Das heißt im Klartext: einem erholsamen Sommerurlaub in der Türkei steht nichts im Wege.

2017 gab es eine längere Hitzeperiode

Anders sah dies im Jahr 2017 aus. Damals kam eine große Hitzewelle aus Afrika in Richtung Türkei – und heizte das Land deutlich auf. In Alanya stiegen die Temperaturen auf bis zu 42 Grad, in Istanbul zeigte das Thermometer bis zu 37 Grad an und auch in Izmir wurden 41 Grad gemessen.

Dies ging soweit, dass die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Zumindest in der Zeit von 10 bis 16 Uhr. In einzelnen Provinzen gab es für Schwangere sogar hitzefrei, wenn diese in öffentlichen Einrichtungen tätig waren.

Die hohen Temperaturen sorgten im Sommer 2017 außerdem dafür, dass die Badeseen und Schwimmbäder des Landes sehr stark besucht waren. In Istanbul sprangen Kinder in den Springbrunnen der Stadt herum – dies wurde trotz eigentlich geltender Verbote toleriert.

Während die Touristen in den Hotelpools ihre Erfrischung und Abkühlung bekamen, blieb für die Einheimischen teilweise nur der Sprung in den Bosporus.

Der Sommer 2019 sollte im Rahmen bleiben

In diesem Sommer ist – zumindest aktuell – nicht von derartiger Hitze in der Türkei auszugehen. Zu erwarten sind stattdessen normale Sommertemperaturen für die Türkei. Dass diese auch einmal im Bereich um 32 bis 35 Grad liegen können, ist vor allem auch erfahrenen Türkei-Urlaubern bekannt.

Hinzu kommt, dass man als Tourist im Urlaub meist auch schlicht höhere Temperaturen erwartet und deutlich besser damit umgehen kann, als würde man zuhause zur Arbeit gehen müssen. Viele Reisende sehen das Phänomen Wetter im Urlaub somit deutlich entspannter – und richten sich auch danach.

Der Mittagshitze wird mit einer kleinen Mittagsruhe aus dem Weg gegangen und neben einem Sprung ins Meer oder den Pool bieten auch gekühlte Getränke und Cocktails entsprechende Abkühlung.

Und die Einheimischen? Die sind derartige Temperaturen seit Jahren gewöhnt und arrangieren sich ebenfalls damit. In den Hotels gibt es Klimaanlagen, zuhause wird eine Ruhezeit eingeplant.

Somit steht dem sommerlichen Vergnügen auch in diesem Jahr tatsächlich nichts im Wege.

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Top 7: Das sind die größten Städte der Türkei 1 54

Istanbul kennen die meisten Deutschen, Ankara als Hauptstadt vielleicht noch – und dann kommen vielfach die typischen Touristenorte wie Alanya, Lara oder teilweise auch Antalya. Allerdings hat die Türkei eine ganze Reihe an Großstädten zu bieten. Und damit auch viel Kultur, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und vieles mehr.

Die sieben größten türkischen Städte werden hier vorgestellt.

Platz 1: Istanbul

Mit ungefähr 15 Millionen Einwohnern ist Istanbul – früher Konstaninopel – die größte Stadt in der Türkei und Heimat für die meisten Menschen. Zu den 15 Millionen Einwohnern kommen jedes Jahr um die 12 Millionen Touristen. Langweilig wird es in der Stadt am Marmarameer somit nicht.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Hagia Sophia, das Museum der Unschuld oder auch der Taksim-Platz.

Platz 2: Ankara

Zweitgrößte Stadt der Türkei ist Ankara mit knapp 5,3 Millionen Einwohnern. Obwohl vielfach angenommen wird, Istanbul sei die Hauptstadt der Türkei, ist dies in Wirklichkeit Ankara.

In Ankara kann die bekannte Zitadelle besucht werden, ebenso lohnt sich aber auch ein Besuch im Stadtteil Ulus, wo es die Caracalla-Thermen zu sehen gibt. Diese sind ein Relikt der alten Römer und bis heute gut erhalten.

Platz 3: Izmir

Izmir war früher unter dem lateinischen Namen Smyrna bekannt und ist heute Zuhause für rund 4,1 Millionen Menschen. Damit ist Izmir die drittgrößte Stadt der Türkei. Schon um 6.000 vor Christus wurde die Region besiedelt. Heute findet man in Izmir den zweitgrößten Hafen in der Türkei.

In der Region Izmir findet man zwei der bekannten Sieben Kirchen der Apokalypse aus der Bibel. Außerdem ist hier auch das Haus der Mutter Maria zu finden. Izmir ist somit durchaus einen Besuch wert.

Platz 4: Bursa

Auf dem vierten Platz der größten Städte in der Türkei findet man Bursa. Hier wohnen rund 2,9 Millionen Menschen. Das Grabmal von Sultan Mehmed I. befindet sich in Bursa. Zudem können Besucher hier auch die Grabmale der osmanischen Sultane Osman I. sowie Orhan I.

Der Seidenbasar der Stadt ist zudem weit bekannt und ein beliebter Anlaufpunkt.

Platz 5: Adana

Adana ist das Zuhause von rund 1,8 Millionen Menschen und somit die fünftgrößte Stadt der Türkei. In der Tiefebene Çukurova ist Adana die größte Stadt.

Mit der Çukurova-Universität ist in Adana eine der größten Universitäten des Landes angesiedelt. Mehr als 45.000 Studenten lernen hier.

Zu den Highlights zählt die Steinbrücke über den Fluss Seyhan, die unter dem römischen Kaiser Hadrian errichtet wurde. Auch die Ulu-Moschee ist einen Besuch wert, ebenso auch das Archäologische Museum Adana.

Platz 6: Gaziantep

In Gaziantep leben rund 1,8 Millionen Menschen. Die Stadt ist damit fast so groß wie Adana. Hier leben nicht nur Türken und Kurden, auch Araber sind hier heimisch.

Einen Besuch wert ist in Gaziantep das Zeugma-Mosaik-Museum, das wohl das größte Mosaikmuseum weltweit ist. Außerdem ist auch die Große Synagoge der Stadt ein bekanntes Monument. Es wurde 2012 restauriert. Die Juden der Stadt haben Gaziantep jedoch schon in den 1970er Jahren verlassen.

Platz 7: Konya

In Konya leben aktuell knapp 1,1 Millionen Menschen. Zur Stadt gehört auch die gleichnamige Provinz Konya. Dabei handelt es sich um die flächenmäßig größte Provinz des Landes.

Konya hat für Besucher ebenfalls einiges zu bieten. Die Hacı-Veyiszade-Moschee gehört unter anderem zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenso bietet sich auch ein Besuch im Atatürk-Museum oder im Karatay-Museum an.

Und auch Studenten fühlen sich in Konya wohl. Die ansässige Selçuk Üniversitesi ist Lernort für mehr als 85.000 Studenten und damit die zahlenmäßig größte Universität in der Türkei.

Wie weit kommt man in der Türkei mit Deutsch? 0 97

Türkisch Deutsch

Als Tourist in einem fremden Land, spricht man in aller Regel nicht die Sprache der Einheimischen. Im Falle der Türkei wäre das Türkisch. Die wenigsten deutschen Urlauber sprechen – bis auf wenige Worte oder mit Hilfe eines Wörterbuches – Türkisch und kommen mit Deutsch oder auch Englisch gut zurecht. Doch wie weit reicht das? Kommt man wirklich den ganzen Urlaub oder während einer Geschäftsreise ohne Türkischkenntnisse aus?

Fakt ist: für rund 90 Prozent der Einwohner der Türkei, ist Türkisch die Muttersprache. Sobald sie Englisch oder Deutsch sprechen, verlassen sie ihr gewohntes Terrain und begeben sich vielfach in einen anderen Kulturbereich. Dennoch erwarten viele Urlauber, dass Zimmermädchen, Kellner und Co. mit ihnen auf Deutsch sprechen können.

In Ferienregionen ist Deutsch meist kein Problem

Sicher, wer in Side, Belek und Co. urlaubt und sich in den Touristenzentren aufhält, kommt mit Deutsch schon recht weit. Im Notfall ist Englisch auch passend und wird meist verstanden. Anders sieht es aber meist in den ländlicheren Regionen aus.

Wer in der Türkei also eine Rundreise macht oder aber abseits der „gängigen Pfade“ unterwegs ist, sollte zumindest ein Türkisch-Wörterbuch dabei haben oder Grundkenntnisse der türkischen Sprache beherrschen. Zumindest „Bitte“, „Danke“ und andere Begriffe sollte man in der Muttersprache der Menschen, mit denen man kommuniziert, beherrschen.

Viele Deutsche haben vor allem mit dem Klang des Türkischen ihre Probleme oder scheitern an den vielen Üs in der Sprache. Doch in Wörterbüchern sind die Begriffe meist auch in Lautschrift notiert, sodass man die Aussprache üben kann. Sprachkurse in Hörbuch-Form und Co. eignen sich zudem auch für den Flug in die Türkei und man kann sich somit ideal auf den eigenen Urlaub einstimmen.

Viele Urlauber sind zudem sehr stolz, wenn sie ihr Bier an der Hotelbar am ersten Abend auf Türkisch bestellen können oder im Restaurant die türkischsprachigen Schilder lesen können.

Muss man wirklich Türkisch sprechen können?

Nein, zwingend muss man kein Türkisch sprechen. Hilfreich ist es aber vielfach in kleineren Dörfern oder auf dem Land – oder auf dem Basar, wenn man handeln möchte.

In den Touristengebieten ist Englisch zudem immer präsent und man kommt damit sehr weit. Viele Türken lernen zudem Deutsch und wollen mit den Urlaubern direkt kommunizieren – vor allem natürlich in Branchen, die vom Tourismus leben. Ein weiterer Grund: viele Türken haben Verwandte im deutschsprachigen Raum und kommen so mit der Sprache direkt in Kontakt. Das hohe Maß an Gastfreundschaft trägt ebenso dazu bei, dass vielfach Deutsch gesprochen wird.

Kurzum: es ist sicherlich sinnvoll, sich vor einem Urlaub in der Türkei ein wenig die Sprache der Türken anzueignen und sich mit wichtigen Begriffen zu befassen. In aller Regel kommen Touristen aber auch mit Deutsch oder zumindest Englisch weiter.

Ein Tipp: ein Wörterbuch sollte trotzdem immer dabei sein und hilft dann auch im Falle eines Falles oder bei drohenden Missverständnissen.