Wie sehen die Zollbestimmungen in der Türkei aus? 0 64

Für die Ein- und Ausreise als Tourist sind die Zollbestimmungen in der Türkei sehr wichtig. Jeder muss sich immer an die Ein- und Ausreisebestimmungen halten und dabei sind Herkunfts- und Zielland wichtig. Zudem sollte sich jeder auch über die Visa- und Einreisebestimmungen informieren.

Wie sehen die Zollbestimmungen aus?

Für die Einfuhr in die Türkei gibt es generell Mengenbegrenzungen. Es handelt um 250 Gramm Pfeifentabak, 200 Gramm blauer Tabak, 200 Gramm Kautabaks oder 50 Gramm Schnupftabak. Außerdem 250 Gramm Zigarettentabak, 100 Stück Zigarren, 100 Stück Zigarillos und 200 Stück Zigaretten. Bei Getränken mit über 22 Prozent Alkoholgehalt ist es 1 Liter und auch bei Getränken bis zu 22 Prozent ist es 1 Liter. 5 Stück von Toilettenartikeln und Hautpflegemitteln sollten beachtet werden hinzu kommen 1 Kilogramm Süßigkeiten, 1 Kilogramm Schokolade, 1 Kilogramm Tee, 1 Kilogramm löslicher Kaffee und 1 Kilogramm Kaffee.

Reisende unter 18 Jahren dürfen nicht alkoholische Getränke oder Tabakwaren einführen. Jeder sollte wissen, dass der türkische Zoll und die Polizei keinen Spaß verstehen, wenn es um Suchtmittel geht, die eingeführt werden sollen. Gefängnisstrafen drohen bereits bei geringfügigen Mengen und das gleiche gilt sogar bei dem Kauf der Suchtmittel in der Türkei. Zollfrei dürfen bis zu dem Gesamtwert von 300 Euro in die Türkei Geschenkartikel, Medikamente, medizinische Artikel und persönliche Gebrauchsgegenstände eingeführt werden.

Für die Transitreisenden gelten die Bestimmungen nicht. Werden Sachen von der Türkei mit nach Deutschland genommen, werden andere Grenzen gefunden. Diese liegen dann bei etwa 430 oder 300 Euro. Nachdem sich die Zollbestimmungen oft in kurzer Zeit ändern, sollten diese immer vor der Reise geprüft werden. Die rechtsverbindlichen Auskünfte gibt es bei dem Türkischen Zollamt oder bei der Türkischen Botschaft.

Was sollte noch für die Zollbestimmungen beachtet werden?

Devisen dürfen in die Türkei unbegrenzt eingeführt werden. Die Sicherheits- und Zollbeamten sind allerdings bevollmächtigt, dass die Quelle von dem eingeführten Bargeld geprüft wird. Nicht deklarierte Beträge können zu Problemen führen. Ausführen darf jeder nur 5.000 US Dollar oder den Gegenwert in Türkischen Lira. Sonst ist eine Voranmeldung wichtig, damit mehr Geld ausführt werden kann. Bei dem Umtausch von Lira in Euro muss die Quittung vorgelegt werden, wenn Geld in der Türkei getauscht wird. Bei dem persönlichen Schmuck sollte der Wert von 15.000 Euro nicht überschritten werden. Bei der Einreise muss sonst der Wert den Zollbehörden gemeldet werden.

Wird in der Türkei Schmuck gekauft, sind Nachweise bei der Ausfuhr wichtig. Die Kultur- und Naturgüter werden besonders geschützt und so dürfen nicht Kunstgegenstände, Vasen oder Sachen von antiken Ausgrabungen ausgeführt werden. Für die Ausfuhr von Kulturgütern gibt es empfindliche Gefängnisstrafen.

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Zinssenkung in der Türkei kann Inflation beflügeln 0 130

Der neue Notenbank-Chef der Türkei, Murat Uysal, hat die Zinsen in der Türkei deutlich gesenkt. Für die Lira und für die Inflation kann das schwerwiegende Folgen haben. Laut Uysal sollen die geldpolitischen Mittel der Türkei nach wie vor unabhängig genutzt werden, damit die Preise stabil gehalten werden können. Davon ist inzwischen aber nicht mehr unbedingt auszugehen.

Der Leitzins in der Türkei wurde in der vergangenen Woche um 4,25 Prozent gesenkt, liegt nun bei 19,75 Prozent. Beobachter hatten im Vorfeld gerade einmal mit einer Senkung um 2,5 Prozentpunkte gerechnet.

Was bedeutet das für die Lira?

Für die türkische Lira könnte die Senkung deutlich Folgen haben. Direkt nach der Senkung verlor die Währung bereits 0,4 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar. Danach ging es aber ein Stück ins Plus.

Der Kursgewinn wird laut Analysten durch ein gesteigertes Interesse an Anlagemöglichkeiten erklärt. Aber: eine solche Phase kann auch schnell wieder vorbei sein. Bei der Commerzbank kann man die Markt-Reaktion indes nicht nachvollziehen.

Es wird inzwischen gar ein Boomerang Effekt befürchtet. Die Inflationsrate der Türkei lag zuletzt bei rund 16 Prozent. Im Oktober 2018 waren es noch rund 25 Prozent. Die Wirtschaft hatte sich also erholt.

In den kommenden Monaten könnte die Inflation nun also wieder zunehmen und die Wirtschaft in der Türkei ins Wanken bringen. Der türkische Präsident Erdogan fordert in der Zwischenzeit weitere Zinssenkungen.

Was bedeutet die Senkung der Zinsen für Touristen?

Für Touristen dürfte die Senkung des Leitzinses zunächst einmal keine großen Veränderungen bedeuten. Schwächelt die türkische Wirtschaft allerdings wieder deutlicher, bedeutet das unter Umständen Preisvorteile für Urlauber.

Wenn die Lira an Wert verliert, hat der Euro einen höheren Wert und in der Türkei lassen sich eventuell vermehrt Schnäppchen machen. Nicht nur der Urlaub an sich könnte auf diese Weise preiswerter möglich sein, auch könnten die Preise in Restaurants, Cafés und Co. sinken.

Was für Urlauber dann einen erschwinglichen und preiswerten Urlaub bedeutet, kann für türkische Gastronomen, Hotelbetreiber und Co. zu einem Problem werden. Sie sind auf die Einnahmen angewiesen. Sinken diese, brechen auch die Gewinne ein.

Wer sich nicht mehr halten kann, muss schließen oder Personal entlassen. Das wiederum könnte die Auswahl an Hotels oder auch den dort gebotenen Service beeinflussen.

In dieser Hinsicht hat die Senkung des Leitzinses in der Türkei – vor allem auf lange Sicht – mitunter doch einen Effekt auf alle, die das Land besuchen und beispielsweise nur für einen längeren Urlaub vor Ort sind.

Malls in der Türkei erfreuen sich großer Beliebtheit 0 126

In der Türkei kann man auf dem Basar oder Markt alles kaufen, was das Herz begehrt. Und dazu locken in den Touristenorten und großen Städten auch viele Geschäfte und Läden dazu ein, einiges an Geld auszugeben und sich etwas zu gönnen. Vor allem Touristen schlagen hier oft zu, feilschen und freuen sich am Ende über einen deutlich heruntergehandelten Preis.

Doch auch große Malls werden in der Türkei immer beliebter und locken zahlreiche Besucher und Kunden an. Hier gibt es oftmals eine Vielzahl an Geschäften – von Lebensmitteln über Spielwaren bis hin zu Mode und Co. bekommen die Kunden hier alles geboten, was das Shopping-Herz erfreut. Rund 400 Einkaufszentren gibt es in der Türkei derzeit bereits – die Anzahl nimmt dabei mehr und mehr zu.

Mehr Kunden kommen in die großen Shopping Zentren in der Türkei

Und dazu kommen auch mehr und mehr Kunden in die Malls. Im Jahr 2019 rechnen die Betreiber mit ungefähr 2,4 Milliarden Besuchern in den Zentren. Das gab der Präsident der Shopping-Zentren in der Türkei jetzt bekannt. Im Jahr 2018 waren es 2,3 Milliarden Besucher.

Der Umsatz soll demnach ebenfalls ansteigen. 160 Milliarden Lira sollen es in diesem Jahr werden. Das entspricht einem Euro-Wert von rund 25 Milliarden und ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg (130 Milliarden türkische Lira, ca. 20,3 Milliarden Euro).

Die Einkaufszentren richten sich in der Türkei dabei nicht nur an Einheimische, sondern auch an Touristen. Man freue sich regelrecht, dass viele Touristen während ihrer Urlaube auch die Malls besuchen würden um hier einzukaufen.

Ausrichtung der Malls wird immer wieder angepasst

Die türkischen Malls seien dabei nicht (mehr) nur ein Ort zum Einkaufen, sondern laden auch dazu ein, zu essen und zu trinken oder um Kultur zu erleben. Auch Kino und Entertainment gehören bereits jetzt an vielen Orten mit dazu.

Während die Besucherzahlen Anfang 2019 noch leicht nach unten gingen, stiegen sie in der Folge wieder an. Zudem erwartet der Verbandspräsident einen erneuten Anstieg vor dem Ende der Ferien und auch kurz vor Silvester. Somit dürften die 2,4 Milliarden Besucher dann in diesem Jahr auch erreicht werden.

Dieses Potential sorge auch bei Investoren dafür, dass nach neuen Orten für Einkaufszentren geschaut wird und dass diese bereit sind, neue Malls zu eröffnen. Dabei wird auch darauf geachtet, dass es einen passenden Mix für alle potentiellen Kunden gibt und dass es neben Shopping und Co. auch alternative Angebote in den Einkaufstempeln gibt.