Wie weit kommt man in der Türkei mit Deutsch? 0 68

Türkisch Deutsch

Als Tourist in einem fremden Land, spricht man in aller Regel nicht die Sprache der Einheimischen. Im Falle der Türkei wäre das Türkisch. Die wenigsten deutschen Urlauber sprechen – bis auf wenige Worte oder mit Hilfe eines Wörterbuches – Türkisch und kommen mit Deutsch oder auch Englisch gut zurecht. Doch wie weit reicht das? Kommt man wirklich den ganzen Urlaub oder während einer Geschäftsreise ohne Türkischkenntnisse aus?

Fakt ist: für rund 90 Prozent der Einwohner der Türkei, ist Türkisch die Muttersprache. Sobald sie Englisch oder Deutsch sprechen, verlassen sie ihr gewohntes Terrain und begeben sich vielfach in einen anderen Kulturbereich. Dennoch erwarten viele Urlauber, dass Zimmermädchen, Kellner und Co. mit ihnen auf Deutsch sprechen können.

In Ferienregionen ist Deutsch meist kein Problem

Sicher, wer in Side, Belek und Co. urlaubt und sich in den Touristenzentren aufhält, kommt mit Deutsch schon recht weit. Im Notfall ist Englisch auch passend und wird meist verstanden. Anders sieht es aber meist in den ländlicheren Regionen aus.

Wer in der Türkei also eine Rundreise macht oder aber abseits der „gängigen Pfade“ unterwegs ist, sollte zumindest ein Türkisch-Wörterbuch dabei haben oder Grundkenntnisse der türkischen Sprache beherrschen. Zumindest „Bitte“, „Danke“ und andere Begriffe sollte man in der Muttersprache der Menschen, mit denen man kommuniziert, beherrschen.

Viele Deutsche haben vor allem mit dem Klang des Türkischen ihre Probleme oder scheitern an den vielen Üs in der Sprache. Doch in Wörterbüchern sind die Begriffe meist auch in Lautschrift notiert, sodass man die Aussprache üben kann. Sprachkurse in Hörbuch-Form und Co. eignen sich zudem auch für den Flug in die Türkei und man kann sich somit ideal auf den eigenen Urlaub einstimmen.

Viele Urlauber sind zudem sehr stolz, wenn sie ihr Bier an der Hotelbar am ersten Abend auf Türkisch bestellen können oder im Restaurant die türkischsprachigen Schilder lesen können.

Muss man wirklich Türkisch sprechen können?

Nein, zwingend muss man kein Türkisch sprechen. Hilfreich ist es aber vielfach in kleineren Dörfern oder auf dem Land – oder auf dem Basar, wenn man handeln möchte.

In den Touristengebieten ist Englisch zudem immer präsent und man kommt damit sehr weit. Viele Türken lernen zudem Deutsch und wollen mit den Urlaubern direkt kommunizieren – vor allem natürlich in Branchen, die vom Tourismus leben. Ein weiterer Grund: viele Türken haben Verwandte im deutschsprachigen Raum und kommen so mit der Sprache direkt in Kontakt. Das hohe Maß an Gastfreundschaft trägt ebenso dazu bei, dass vielfach Deutsch gesprochen wird.

Kurzum: es ist sicherlich sinnvoll, sich vor einem Urlaub in der Türkei ein wenig die Sprache der Türken anzueignen und sich mit wichtigen Begriffen zu befassen. In aller Regel kommen Touristen aber auch mit Deutsch oder zumindest Englisch weiter.

Ein Tipp: ein Wörterbuch sollte trotzdem immer dabei sein und hilft dann auch im Falle eines Falles oder bei drohenden Missverständnissen.

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Wie relevant sind die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei? 0 75

Türkei Reisehinweise

Für Reisen in die Türkei gibt es seitens des Auswärtigen Amtes in Deutschland Reisehinweise und auch Sicherheitshinweise. Zur Zeit gelten diese vor allem für Journalisten, die in einigen Fällen keine Akkreditierung bekommen. Aber auch Touristen, die sich abfällig über den türkischen Präsidenten und seine Regierung oder positiv über die Opposition äußern, geraten eventuell in den Fokus der türkischen Behörden.

Gewarnt wird dabei vor allem davor, in sozialen Netzwerken wie Facebook entsprechende Postings zu veröffentlichen, die als Beleidigung gegenüber des Präsidenten aufgefasst werden könnten. In diesem Zusammenhang setze die türkische Justiz einem Tagesschau-Bericht aus dem Oktober 2018 zufolge auf eine „rigorose Strafverfolgung“.

Regierungskritische Meinungsäußerungen sollten vermieden werden

Betroffen sind hiervon vor allem Deutsche, die enge Verbindungen in die Türkei haben oder auch eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Inhalte, die in Deutschland der Meinungsfreiheit unterliegen, könnten in der Türkei dabei auch zu einem Strafverfahren führen, informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite.

Dabei ist unter Umständen auch davon auszugehen, dass Inhalte an die türkischen Behörden weitergegeben werden, die nicht öffentlich gepostet werden. In Frage kommen hierfür zum Beispiel anonyme Denunzianten.

Im besten Fall verzichtet man als im Vorfeld einer Türkei-Reise darauf, sich in den sozialen Netzwerken überhaupt über die Türkei oder ihre Regierung zu äußern. Insbesondere kritische Äußerungen sollten dabei aber in jedem Fall vermieden werden. Wird auch nur die Nähe zu einer regierungskritischen Organisation vermutet – zum Beispiel zur als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung – kann das schwerwiegende Folgen und Konsequenzen nach sich ziehen.

Im schlimmste Falle drohen langjährige Haftstrafen.

Droht deutschen Touristen eine Einreiseverweigerung?

In einigen Fällen wird zusätzlich auch von Einreiseverweigerungen berichtet, sodass deutsche Staatsbürger nicht in die Türkei einreisen dürfen. Gründe hierfür teilt die Türkei generell nicht mit, wie das Auswärtige Amt ausführt. Vermutlich bezieht sich aber auch dieses Vorgehen darauf, dass Informationen anonym weitergegeben wurden.

An der türkischen Grenze wurden zuletzt insbesondere deutsche Staatsbürger mit kurdischem oder alevitischem Familienhintergrund zurückgewiesen.

Reisehinweise für die Türkei ändern sich immer wieder

Nachdem in der Türkei eine Zeit lang auch der Ausnahmezustand herrschte, wurden die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zuletzt immer wieder angepasst. Im Sommer 2018 wurden sie wieder entschärft.

Welches Risiko ist nun generell zu erwarten?

Tendenziell gilt die Annahme, dass Touristen seitens der türkischen Behörden wenig zu befürchten haben. Dies gilt, insofern man sich gegenüber den türkischen Obrigkeiten loyal verhält und sich am besten gar nicht über den Präsidenten oder die politischen Ereignisse die Türkei betreffend äußert.

Wer als Pauschalurlauber in die Türkei reist, ein Vier-Sterne-Hotel mit All Inclusive bewohnt und sich eine Woche lang die Sonne ins Gesicht scheinen lässt, muss kaum mit Repressalien rechnen.

Politisch Aktive sollten hier bereits vorsichtiger sein. In jedem Fall ist vor einer Reise in die Türkei aber ein Blick auf die Webseite des Auswärtigen Amtes anzuraten: Hier sind immer alle aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei zu finden.

Wandern in der Türkei – Wanderurlaub 0 70

Wanderung

Fernab des Pauschal-Tourismus und Familienreisen, eignet sich die Türkei auch hervorragend für einen Wanderurlaub. Zahlreiche Wanderrouten gibt es in der Türkei und viele davon lassen das Land aus ganz anderen Blickwinkeln erscheinen.

Einige der Wanderrouten der Türkei werden hier vorgestellt – und machen auf diese Weise vielleicht Lust, bei der nächsten Reise in die Türkei einmal die Wanderschuhe einzupacken.

Yediburunla Wanderung – Rundtour

Dieser Rundtrip verläuft auf dem bekannten Lykischen Weg (türkisch: Lykia Yolu). Es handelt sich dabei um einen gut markierten Abschnitt, der zwischen den Dörfern Gey und Bel zu finden ist. Er führt entlang der Yediburunla-Halbinsel und der Küste. Hier zieren Olivenhaine den Weg, es gibt Ziegenherden und kleine Wäldchen. Immer wieder gibt es dazu einen traumhaften Blick auf das Meer und die umliegende Natur.

Zurück geht es dann – weniger traumhaft – entlang einer kaum befahrenen Straße zwischen den beiden Ortschaften. Und selbst wenn der Wanderweg nun nicht mehr so herrlich erscheint, sind es die Ausblicke nach wie vor.

Die Limanağzı-Bucht von Kas aus entdecken

Die Limanagzi-Bucht ist entweder nur per Boot oder aber zu Fuß zu erreichen. Diese Wanderung führt bis in die Bucht, in der es Restaurants und auch Möglichkeiten zur Übernachtung gibt. Ein Shuttle-Boot führt auf Wunsch zurück nach Kas.

Der Wanderweg ist während der ganzen Strecke gut markiert und folgt ebenfalls dem Lykischen Weg – zumindest zu großen Teilen.

Das Uzengi Tal kennenlernen

Diese Wanderung beginnt im Ort Bahceli und führt bis nach Ayvali. Dort geht es weiter in das Uzengi Tal. An einem Bachlauf vorbei findet man Höhlenwohnungen sowie fluvial geformte Wände.

Die steilen Wände beherbergen Taubenkolinien und werden – wie auch die Höhlen – bis heute wirtschaftlich genutzt. In den Höhlen lassen sich aufgrund der konstanten Temperatur von rund 10 Grad vor allem Lebensmittel gut lagern.

Dabei führt die Wanderung auch durch den Ort Mustafapasha. Hier waren bis in die 1920er Jahre griechisch-orthodoxe Familien angesiedelt. Dadurch ist auch der Häuserstil der Ortschaft bis heute geprägt.

Die Türkei bietet darüber hinaus noch eine Vielzahl anderer Wanderwege und Routen für Anfänger und Fortgeschrittene. An der Küste und im Innenland sind diese zu finden.