Als Selbstversorger in der Türkei – darauf gilt es zu achten 0 165

Nicht immer muss es ein All Inclusive Urlaub im Hotel sein. In der Türkei kann man auch eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus oder gar eine große Villa buchen und hier seinen ganz eigenen, individuellen Urlaub verbringen. Dabei gibt es aber durchaus Aspekte, die man beachten sollte. Vor allem, wenn man sich größtenteils selber versorgen möchte und nicht drei Mal am Tag ein großes Buffet aufgebaut wird.

Worauf man als Selbstversorger im Türkei-Urlaub achten sollte, ist hier zu lesen.

Wo ist der nächste Supermarkt?

Im besten Fall klärt man bereits vor der Anreise, wo man in der Nähe des Feriendomizils einen Supermarkt findet. Somit ist schon vorab sichergestellt, dass man wichtige Lebensmittel wie Trinkwasser, Milch, Eier, Kartoffeln und anderes Gemüse sowie Obst direkt vor Ort bekommen kann.

Auch der Standort und die Termine für Märkte und Basare sind vielfach hilfreich, da man in der Türkei auch hier in aller Regel alles für den täglichen Bedarf finden kann.

Und: natürlich findet man im Supermarkt auch Haushaltswaren wie Toilettenpapier, Küchenrolle oder Geschirrspülmittel. Hier bietet es sich allerdings an, vor dem Einkauf abzuchecken, was im Ferienhaus bereits vorhanden ist.

Welche Kosten müssen einkalkuliert werden?

Wird ein All Inclusive Urlaub gebucht, kann man vorab schon exakt sagen, was man dafür bezahlt. Bei einem Selbstversorger-Urlaub in der Türkei ist das nicht so einfach. Immerhin kommen zur Unterkunft dann noch die Kosten für Lebensmittel und Co. hinzu.

Hier sollte man – zumindest grob – mit den anfallenden Kosten für den gleichen Zeitraum rechnen, die man auch in Deutschland hat. Verreist man für zwei Wochen, sollte für Lebensmittel also das gleiche Budget bereitstehen wie für zwei Wochen in Deutschland auch.

Zwar ist der Kurs der Lira momentan für deutsche Touristen eher als günstig und man wird für Grundnahrungsmittel vielleicht weniger bezahlen, allerdings ist es im Urlaub oft auch so, dass man sich ab und an etwas Gönnen möchte – auch dafür sollte das entsprechende Budget also bereitstehen.

Was wird gekocht?

Meistens nimmt man am Tag drei Mahlzeiten zu sich: Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Doch im Urlaub lassen viele Reisende auch mal „Fünf gerade“ sein und verzichten auf das Mittagessen.

Das bietet sich vor allem beim heißen Temperaturen an und man kann dann beispielsweise zum Abend hin in Ruhe ein warmes Essen zubereiten. Mittags kann man den kleinen Hunger mit einem Snack überbrücken.

Empfehlenswert sind für Urlaube vielfach einfache Speisen, die sich schnell zubereiten lassen und ohne viel Aufwand auf dem Tisch stehen. Denn wer die Natur und Vielseitigkeit der Türkei erleben kann, möchte nicht unbedingt lange in der Küche stehen. Zudem bietet es sich an, den anschließenden Abwasch gemeinsam zu erledigen, damit dieser ebenso schnell fertig ist.

Noch eine Anregung: es kann sich auch lohnen, einmal original türkische Speisen zuzubereiten. Auf dem Markt kann man zum Beispiel einfach mit Einheimischen ins Gespräch kommen und nachfragen, was diese gerne essen. Mitunter lernt man so direkt neue Geschmäcker kennen und kann noch ein Stück tiefer in die türkische Kultur eintauchen.

Was man vorab noch klären sollte

Vor Urlaubsbeginn sollte man also wissen, wo man Lebensmittel und mehr einkaufen kann und auch, welches Budget man hierfür einplanen sollte.

Aber es gibt noch einige weitere Details, die man vorab klären sollte. Dazu gehören unter anderem diese Punkte:

  • Gibt es in der Ferienunterkunft eine vollausgestattete Küche?
  • Steht vielleicht auch ein Grill zur Verfügung?
  • Sind Gewürze wie Salz, Pfeffer, Curry und mehr vorhanden?
  • Gibt es einen großen Kühlschrank und eventuell auch einen Gefrierschrank?

Hier lohnt es sich vielfach, vorher beim Anbieter der Ferienwohnung nachzufragen und alles zu besprechen.

Dann steht einem Urlaub als Selbstversorger in der Türkei nichts mehr im Wege.

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Mit dem Zug die Türkei entdecken 0 128

Die Eisenbahn ist auch in der Türkei ein Fortbewegungsmittel, mit dem sich das Land erkunden und kennenlernen lässt. Dabei kann man auf bestimmten Routen sogar direkt in den Iran reisen – natürlich aber auch Istanbul oder die Hauptstadt Ankara besuchen.

Was für Züge fahren in der Türkei?

Die allermeisten Züge werden in der Türkei von der staatlichen Eisenbahn betrieben. Die TCDD ist Betreiber des Schienennetzes. Verbindungen gibt es dabei beinahe überall in der Türkei, zwischen den größeren Städten in jedem Fall. Dabei wird zwischen einigen Zugkategorien unterschieden. Regionalzüge – die Bölgesel – fahren auf einer Vielzahl an Strecken in der Türkei. Dazu gibt es noch folgende Zugkategorien:

  • Hauptstreckenzug (Anahat) – diese Züge bieten schnelle Verbindungen zwischen größeren Städten
  • Highspeed-Züge (Yüksek Hizli) – bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnell und als Verbindung zwischen Istanbul, Ankara und Konya unterwegs
  • Bosphorus Express – mit diesem Zug kann man Rumänien und Bulgarien erreichen, teilweise werden auch Busse eingesetzt
  • Blauer Nachtzug (Mavi Tren) – von Ankara und Konya fährt man damit nach Izmir

Ein Hinweis: in einigen Zügen kann man auch das Fahrrad mitnehmen. Man sollte sich vorab immer informieren, ob dafür eine besondere Fahrkarte erforderlich ist.

Muss man in der Türkei im Zug reservieren?

Generell sind in türkischen Zügen keine Reservierungen notwendig. Lediglich auf einzelnen Strecken ist dies ratsam. Zwischen Istanbul und Ankara oder auf anderen Langstrecken sollte man über eine Reservierung nachdenken.

Reservierungen sind dabei bis zu 15 Tage im Voraus möglich und können am Bahnhof beispielsweise an den Ticket-Automaten vorgenommen werden. Auch am Schalter lassen sich Plätze reservieren.

Wie lange fahren die Züge auf wichtigen türkischen Strecken?

Die Fahrtzeit richtet sich immer nach Abfahrtsort und Ziel. Einige der wichtigen Routen der Türkei und die Fahrtzeiten sind hier aufgelistet:

  • Von Istanbul nach Konya: rund 4 Stunden und 30 Minuten
  • Von Istanbul nach Ankara: ungefähr 4 Stunden und 20 Minuten
  • Von Ankara nach Izmir per Nachtzug: rund 15 Stunden
  • Von Istanbul nach Izmir: ungefähr 9 Stunden (inklusive Fährüberfahrt)

Von Istanbul nach Bukarest in Rumänien ist man ungefähr 14 Stunden unterwegs. In die bulgarische Hauptstadt Sofia sind es etwas mehr als fünf Stunden. Reservierungen sind für diese Strecken erforderlich.

Günstig Zug fahren für Urlauber in der Türkei

Touristen können in der Türkei ebenfalls mit der Bahn reisen und auf diese Weise Land und Leute kennenlernen. Dafür gibt es mit den Interrail Pässen für die Türkei auch Sparmöglichkeiten. Ab 51 Euro lassen sich per Interrail die Strecken der Türkei nutzen – für Jugendliche, Rentner und Familien gibt es zusätzliche Rabatte.

Möchte man nicht nur die Türkei erleben, eignet sich auch ein Global Pass. Dieser kostet ab 208 Euro und macht das Zugfahren in 30 Ländern in Europa möglich – auch in der Türkei.

Zinssenkung in der Türkei kann Inflation beflügeln 0 105

Der neue Notenbank-Chef der Türkei, Murat Uysal, hat die Zinsen in der Türkei deutlich gesenkt. Für die Lira und für die Inflation kann das schwerwiegende Folgen haben. Laut Uysal sollen die geldpolitischen Mittel der Türkei nach wie vor unabhängig genutzt werden, damit die Preise stabil gehalten werden können. Davon ist inzwischen aber nicht mehr unbedingt auszugehen.

Der Leitzins in der Türkei wurde in der vergangenen Woche um 4,25 Prozent gesenkt, liegt nun bei 19,75 Prozent. Beobachter hatten im Vorfeld gerade einmal mit einer Senkung um 2,5 Prozentpunkte gerechnet.

Was bedeutet das für die Lira?

Für die türkische Lira könnte die Senkung deutlich Folgen haben. Direkt nach der Senkung verlor die Währung bereits 0,4 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar. Danach ging es aber ein Stück ins Plus.

Der Kursgewinn wird laut Analysten durch ein gesteigertes Interesse an Anlagemöglichkeiten erklärt. Aber: eine solche Phase kann auch schnell wieder vorbei sein. Bei der Commerzbank kann man die Markt-Reaktion indes nicht nachvollziehen.

Es wird inzwischen gar ein Boomerang Effekt befürchtet. Die Inflationsrate der Türkei lag zuletzt bei rund 16 Prozent. Im Oktober 2018 waren es noch rund 25 Prozent. Die Wirtschaft hatte sich also erholt.

In den kommenden Monaten könnte die Inflation nun also wieder zunehmen und die Wirtschaft in der Türkei ins Wanken bringen. Der türkische Präsident Erdogan fordert in der Zwischenzeit weitere Zinssenkungen.

Was bedeutet die Senkung der Zinsen für Touristen?

Für Touristen dürfte die Senkung des Leitzinses zunächst einmal keine großen Veränderungen bedeuten. Schwächelt die türkische Wirtschaft allerdings wieder deutlicher, bedeutet das unter Umständen Preisvorteile für Urlauber.

Wenn die Lira an Wert verliert, hat der Euro einen höheren Wert und in der Türkei lassen sich eventuell vermehrt Schnäppchen machen. Nicht nur der Urlaub an sich könnte auf diese Weise preiswerter möglich sein, auch könnten die Preise in Restaurants, Cafés und Co. sinken.

Was für Urlauber dann einen erschwinglichen und preiswerten Urlaub bedeutet, kann für türkische Gastronomen, Hotelbetreiber und Co. zu einem Problem werden. Sie sind auf die Einnahmen angewiesen. Sinken diese, brechen auch die Gewinne ein.

Wer sich nicht mehr halten kann, muss schließen oder Personal entlassen. Das wiederum könnte die Auswahl an Hotels oder auch den dort gebotenen Service beeinflussen.

In dieser Hinsicht hat die Senkung des Leitzinses in der Türkei – vor allem auf lange Sicht – mitunter doch einen Effekt auf alle, die das Land besuchen und beispielsweise nur für einen längeren Urlaub vor Ort sind.