Als Selbstversorger in der Türkei – darauf gilt es zu achten 0 56

Nicht immer muss es ein All Inclusive Urlaub im Hotel sein. In der Türkei kann man auch eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus oder gar eine große Villa buchen und hier seinen ganz eigenen, individuellen Urlaub verbringen. Dabei gibt es aber durchaus Aspekte, die man beachten sollte. Vor allem, wenn man sich größtenteils selber versorgen möchte und nicht drei Mal am Tag ein großes Buffet aufgebaut wird.

Worauf man als Selbstversorger im Türkei-Urlaub achten sollte, ist hier zu lesen.

Wo ist der nächste Supermarkt?

Im besten Fall klärt man bereits vor der Anreise, wo man in der Nähe des Feriendomizils einen Supermarkt findet. Somit ist schon vorab sichergestellt, dass man wichtige Lebensmittel wie Trinkwasser, Milch, Eier, Kartoffeln und anderes Gemüse sowie Obst direkt vor Ort bekommen kann.

Auch der Standort und die Termine für Märkte und Basare sind vielfach hilfreich, da man in der Türkei auch hier in aller Regel alles für den täglichen Bedarf finden kann.

Und: natürlich findet man im Supermarkt auch Haushaltswaren wie Toilettenpapier, Küchenrolle oder Geschirrspülmittel. Hier bietet es sich allerdings an, vor dem Einkauf abzuchecken, was im Ferienhaus bereits vorhanden ist.

Welche Kosten müssen einkalkuliert werden?

Wird ein All Inclusive Urlaub gebucht, kann man vorab schon exakt sagen, was man dafür bezahlt. Bei einem Selbstversorger-Urlaub in der Türkei ist das nicht so einfach. Immerhin kommen zur Unterkunft dann noch die Kosten für Lebensmittel und Co. hinzu.

Hier sollte man – zumindest grob – mit den anfallenden Kosten für den gleichen Zeitraum rechnen, die man auch in Deutschland hat. Verreist man für zwei Wochen, sollte für Lebensmittel also das gleiche Budget bereitstehen wie für zwei Wochen in Deutschland auch.

Zwar ist der Kurs der Lira momentan für deutsche Touristen eher als günstig und man wird für Grundnahrungsmittel vielleicht weniger bezahlen, allerdings ist es im Urlaub oft auch so, dass man sich ab und an etwas Gönnen möchte – auch dafür sollte das entsprechende Budget also bereitstehen.

Was wird gekocht?

Meistens nimmt man am Tag drei Mahlzeiten zu sich: Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Doch im Urlaub lassen viele Reisende auch mal „Fünf gerade“ sein und verzichten auf das Mittagessen.

Das bietet sich vor allem beim heißen Temperaturen an und man kann dann beispielsweise zum Abend hin in Ruhe ein warmes Essen zubereiten. Mittags kann man den kleinen Hunger mit einem Snack überbrücken.

Empfehlenswert sind für Urlaube vielfach einfache Speisen, die sich schnell zubereiten lassen und ohne viel Aufwand auf dem Tisch stehen. Denn wer die Natur und Vielseitigkeit der Türkei erleben kann, möchte nicht unbedingt lange in der Küche stehen. Zudem bietet es sich an, den anschließenden Abwasch gemeinsam zu erledigen, damit dieser ebenso schnell fertig ist.

Noch eine Anregung: es kann sich auch lohnen, einmal original türkische Speisen zuzubereiten. Auf dem Markt kann man zum Beispiel einfach mit Einheimischen ins Gespräch kommen und nachfragen, was diese gerne essen. Mitunter lernt man so direkt neue Geschmäcker kennen und kann noch ein Stück tiefer in die türkische Kultur eintauchen.

Was man vorab noch klären sollte

Vor Urlaubsbeginn sollte man also wissen, wo man Lebensmittel und mehr einkaufen kann und auch, welches Budget man hierfür einplanen sollte.

Aber es gibt noch einige weitere Details, die man vorab klären sollte. Dazu gehören unter anderem diese Punkte:

  • Gibt es in der Ferienunterkunft eine vollausgestattete Küche?
  • Steht vielleicht auch ein Grill zur Verfügung?
  • Sind Gewürze wie Salz, Pfeffer, Curry und mehr vorhanden?
  • Gibt es einen großen Kühlschrank und eventuell auch einen Gefrierschrank?

Hier lohnt es sich vielfach, vorher beim Anbieter der Ferienwohnung nachzufragen und alles zu besprechen.

Dann steht einem Urlaub als Selbstversorger in der Türkei nichts mehr im Wege.

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Top 7: Das sind die größten Städte der Türkei 1 54

Istanbul kennen die meisten Deutschen, Ankara als Hauptstadt vielleicht noch – und dann kommen vielfach die typischen Touristenorte wie Alanya, Lara oder teilweise auch Antalya. Allerdings hat die Türkei eine ganze Reihe an Großstädten zu bieten. Und damit auch viel Kultur, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und vieles mehr.

Die sieben größten türkischen Städte werden hier vorgestellt.

Platz 1: Istanbul

Mit ungefähr 15 Millionen Einwohnern ist Istanbul – früher Konstaninopel – die größte Stadt in der Türkei und Heimat für die meisten Menschen. Zu den 15 Millionen Einwohnern kommen jedes Jahr um die 12 Millionen Touristen. Langweilig wird es in der Stadt am Marmarameer somit nicht.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die Hagia Sophia, das Museum der Unschuld oder auch der Taksim-Platz.

Platz 2: Ankara

Zweitgrößte Stadt der Türkei ist Ankara mit knapp 5,3 Millionen Einwohnern. Obwohl vielfach angenommen wird, Istanbul sei die Hauptstadt der Türkei, ist dies in Wirklichkeit Ankara.

In Ankara kann die bekannte Zitadelle besucht werden, ebenso lohnt sich aber auch ein Besuch im Stadtteil Ulus, wo es die Caracalla-Thermen zu sehen gibt. Diese sind ein Relikt der alten Römer und bis heute gut erhalten.

Platz 3: Izmir

Izmir war früher unter dem lateinischen Namen Smyrna bekannt und ist heute Zuhause für rund 4,1 Millionen Menschen. Damit ist Izmir die drittgrößte Stadt der Türkei. Schon um 6.000 vor Christus wurde die Region besiedelt. Heute findet man in Izmir den zweitgrößten Hafen in der Türkei.

In der Region Izmir findet man zwei der bekannten Sieben Kirchen der Apokalypse aus der Bibel. Außerdem ist hier auch das Haus der Mutter Maria zu finden. Izmir ist somit durchaus einen Besuch wert.

Platz 4: Bursa

Auf dem vierten Platz der größten Städte in der Türkei findet man Bursa. Hier wohnen rund 2,9 Millionen Menschen. Das Grabmal von Sultan Mehmed I. befindet sich in Bursa. Zudem können Besucher hier auch die Grabmale der osmanischen Sultane Osman I. sowie Orhan I.

Der Seidenbasar der Stadt ist zudem weit bekannt und ein beliebter Anlaufpunkt.

Platz 5: Adana

Adana ist das Zuhause von rund 1,8 Millionen Menschen und somit die fünftgrößte Stadt der Türkei. In der Tiefebene Çukurova ist Adana die größte Stadt.

Mit der Çukurova-Universität ist in Adana eine der größten Universitäten des Landes angesiedelt. Mehr als 45.000 Studenten lernen hier.

Zu den Highlights zählt die Steinbrücke über den Fluss Seyhan, die unter dem römischen Kaiser Hadrian errichtet wurde. Auch die Ulu-Moschee ist einen Besuch wert, ebenso auch das Archäologische Museum Adana.

Platz 6: Gaziantep

In Gaziantep leben rund 1,8 Millionen Menschen. Die Stadt ist damit fast so groß wie Adana. Hier leben nicht nur Türken und Kurden, auch Araber sind hier heimisch.

Einen Besuch wert ist in Gaziantep das Zeugma-Mosaik-Museum, das wohl das größte Mosaikmuseum weltweit ist. Außerdem ist auch die Große Synagoge der Stadt ein bekanntes Monument. Es wurde 2012 restauriert. Die Juden der Stadt haben Gaziantep jedoch schon in den 1970er Jahren verlassen.

Platz 7: Konya

In Konya leben aktuell knapp 1,1 Millionen Menschen. Zur Stadt gehört auch die gleichnamige Provinz Konya. Dabei handelt es sich um die flächenmäßig größte Provinz des Landes.

Konya hat für Besucher ebenfalls einiges zu bieten. Die Hacı-Veyiszade-Moschee gehört unter anderem zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenso bietet sich auch ein Besuch im Atatürk-Museum oder im Karatay-Museum an.

Und auch Studenten fühlen sich in Konya wohl. Die ansässige Selçuk Üniversitesi ist Lernort für mehr als 85.000 Studenten und damit die zahlenmäßig größte Universität in der Türkei.

Wie weit kommt man in der Türkei mit Deutsch? 0 97

Türkisch Deutsch

Als Tourist in einem fremden Land, spricht man in aller Regel nicht die Sprache der Einheimischen. Im Falle der Türkei wäre das Türkisch. Die wenigsten deutschen Urlauber sprechen – bis auf wenige Worte oder mit Hilfe eines Wörterbuches – Türkisch und kommen mit Deutsch oder auch Englisch gut zurecht. Doch wie weit reicht das? Kommt man wirklich den ganzen Urlaub oder während einer Geschäftsreise ohne Türkischkenntnisse aus?

Fakt ist: für rund 90 Prozent der Einwohner der Türkei, ist Türkisch die Muttersprache. Sobald sie Englisch oder Deutsch sprechen, verlassen sie ihr gewohntes Terrain und begeben sich vielfach in einen anderen Kulturbereich. Dennoch erwarten viele Urlauber, dass Zimmermädchen, Kellner und Co. mit ihnen auf Deutsch sprechen können.

In Ferienregionen ist Deutsch meist kein Problem

Sicher, wer in Side, Belek und Co. urlaubt und sich in den Touristenzentren aufhält, kommt mit Deutsch schon recht weit. Im Notfall ist Englisch auch passend und wird meist verstanden. Anders sieht es aber meist in den ländlicheren Regionen aus.

Wer in der Türkei also eine Rundreise macht oder aber abseits der „gängigen Pfade“ unterwegs ist, sollte zumindest ein Türkisch-Wörterbuch dabei haben oder Grundkenntnisse der türkischen Sprache beherrschen. Zumindest „Bitte“, „Danke“ und andere Begriffe sollte man in der Muttersprache der Menschen, mit denen man kommuniziert, beherrschen.

Viele Deutsche haben vor allem mit dem Klang des Türkischen ihre Probleme oder scheitern an den vielen Üs in der Sprache. Doch in Wörterbüchern sind die Begriffe meist auch in Lautschrift notiert, sodass man die Aussprache üben kann. Sprachkurse in Hörbuch-Form und Co. eignen sich zudem auch für den Flug in die Türkei und man kann sich somit ideal auf den eigenen Urlaub einstimmen.

Viele Urlauber sind zudem sehr stolz, wenn sie ihr Bier an der Hotelbar am ersten Abend auf Türkisch bestellen können oder im Restaurant die türkischsprachigen Schilder lesen können.

Muss man wirklich Türkisch sprechen können?

Nein, zwingend muss man kein Türkisch sprechen. Hilfreich ist es aber vielfach in kleineren Dörfern oder auf dem Land – oder auf dem Basar, wenn man handeln möchte.

In den Touristengebieten ist Englisch zudem immer präsent und man kommt damit sehr weit. Viele Türken lernen zudem Deutsch und wollen mit den Urlaubern direkt kommunizieren – vor allem natürlich in Branchen, die vom Tourismus leben. Ein weiterer Grund: viele Türken haben Verwandte im deutschsprachigen Raum und kommen so mit der Sprache direkt in Kontakt. Das hohe Maß an Gastfreundschaft trägt ebenso dazu bei, dass vielfach Deutsch gesprochen wird.

Kurzum: es ist sicherlich sinnvoll, sich vor einem Urlaub in der Türkei ein wenig die Sprache der Türken anzueignen und sich mit wichtigen Begriffen zu befassen. In aller Regel kommen Touristen aber auch mit Deutsch oder zumindest Englisch weiter.

Ein Tipp: ein Wörterbuch sollte trotzdem immer dabei sein und hilft dann auch im Falle eines Falles oder bei drohenden Missverständnissen.